Millionen-Geschäft harzt: massiver Stellenabbau in der Aargauer Flüchtlingsbetreuung

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80 Vollzeitstellen hatte die Asylbetreuungsfirma ORS Services AG 2016 im Aargau. Inzwischen sind es noch 13 Vollzeitstellen. Die ORS betreibt nur noch die kantonale Unterkunft in Frick. (SEVERIN BIGLER)

Viele kantonale Asylunterkünfte werden nicht mehr gebraucht, weil weniger Menschen in der Schweiz ein Asylgesuch stellen. Der Kanton hat in den letzten zwei Jahren 25 Unterkünfte geschlossen. Im Moment gibt es im Aargau noch 52 kantonale Unterkünfte für Asylsuchende.

Wenn Unterkünfte geschlossen werden, hat das auch Auswirkungen auf all jene Menschen, deren Job es ist, sich um die Asylsuchenden zu kümmern. Etwa die Mitarbeitenden der Firma ORS Services AG, die mit der Betreuung von Flüchtlingen Millionen umsetzt. Im Jahr 2015 erzielte die Flüchtlingsbetreuungsfirma schweizweit einen Umsatz von 85 Millionen Franken. Damals betrieb sie im Aargau vier Unterkünfte mit insgesamt 70 Vollzeitstellen. 2016 kamen zehn Vollzeitstellen und eine weitere Unterkunft dazu.

Doch seit 2017 ist die Dienstleistung von ORS immer weniger gefragt. Im Aargau wurden drei Unterkünfte stillgelegt, die Hälfte der ORS-Mitarbeiter wurde nicht mehr gebraucht. Aktuell betreibt die Firma im Aargau nur noch die kantonale Unterkunft in Frick mit 13 Vollzeitstellen.

Integration statt Unterbringung

ORS-Sprecherin Daniela Kämpf sagt, dass aufgrund sinkender Asylzahlen jeweils die Anzahl Mitarbeitenden angepasst werden müsse. Die Firma versuche, «wenn immer möglich Mitarbeitende, die von einer Schliessung einer Asyleinrichtung betroffen sind, an eine andere ORS-Einrichtung zu transferieren». Sie räumt aber ein, dass es «bei den aktuell stark sinkenden Asylzahlen leider unumgänglich ist, auch Stellen abzubauen». Dabei könne es auch zu Kündigungen kommen. Die Entwicklung könne aber auch in die andere Richtung gehen. «Wenn die Asylgesuche in der Schweiz steigen, benötigt die ORS wieder mehr Mitarbeitende», sagt Daniela Kämpf.

Alleine darauf zu vertrauen, scheint den Verantwortlichen aber ein zu unsicheres Geschäftsmodell zu sein. Ende August informierte ORS in einer Mitteilung, sie werde künftig neben ihrem Kerngeschäft, der Unterbringung von Asylsuchenden, ihre Dienstleistungsangebote ausbauen. «Im Fokus stehen dabei Arbeitsmarkt-Integrationsprogramme für Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene, Sozialhilfeempfänger und Langzeitarbeitslose sowie Jugendliche.» Die Integration dürfte im Gegensatz zur Betreuung ein längerfristigeres und konstanteres Geschäft sein.

Kanton baute 10 Stellen ab

Die personellen Ressourcen wurden auch beim Kanton angepasst. Bei der Betreuung von Asylsuchenden in den kantonalen Unterkünften und in der Administration, wie das Departement Gesundheit und Soziales mitteilt. «Beim Kantonalen Sozialdienst wurden rund zehn Stellen im Rahmen von Pensionierungen, bei Abgängen sowie durch Kündigungen nicht besetzt respektive abgebaut», sagt Sprecherin Jelena Teuscher.

Auch auf die vom Kanton angebotenen Beschäftigungsprogramme wirken sich die sinkenden Asylzahlen aus. Die finanziellen Mittel seien für das Jahr 2019 um 25 Prozent, also einen Viertel, reduziert worden.

Keine negativen Auswirkungen haben die sinkenden Flüchtlingszahlen hingegen für die Lehrerinnen und Lehrer, welche die Deutschkurse des Kantonalen Sozialdienstes geben. Sie alle konnten ihren Job behalten. Der Lehrkörper sei gleich gross wie in den Jahren 2015/2016, sagt Jelena Teuscher. «Im Gegensatz zum Jahr 2015, als es lange Wartelisten für Deutschkurse gab, haben interessierte Asylsuchende nun schneller die Möglichkeit, einen Deutschkurs zu besuchen.»
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B. Kerzenmacher
schrieb am 04.11.2018 16:04
ersten angeblichen "Flüchtling" an kamen nur gut rasierte, bestens frisierte und chic gekleidete aggressive kräftige Männer. Mit teuerster Uhr, neustem Smartphone, edelen Markenkleidern und Rucksack mit Geld, Waffen und Rauschgift.
Das einzige was ihnen fehlt sind Pässe, Bewerbungsunterlagen,Sprachkenntnisse, Bildung, polizeiliches Führungszeugnis, Geburtsurkunden, Frauen, Kinder.
Und die aus den schlimmsten Kriegsgebieten hatten zwar noch jede Menge Arme und Beine, aber keine einzige Schramme. Müssen gemütliche Kriege sein bei denen.
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