«SRF Hüttengeschichten»: Die kleine Lauteraarhütte kommt gross raus

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Wer die Lauteraarhütte im Grimselgebiet besuchen will, muss gut zu Fuss sein, denn das Haus des SAC Zofingen ist erst nach einer vierstündigen Wanderung ins Hochgebirge zu erreichen. (Willy Hartmann)
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Die Hüttenkommission des SAC Zofingen: René Wyss, Hans Kunz, Bernhard Gähwiler und Kommissionspräsident Dominik Schild (v. l.). (Willy Hartmann)

Es gibt viele Hütten in der Schweiz, die einfacher zu erreichen sind als die Lauteraarhütte im Grimselgebiet. Wer die Zofinger SAC-Hütte, gut 200 Meter über dem imposanten Lauteraargletscher gelegen, besuchen möchte, hat eine vierstündige Wanderung vor sich. «Eine, deren Strapazen sich lohnen», sagt Hüttenchef Dominik Schild vom SAC Zofingen. Der Weg führt vom Grimsel Hospiz über die Staumauer, dem See entlang, über schmale, in den Fels gesprengte Pfade, durch geschützte Hochmoore und mit Arven durchsetzte Blumenmatten bis zur Verlandungszone am Fusse des Gletschers und zuletzt hinauf auf den Felssporn zur Hütte. «Die Normalroute wurde diese Saison angepasst und ist nun ohne Betreten des Gletschers möglich», sagt der Hüttenchef.

Einfacher kann man das Leben in und um die traditionelle Hütte in der am Freitag beginnenden vierteiligen TV-Serie «SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten» mitverfolgen. In der achten Staffel ist die Lauteraarhütte einer von drei Schauplätzen, die das Leben der Hüttenwartinnen und Hüttenwarte beleuchtet.

«Ich wurde vom SRF angefragt, ob wir Interesse hätten, bei den Hüttengeschichten mitzumachen», sagt Hüttenwart Stefan Hablützel. Nach etwas Bedenkzeit und Rücksprache mit der Zofinger Hüttenkommission wurde zugesagt. «Werbetechnisch gibt es nichts Besseres für unser Haus als die Sendung ‹SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten›», sagt Kommissionspräsident Dominik Schild. «Das Ja des Hüttenwarts war entscheidend für das Mitmachen unserer Sektion, denn Stefan Hablützel gibt in der Sendung viel von seinem Leben preis.»

Grosse Überraschung für alle

Noch wissen weder der Hüttenwart noch die Kommissionsmitglieder, was in den einzelnen Folgen zu sehen sein wird. «Wir alle sind sehr gespannt», sagt Hüttenwart Hablützel. «Die Arbeit mit dem Fernsehteam empfand ich als sehr angenehm und spannend.» Er war selbst erstaunt, wie schnell er sich an die Kamera und das Team gewöhnt hatte.

Vor eine grosse Herausforderung stellte ihn das Fernsehteam, als es ihn bat, ab und zu selbst mit dem Handy gewisse Sequenzen zu filmen. «Nach anfänglichen Schwierigkeiten machte es mir mit der Zeit sogar Spass», verrät der Schreiner aus Oberried bei Brienz.

«Teile seiner Filme wurden in die Serien eingebaut», verrät die zuständige Redaktorin Sabine Grossrieder von SRF. Das Team wagte diesen Filmversuch nach acht Jahren «Hüttengeschichten» erstmals. Fortsetzung folgt, ist Grossrieder überzeugt, «denn wir können ja nicht immer vor Ort sein». Das dreiköpfige SRF-Team mit Kameramann, Tontechniker und Redaktorin ist jeweils nur vier- bis fünfmal pro Saison vor Ort. Für die Lauteraarhütte hatte das Team total 13 Drehtage auf dem Programm. «Schlechtwetter, An- und Abreise inbegriffen», sagt Sabine Grossrieder. Pro Serienteil bekommt jede Hütte rund 15 Minuten Sendezeit.

Probleme mit der Schulter

Der Hüttenwart Stefan Hablützel hat seine zweite Saison in und um die Lauteraarhütte verbracht. «Im nächsten Jahr komme ich wieder», erzählt er freudig. «Dann ist auch meine Partnerin dabei.» Sie mögen die kleine und urchige SAC-Hütte auf knapp 2400 Metern über Meer. Genau das hätte er gesucht, sagt Hablützel, der gerne anpackt und unter anderem auch sein handwerkliches Können immer wieder unter Beweis stellen kann. «Der Saisonbeginn gestaltete sich aber schwierig, denn eigentlich hätte ich meine operierte Schulter schonen müssen», sagt der Hüttenwart. Diese war dann auch immer wieder Thema bei den Dreharbeiten. Seit Mitte September ist Saisonschluss in der Lauteraarhütte. Nun kann auch Stefan Hablützel die Füsse hochlagern und die Saison im Fernsehstuhl nochmals geniessen.

Die achte Staffel «SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten» ist von heute 19. Oktober bis zum 9. November freitags um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen.

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Gion Huonder begleitete den Hüttenwart Stefan Hablützel an 13 Drehtagen. (srf)
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Grosse Herausforderung fürs Filmteam: die Leiterpassage auf dem Weg zur Hütte. (srf)
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