Turnerabend Bottenwil: Als Kurtli an der Jukebox die «5» drückte …

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Kurtli, gespielt von Raffael Kuhn, kann sich nach sieben Bier nicht mehr genau erinnern, was passiert ist, nur dass er auf einer Jukebox die Fünf drückte, wie es ihm von Kollegen geraten wurde. Gefunden wird der junge Mann von Eli, gespielt von Fabienne Friedli, am Morgen danach. Outfit und Haarschnitt des jungen Mannes, alles im Hippie-Stil, passen nicht in die heutige Zeit, es sind 40 Jahren von 1978 bis 2018 vergangen.

Was Kurtli über Emanzipation und Gleichberechtigung der Geschlechter erfährt, haut ihn schlichtweg um. Als er gar mit Laptop, Browser und Internet konfrontiert wird, macht er seine ersten Erfahrungen in der virtuellen und viralen Kommunikationswelt. Auf der Suche nach einem «Superkarren» wird ihm ein «Stufenbarren» angeboten.

Damit kam die 14 Nummern umfassende Geschichte des Turnvereins Bottenwil beim Programm des Turnerabends an. Die gespielten Nummern leiten Tanz- und Turnübungen mit Themen ein, die irgendwie alle beschäftigen: Frauenrechte, Internet, Mode, mobile Kommunikation. Bei «Spielen vs. Gamen» werden die Kids gar von der Polizei verfolgt. Die Mobilgeräte werden ihnen sogar weggenommen. So manche Eltern im vollbesetzten Saal des Bottenwiler Mehrzweckgebäudes könnte sich mit dieser Idee sicherlich gut anfreunden.

Dass ein verschollener Liebesbrief unangenehme Erinnerungen wachrief, die auch mit der sozialen App «Tinder» nicht ausbleiben, ist eine ganz andere Sache. Auch die Thematik «Navigationsgeräte vs. Landkarte», Hippie-Ära, Energie- und Stromerzeugung findet man als Performancetitel und von den Turnerinnen und Turnern sehr gut umgesetzt.

Dass die Aktiven ihre Muskeln am Stufenbarren spielen liessen, war zu erwarten, ebenso ein kreativer Auftritt der Männerriege in fantasievollen Kostümen. Zurück zur Turnerabendgeschichte: Die Suche nach der verschwundenen Jukebox führte Kurtli bis nach Amerika, begleitet mit Tanz- und Turnübungen zu einschlägiger Rock- und Pop-Musik. Angeblich hätte ein ausgewanderter Kollege, meist auf der Terrasse seines Farmerhauses in Texas sitzend, sie gekauft.

In Wirklichkeit befand sich die Musikbox aber im Geräteraum des Turnvereins Bottenwil. Kurtlis Fazit nach der Rückkehr aus der Zeitreise: «In der Zukunft ist eben alles besser gewesen», dies vor allem weil er Handy und Internet vermisste, von Wegen gute alte längst vergangene Zeiten.

Wer sich heute zur «Internetjugend» zählt, wird sich in 40 Jahren vielleicht an sein altes Handy oder sein erstes Tablet erinnern, wenn neue, heute noch visionäre Kommunikationstechnologien das Leben bestimmen.

Eine weitere Aufführung des Turnerabends gibt es am 3. November, ab 20.15 Uhr, im Mehrzweckgebäude Bottenwil. www.tv-bottenwil.ch

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