Bauernverband Aargau lehnt Hornkuh-Initiative ab

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Der Vorstand des Bauernverband Aargau lehnt die Hornkuh-Initiative ab. Pixabay.com

«Es gibt verschiedene Ansichten zur Hornkuh-Initiative, weshalb die Nein-Parole des Vorstandes nicht einstimmig war», heisst es in der Mitteilung. Eine Minderheit wollte analog zum Schweizerischen Bauernverband Stimmfreigabe beschliessen. Dem BVA sei es deshalb wichtig, dass die Hornthematik sachlich diskutiert wird. Der BVA will im Vorfeld der Abstimmung zur Hornkuh-Initiative vor allem aufklären. Man habe festgestellt, dass viel Unwissen vorhanden ist.

Verletzungsgefahr nimmt mit Freilaufställen zu

Dass rund 90% der Kühe keine Hörner mehr hätten, liege daran, dass es immer mehr Freilaufställe gäbe. «Wenn sich die Kühe im Laufstall frei bewegen können, nimmt die Verletzungsgefahr durch Hornstösse bei Mensch und Tier zu. Die Hörner werden aber in aller Regel nicht abgesägt, wie das teilweise vermittelt wird, sondern es werden bei den Kälbern in den ersten drei Lebenswochen die Hornansätze ausgebrannt. Dazu wird das Tier betäubt, damit es keine Schmerzen empfindet.»

Immer mehr genetisch hornlose Tiere

Je länger je mehr gebe es auch genetisch hornlose Tiere. So etwa bekannte Rassen wie Galloway, Angus oder Hereford. «Das Hornlosgen breitet sich aber auch auf weitere Rassen aus und es wird gezielt auf 'hornlos' gezüchtet. Wer sich für behornte Kühe entscheidet, sollte den Stall grösser bauen, damit sich die Tiere weniger in die Quere kommen.» Um das Unfallrisiko mit Hörnern weiter zu minimieren, werden die Hörner vielfach mit «Hornführern» so geführt, dass die Hörner nach hinten wachsen. Ganz ohne menschliche Eingriffe gehe es in der Regel auch hier nicht.

Konsument kann Hörner mit dem Kaufentscheid fördern

Der Vorstand ist der Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, die Förderung von behornten Tieren in die Verfassung zu schreiben. In der Bevölkerung spüre man eine grosse Sympathie zu behornten Tieren. Bereits heute gebe es beispielsweise mit Milch aus «Demeter-Betrieben» ein Angebot auf dem Markt, wo die Konsumenten freiwillig Hornkühe fördern und die höheren Investitionen in Ställe für behornte Tiere abgelten können. «Hörner sind schön, können aber auch schön gefährlich sein. Der BVA will deshalb nicht etwas fördern, dass die Gesundheit der Tierhalter gefährdet.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Nichts begriffen

Christian Siegenthaler Safewnilk
schrieb am 29.10.2018 23:38
Der BVA sollte gar keine Abstimmungsempfehlung rausgeben. Die Bauernvertreter machen aus einer Mücke einen Elefanten.
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