Die Schüler ehren feierlich ihren Meister am Jahreskonzert

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Der musikalische Leiter des Musikvereins Reitnau, Werner Stöckli, lässt sich gebührend von seinen Musikkollegen verabschieden. (Bild: Zaneta Hochuli)
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Werner Stöckli gibt sein Abschlusskonzert an zwei Abenden.

«Ein Konzert in ungewöhnlicher Form. Und ganz im Zeichen des Bühnenrücktritts unseres musikalischen Leiters Werner Stöckli halten wir ihm zu Ehren einen musikalischen Rückblick.» Mit diesen Worten begrüsst Präsidentin Brigitte Ziegler das Publikum am Jahreskonzert des Musikvereins Reitnau.

Kornettist Reto Hauri erinnert sich: In der Musikschule stiess er auf den ehemaligen Musiklehrer, der ihn mit Notenbuch und Bleistift ausrüstete, wobei Klein-Reto dachte, dass es wohl viel zu schreiben gäbe. Doch weit gefehlt, der Bleistift diente dazu, um die verschiedenen Takte schlagen zu lernen. Auf die Frage, wie er dies wohl zuhause machen sollte, antwortete Stöckli: «Nimm deine Füsse.» Und so tippen 31 Füsse leise im Takt zur Polka «Blasmusik Vergnügen» und nehmen die sogleich klatschenden Gäste mit auf die Musikreise. Das Cornet-Trio Cheryl Bianchi, Melanie Ziegler und Markus Hunziker begeistern beim melodiösen Stück «Flying Fingers». Die beiden Enkelsöhne – Jan Stöckli und Tomy Ziegler – des Maestros brillieren im Stück «Endearing Young Charms» und beweisen ihr Können als Euphonisten.

«Zwei Herzen schlagen in Maestros Brust, das eine für seine Metzgerei und das andere für die Musik», erzählt Silvio Maurer, der 2002 seine Metzgerlehre bei Stöckli startete. «Nach Ladenschluss erhielt ich sogleich Musikunterricht», erzählt er weiter. Gemeinsam mit den Posaunisten Cyril Bianchi und Thomas Hauri spielt das Trio voller Drive «Variations in Blue». Nicht nur der Maestro ist von der jungen Generation überzeugt, auch das Publikum fordert immer wieder Zugaben.

Bühnenabschied nach 37 Jahren
Christian Härdi sagt: «Bei einer Schlussfermate ist der Dirigent nicht gebunden; das heisst, er kann so lange weitermachen, bis die Putzequipe kommt.» Doch Werner Stöckli weiss, wie lange er Bestleistungen von seinen Instrumentalisten fordern kann.

Schwarz-weisse Luftballone schmücken die ganze Mehrzweckhalle mit Aufdruck «Danke Werner». Auf den Tischen duftende Blumengestecke und zum Kafi gibt es selbst gebackene «Notenschlüssel-Guetzli». «Grosser Dank gebührt den Mitgliedern, Helfern und Passivmitgliedern, die in so vielen Stunden mit Herzblut all dies möglich machten», dankt Stöckli sichtlich gerührt. Präsidentin Brigitte Ziegler verabschiedet ihn mit einer Auftragskomposition von Beno Peter, der die Polka «Musik ist mein Leben» schrieb. Da Stöckli in der Blasmusikszene als Vorbild und grosse Persönlichkeit gilt, übergibt Kurt Obrist, Kantonalpräsident des Aargauischen Musikverbands, einen Dirigententisch zum Abschied. «Mit dem waschechten Entlebucher Ueli Wigger ist meine Nachfolge gesichert, damit ich in Zukunft sitzend im Publikum den musikalischen Werken zuhören kann», ist Stöckli überzeugt. Mal lieblich, mal dynamisch, eckig und rassig lässt er seinen Musikverein zum letzten Male erklingen und die Zuhörer danken es mit Standing Ovations.

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