Energiepolitik: Zofingen soll vorwärtsmachen

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In Zofingen liegt energiepolitisches Potenzial brach, schreiben Einwohnerrätinnen und -räte in einer an der letzten Sitzung eingereichten Motion. PLU

Im Mai letzten Jahres stimmte das Volk der «Energiestrategie 2050» zu. Die Umsetzung könne jedoch nicht allein die Aufgabe der nationalen Politik sein – «auch die kantonale und die lokale Ebene sind gefordert». So steht es in einer Motion, die an der letzten Einwohnerratssitzung eingereicht wurde. Das Begehren ist überparteilich, unterzeichnet haben es Einwohnerrätinnen und -räte der SP, der GLP, der Grünen/Alternativen und der EVP.

Mit der Motion wollen die Lokalpolitiker Zofingen «energiepolitisch vorwärtsbringen, so wie es sich die Mehrheit seiner Bewohner offenbar wünscht». Bei Null anfangen müsse man dabei nicht: seit 2007 ist Zofingen eine von schweizweit über 400 Energiestädten; alle vier Jahre steht eine unabhängige, externe Prüfung an. Diese schätzt ab, welchen Anteil ihres energiepolitischen Handlungspotenzials die Stadt ausschöpft. Ab einem Wert von 50 Prozent wird das Label «Energiestadt» verliehen. Zofingen erreichte bei der Prüfung 2015 einen Anteil von 59 Prozent.

«Wir sind allerdings der Meinung, dass sich Zofingen ein höheres Ziel setzen muss, um der neu beschlossenen ‹Energiestrategie 2050› wirklich gerecht zu werden», heisst es in der Motion weiter. Die Stadt soll sich deshalb zum Ziel setzen, ihr energiepolitisches Handlungspotenzial zu 75 Prozent auszuschöpfen – und damit den «European Energy Award®GOLD» zu gewinnen. Im Kanton Aargau sind Aarau und Baden Gold-Städte.

Ihnen sei klar, dass die Verleihung des Gold-Awards nicht in der alleinigen Macht des Stadtrats liege, betonen die Einwohnerrätinnen und -räte, da diese durch unabhängige Experten erfolge. «Wir fordern deshalb bewusst nicht, dass der Gold-Award bis 2027 erreicht werden müsse, sondern nur, dass er angestrebt werden soll» – dies liege durchaus in der Kompetenz des Stadtrates. Gleichzeitig hält die Motion konkrete Umsetzungsvorschläge fest, die als «Gedankenanstösse» zu verstehen seien. Ein sinnvoller erster Schritt wäre ein Massnahmenplan, erstellt im Dialog mit Interessengruppen und Fachexperten. Ein solcher könne etwa in einem Jahr vorliegen. «Dabei könnten auch die Rolle, Aufgabe und Zusammensetzung der städtischen Energiekommission überprüft werden.» Potenzial sehen die Motionäre zudem bei den geplanten Gebäudesanierungen und Neubauten sowie durch einen weiteren Ausbau des Angebots an erneuerbaren Energien. Auch die konkrete Umsetzung des städtischen Velokonzepts und ein abgeschlossenes regionales Energiekonzept mit den Nachbargemeinden könnten Zofingen energiepolitisch näher zum europäischen Gold-Standard bringen.

«Energiepolitik ist eines der Schlüsselthemen unserer Zeit, welches in der Zofinger Lokalpolitik bisher aber eher ein Schattendasein gefristet hat», sagt SP-Einwohnerrat Christian Nöthiger, einer der Erstunterzeichner. «Es braucht deshalb dringend umfassende und auch zeitlich weitreichende politische Impulse.» (PP)

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