Vegane Magnum-Glacé: Zürcher Schoggi-Riese reagiert auf Ernährungs-Trends

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Neu: Vegane «Magnum»-Glace. (Bild: HO)

Barry Callebaut, mit Hauptsitz in Zürich, setzt knapp 7 Milliarden Franken um und ist damit der grösste Schokoladenproduzent der Welt. Dass er bei den Konsumenten nicht bekannt ist, hat einen Grund: Sein Name ist in den Regalen der Supermärkte nicht zu finden. Barry Callebaut beschafft und verarbeitet Kakaobohnen, entwickelt Füllungen und Mischungen. Die Firma beliefert damit grosse Food-Konzerne wie Unilever, Nestlé oder Mondelēz. Diese verwenden dann die Schoggimasse für ihre Markenprodukte.

Diese Food-Riesen sind darauf erpicht, rechtzeitig auf gesellschaftliche Trends zu reagieren. «Das spüren wir natürlich», sagt Barry-Callebaut-CEO Antoine de Saint-Affrique im Gespräch mit dieser Zeitung. So will ein grosser Teil der Kundschaft auch beim Schlemmen von Schokolade ein gutes Gewissen haben.

Dieses Jahr hat die Zürcher Firma, deren Mehrheitsaktionär die Familie Jacobs ist, mit dem britisch-holländischen Food-Multi Unilever eine vegane «Magnum» lanciert. Die normalerweise mit Milchschokolade umhüllte Rahmglace wurde vorerst nur in Schweden, England und Finnland lanciert. Ob sie bald auch in der Schweiz erhältlich sein wird, verrät Unilever auf Nachfrage nicht.

30 Prozent weniger Zucker
Auch vegane, gluten- und ölfreie Biscuits der Marke «Oreo» hat Barry Callebaut zuletzt kreiert. «Oreo» gehört zum US-Konzern Mondelēz. Und in Zusammenarbeit mit der britischen Traditionsfirma Cadbury entwickelte Barry Callebaut eine Milchschokolade mit 30 Prozent weniger Zucker. Die grosse Herausforderung sei bei all diesen Innovationen, so de Saint-Affrique, dass das klassische Schoggi-Geschmackserlebnis gleich bleibe.

Der Schokoladenhersteller Lindt gibt sich bezüglich der veganen Kundennachfrage zurückhaltender. Der Hersteller der Lindor-Kugeln setzt eher auf Tafeln mit hohem Kakaoanteil zwischen 70 und 99 Prozent, die für eine vegane Lebensweise geeignet seien, wie ein Firmensprecher sagt.

Gleichzeitig trage man mit diesen besonders dunklen Schokoladen auch dem Weniger-Zucker-Trend Rechnung. Deshalb sei Lindt daran, das entsprechende «Excellence»-Sortiment auszuweiten. Nichtsdestotrotz testet Lindt derzeit im hauseigenen Shop am Hauptsitz in Kilchberg ZH auch den Verkauf von zwei Tafeln ohne Zuckerzusatz.

Kooperation mit Nestlés Kitkat
Zufrieden zeigt sich Barry-Callebaut-Chef de Saint-Affrique ausserdem mit der neuartigen Ruby-Schokolade mit pinker Farbe und beerig-fruchtigem Geschmack. Nestlé hat die Eigenkreation von Barry Callebaut für seine Kitkat-Schokolade verwendet. Weitere Abnehmer seien bereits gefunden, sagt Saint-Affrique, so auch in der Gastronomie, wo Barry Callebaut Confiseure beliefert. Der Vorteil: Mit solchen Innovationen können die Zürcher ihre Marge steigern.

Im Geschäftsjahr 2017/18, das Barry Callebaut Ende August abschloss, erzielte der Konzern ein Rekordergebnis, wie Saint-Affrique gestern an der Jahrespressekonferenz vermeldete. Der Konzern verkaufte so viele Kakao- und Schokoladeprodukte wie noch nie. Es sei ein «fantastisches Jahr» gewesen. Der Absatz stieg um rund 6 Prozent auf erstmals über 2 Millionen Tonnen. Den Reingewinn steigerte Barry Callebaut auf 357,4 Millionen Franken – 27 Prozent mehr als im Vorjahr, was allerdings auch mit einer Anpassung der Zahlen 2017 zu tun hat.

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