Eröffnung der Bergstrasse K324: Gut Ding will Weile haben

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Altgemeindeammann Stephan Müller (l.) und Gemeindeammann Patric Jakob trennen gemeinsam das Band zur erfolgreichen Strassensanierung durch. (Bilder: ALFRED WEIGEL)
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Zur Einweihung gab es einen Fussmarsch über die 2,2 km lange Strasse.
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Mit Apéro und Fondue wurde die Einweihung der Bergstrasse gefeiert.

Eine spezielle Feier haben sich die Wiliberger zur Wiedereröffnung ihrer 2,2 Kilometer langen Bergstrasse ausgedacht. Bei Nacht und Nebel traf sich die Bevölkerung und viele an der Sanierung der Strasse Beteiligte zur stilvollen Einweihung. Altgemeindeammann Stephan Müller und der amtierende Ammann Patric Jakob schnitten gemeinsam ein Band durch. Vertreter des Kantons nahmen nicht teil.

Rund zwanzig Minuten dauerte der anschliessende Fussmarsch der erstaunlich grossen Gruppe über das 2,2 Kilometer lange Strassenstück, bestehend aus Gemeinde- und Kantonsstrasse. Die Fertigstellung der Sanierung dauerte bekanntlich etwas länger ...

Angefangen hat es mit Bittschriften an den Kanton, die 1917 – also vor mehr als 100 Jahren – endlich erhört wurden. Im Mai 1919 entschied der Bundesrat über die Kostenbeteiligung. Zwischen Herbst 1919 und Frühjahr 1920 wurde dann eine Mergelstrasse erstellt, deren Linienführung nach kantonalen Vorgaben eine maximale Steigung von 7 Prozent hatte und möglichst viele Höfe erschloss. Von den Gesamtkosten über 91000 Franken entfielen auf die Gemeinde Wiliberg 11000.

In den Jahren 1965 bis 1967 wurde die Strasse nach einem in der Schweiz zum ersten Mal angewendeten Verfahren staubfrei gemacht, wie Informationen von Dorfhistoriker René Rindlisbacher zeigen. Im Sommer 2007 bat der Gemeinderat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) eine Fahrbahnverbreiterung zu prüfen. Die Anfrage hatte das Projekt zur Erneuerung des Fahrbahnbelags mit Belagsverstärkung und örtlicher Verbreiterung der Kantonsstrasse K324 zur Folge.

Aufgrund geologischer Untersuchungen verzögerte sich das Strassenbauvorhaben um vier Jahre. Die Kosten wurden mit 4,7 Millionen Franken beziffert, für die Strasse innerorts übernahm Wiliberg 35 Prozent. Der Souverän genehmigte an der Wintergemeindeversammlung 2011 dafür 77000 Franken. Mit zwei Ausnahmen sollte die Strasse durchgehend auf 4,5 Meter verbreitert werden. Land von 18 Parzellen mit total 1867 Quadratmetern war zu erwerben. Am 8. September 2014 fuhren die ersten Baumaschinen vor. In den Jahren 2015 und 2016 erfolgte die Vernagelung, Bankettsicherung und Belagssanierung in drei Etappen von der Abzweigung Moosersagi bis Abzweigung Sonnenrain.

Bauzeit dauerte fünf Jahre
Ab Frühjahr 2017 wurden dieselben Arbeitsschritte plus das Verlegen der Wasserleitung auf dem restlichen Stück bis zum Schulhaus in Angriff genommen. Den letzten Teil des Deckbelags erhielt die Bergstrasse Mitte Oktober. Insgesamt dauerte das Projekt von der Kontaktaufnahme mit dem Kanton bis zur Fertigstellung über zwölf Jahre, die Planung davon sieben. Der Bau erfolgte ausschliesslich in den Sommermonaten. Das erklärt die fünfjährige Bauzeit. «Die Einschränkungen für die Wiliberger haben sich gelohnt, verfügen wir doch jetzt über eine breitere und sicherere Strasse», bilanzierte Gemeindeammann Patric Jakob vor dem Apéro.

Die Kosten für Fondue im Kessel über offenem Feuer auf der Terrasse des Restaurant Moosersagi übernahmen zum grossen Teil der Kanton, die Baufirma Kibag sowie das Planungs und Projektierungsunternehmen Porta AG. Als abschliessender Schritt erfolgt die technische Abnahme der Bergstrasse am 30. November.

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