Muss im Wohnzimmer zwingend ein Sofa stehen? Sieben Mythen rund ums Wohnen

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Bild: iStock.com

Mythos Nr. 1: Eine Lichtquelle pro Raum reicht aus

Irrtum. Sicher, in sehr kleinen, vor allem praktisch genutzten Räumen wie etwa einer Abstellkammer genügt eine einzige Leuchte. Immerhin ist das Hauptziel etwas zu sehen. Wenn Sie jedoch einen Raum stimmungsvoll ausleuchten wollen, benötigen Sie zwangsläufig mehrere Lichtquellen.

Diverse Lichtquellen, geschickt platziert und kombiniert, verhindern Schattenwurf und lassen Ihren Raum grösser erscheinen. Angestrahlte Decken wirken höher als sie sind und angeleuchtete Wände rücken weiter auseinander.

Kombinieren Sie Leuchten mit unterschiedlichen Lichtstärken und -farben, indem Sie ihr Wohnzimmer beispielsweise mit einer dimmbaren Stehleuchte, einer biegbaren Leseleuchte an der Chaiselongue, einer Tischlampe auf dem Arbeitspult und einem indirekten Licht beim Bücherregal ausstatten. Ein Lichtkonzept bringt Wohnlichkeit in Ihre vier Wände.

Übrigens: Auch moderne LED- und Niedervolt-Halogenlampen eignen sich für eine stimmungsvolle Beleuchtung. Gaben sie früher nur sehr helles und kaltes Licht ab, gibt es heutzutage auch Varianten, die warm-weisses Licht verbreiten.

Mythos Nr. 2: Dunkle Wände lassen Räume kleiner wirken

Einer der wohl bekanntesten Vorurteile in Sachen Einrichtung. Stimmt aber nicht, im Gegenteil: Eine oder zwei dunkle Wände lassen die Konturen eines Raumes verschwinden und ihn dadurch sogar grösser wirken. Ein ganz besonderer Trick für kleine Räume: Streichen Sie die Wand im gleichen Farbton wie das Möbel, das davorsteht. So rückt dieses in den Hintergrund und nimmt optisch weniger Platz ein.

Auch Weiss vor Weiss macht Räume grösser. Doch sobald alles weiss ist, wird der Blick ruhelos, findet keinen Halt mehr. Der Raum wirkt unstrukturiert. Seien Sie mutig und streichen Sie zumindest eine Wand oder eine Nische farbig. Alternativ können Sie auch eine farbige Tapete nutzen.

Mythos Nr. 3: Nur leere Wände sind schön

Leere Wände in Kombination mit niedrigen Möbeln lassen Räume höher erscheinen – aber auch langweilig. Hängen Sie selbst in kleinen Räumen Bilder oder Fotografien an die Wände. Am besten wählen Sie dabei monochrome Kunstwerke oder solche mit viel Weiss, damit sie nicht erdrückend wirken.

Auch Leisten mit hübsch arrangierten Kerzen, Vasen oder anderen Wohnaccessoires machen eine Wand attraktiv. Wer mehr Stauraum benötigt, kann auch auf Hängeregale zurückgreifen und diese locker über die Wand verteilen. Versuchen Sie dabei, die Fläche optimal auszunutzen. Damit ein offenes Regal nicht unordentlich aussieht, arrangieren Sie Ihre Bücher, Zeitschriften oder Accessoires grüppchenweise und sammeln Sie kleinteilige Utensilien in hübschen Schachteln oder Dosen, die am besten ähnliche Formen, Farben und Muster haben.

Mythos Nr. 4: Mehr Platz bedeutet mehr Lebensqualität

Diese Binsenweisheit stimmt nur sehr bedingt. Denn oft führt mehr Stauraum dazu, dass sich mehr Dinge ansammeln. Umgekehrt heisst das: Wer auf kleinem Raum wohnt, überlegt sich gut, was er wirklich braucht und trennt sich einfacher von überflüssigem Schnickschnack. Das kann äusserst erleichternd sein.

Wer wenig Platz zur Verfügung hat, sollte diesen mit besonders viel Liebe gestalten. Investieren Sie in ein ganz besonderes Möbelstück oder gönnen Sie sich ein Luxus-Bad, das Ihr Badezimmer ideal ausfüllt. Wie heisst es so schön? Klein aber oho.

Mythos Nr. 5: Ein Sofa im Wohnzimmer ist ein Muss

Weshalb? Klar, wenn Sie es oft nutzen, ist ein Sofa wunderbar und nahezu unverzichtbar. Aber wenn nicht, dann ist es schlichtweg verschenkter Platz. Verzichten Sie dann lieber darauf und ersetzen Sie das Sofa durch kleinere Sitzmöbel wie einen Sessel, einen Pouf und stellen einen Couchtisch dazu.

Ob mit Sofa oder ohne: Schaffen Sie sich eine gemütliche Insel rund um Ihren „Lagerfeuer“-Couchtisch. Das wirkt einerseits harmonisch, ist andererseits aber auch der Kommunikation zuträglich. Eine Stehleuchte und ein Teppich runden das Arrangement ab. Sollten überraschend mehrere Gäste zu Besuch kommen, können Sie das lockere Ensemble einfach durch zusätzliche Sitzmöglichkeiten ergänzen.

Wichtig: Machen Sie sich vor dem Einrichten Ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse bewusst und lösen Sie sich von der klassischen Raumaufteilung und angeblichen Must-Haves beim Einrichten. Familien, in denen die Küche oder das Esszimmer der Lebensmittelpunkt ist, sollten mehr Wert auf die Ausstattung dieses Raumes legen. Im Wohnzimmer reichen dann oft ein paar bequeme Stühle.

Mythos Nr. 6: Vorhänge sind spiessig

Ach was! Moderne Materialien haben Vorhänge längst wieder salonfähig gemacht. Und sie sind wahre Alleskönner: Sie lassen jeden Raum wohnlich werden, dämpfen den Schall, schützen im Winter vor Luftzug und im Sommer vor Hitze, dienen als Sichtschutz vor neugierigen Blicken und können sogar helfen, einen Raum höher wirken zu lassen, als er tatsächlich ist.

Fragen Sie sich im Vorfeld nach dem Zweck, den Ihr Vorhang erfüllen soll. Soll er in erster Linie dekorativ sein, genügt ein leichter lichtdurchlässiger Stoff. Soll er hingegen schalldämpfend oder verdunkelnd sein, sollten Sie ein dickeres, engmaschig gewebtes Modell aus Baumwolle oder Leinen wählen. Solche Vorhänge wirken gerade in puristisch eingerichteten Räumen zusätzlich wie ein Weichzeichner.

Soll der Vorhang ein farbiger Blickfang sein oder sich dezent in den Raum integrieren und die harmonische und ruhige Atmosphäre betonen? Beantworten Sie sich in Ruhe alle Fragen, bevor Sie eine Wahl treffen. Denn Vorhänge können schnell eine grössere Investition sein.

Mythos Nr. 7: Am Besten alles aus einem Guss

Wie schade! Sind es doch gerade die Kombinationen von Alt und Neu, Rau und Glatt, Hell und Dunkel, die einen Raum lebendig machen.

Natürlich sollte ein Raum kein willkürlich zusammengewürfeltes Ensemble von Möbelstücken und Accessoires sein. Eine farbliche Linie tut jedem Raum gut, verleiht ihm Ruhe und Harmonie. Aber wer es übertreibt, läuft Gefahr, ein langweiliges und unpersönliches Zuhause zu kreieren.

Auch wenn Sie es schlicht und farblich abgestimmt mögen: Trauen Sie sich, einem besonderen Möbelstück das Zepter zu überlassen. Ein farblich oder stilistisch aus dem Rahmen fallender Solist – etwa eine dunkle antike Kommode, umgeben von hellen modernen Möbeln – verleiht einem Raum das gewisse Etwas.

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