Ortsplanungsrevision: Die Gemeinde definiert sich neu

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Roger Michelon vom Planungsbüro «Planteam» gibt in Dagmersellen Auskunft zur geplanten Gesamtrevision der Ortsplanung. Ronnie Zumbühl

Dagmersellen soll dichter werden. Nach einem Siedlungsleitbild, das die Gemeinde letztes Jahr erstellt hat, läuft nun das Mitwirkungsverfahren für die Gesamtrevision der Ortsplanung. Am Montagabend führte der Gemeinderat eine Informationsveranstaltung durch. Die rund fünfzig Gäste liessen sich aus erster Hand von Gemeindepräsident Philipp Bucher, von Ortsplanungskommissionspräsident Josef Wanner und von zwei Experten des Planungsbüros «Planteam» in Kenntnis setzen.

Bucher verschaffte zuerst einen Überblick: Aufgrund des 2014 revidierten Bundesgesetzes über die Raumplanung müssen die Kantone der Zersiedelung ihrer Gemeinden entgegenwirken. Der Kanton Luzern erstellte anschliessend einen kantonalen Richtplan. Gemäss diesem können Dagmersellen und die beiden Ortsteile Uffikon und Buchs das Bevölkerungswachstum durch Bauland und Nachverdichtung bestehender Bauten abfedern. Dagmersellen sei eine Kompensationsgemeinde, sagt Bucher. Sie ist deshalb nicht gezwungen, Grundstücke auszuzonen. Neueinzonungen müssten durch Aus- oder Umzonungen kompensiert werden.

Neue Überbauungsziffer
Details zur Gesamtrevision der Ortsplanung erklärten Roger Michelon und Mirco Derrer vom Planungsteam. Sie entwickelten zusammen mit dem Gemeinderat die neuen Ortspläne. Um es vorwegzunehmen: grosse Änderungen gibts nicht. Im Siedlungsbild heisst es dazu: Der Gemeinderat unterbreite der Bevölkerung eine Planung, die sich stark am bisher Bewährten orientiere, punktuell Verdichtungen vorsehe und die vielfältigen Qualitäten in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Landschaft respektiere. Allgemein ist es in der Gemeinde mit den beiden Ortsteilen künftig möglich und nötig, voluminöser zu bauen. Vor allem die Überbauungsziffer, die die Ausnützungsziffer ablöst, soll grösser werden. Das heisst, die Gebäudefläche kann im Verhältnis zur Grundstückfläche grösser werden. Höhere Gebäude sind mit dem neuen Ortsplan hingegen nur an einem Ort möglich: an der obersten Häuserzeile des Kreuzbergs. Bei der neuen Ortsplanung will man ferner auf die Festlegung von Geschosszahlen verzichten. Statt Geschosszahlen sollen die Maximalhöhen und die Zahl der Wohnungen festgelegt werden. «Das schafft bei gleichen Höhen wie bisher neue Freiheiten in der Anordnung der Geschosse», sagt Kultur-Ingenieur Roger Michelon.

Neue Zonen
Wie hoch und welche Freiheiten man genau hat, regeln die verschiedenen Zonen in der Ortsplanung. Dabei gibt es auch hier nur wenige Änderungen. Die Altishoferstrasse wird beispielsweise von einer gemischten Wohn- und Arbeitszone zur Dorfkernzone A. Dort sind zwar nach wie vor Geschäfts- und Gewerbebetriebe zulässig. In der Zone sollen aber Neu- und Umbauten besonders gut eingegliedert werden. Die Entwicklung erfolge besonders sorgfältig. Dazu würden qualitätssichernde Verfahren durchgeführt. Neu ist auch eine sogenannte Zentrumszone rund um den Rösslikreisel in Dagmersellen. In der Ortsplanung gibt es zudem zwei Spezialfälle. Erstens die Deponie Hächlerenfeld in Buchs. Über die Umzonung wird die Gemeindeversammlung am 12. Dezember befinden. Das andere Gebiet ist die Liegenschaft Stängelfeld, wo der Plattenverband ein Ausbildungszentrum betreibt. Dieses Grundstück soll einer Wohn- und Arbeitszone überführt und vorgezogen werden. Über die Gesamtrevision der Ortsplanung befindet die Gemeindeversammlung voraussichtlich erst 2020. Vorher, zirka im Herbst nächsten Jahres, wird es eine öffentliche Auflage geben.

Die Änderungspläne und weitere Unterlagen liegen auf der Gemeindekanzlei auf und sind online auf der Webseite Dagmersellens aufgeschaltet. Fragestunden zur Ortsplanung organisiert der Gemeinderat nächsten Montag, 19. November, und Dienstag, 27. November, im Foyer des Gemeindehauses Dagmersellen. Für diese Anlässe sind keine Anmeldungen erforderlich.

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