Herzerwärmender Hörgenuss im Gesang

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Ein Hörgenuss besonderer Art war das Konzert des Männerchores Brittnau und des azb-Chores Strengelbach in der Kirche mit traditionellem und aktuellem Liedgut. KBB

«„Hier darf ich Mensch sein, hier darf ich’s sein“ », zitierte die Einladung zum Konzert in der Brittnauer Kirche eine Aussage von Johann Wolfgang von Goethe. Angesprochen sei damit auch das, was wir als Heimat empfinden. Dieses Daheimsein war das gefühlte Erlebnis in den vorgetragenen Liedern. Ernst Lüthi, der durch das Programm führte, fügte noch hinzu: «Wo bin ich mehr Mensch als beim Singen?» und traf damit den Nagel, welcher die Melodien an das Herz heftet, auf den Kopf. Es waren altvertraute, immer wieder gerne gehörte Titel, aufgefrischt durch einige populäre Evergreens neueren Datums.

Weg mit den Grillen und Sorgen
Das Rezept dazu lautete: «Alls was bruuchsch uf der Wält, das isch Liebi!» Vor allem der azb-Chor gab mit Leib und Seele seinem Glauben daran begeistert Ausdruck, kraftvoll unterstützt vom Männerchor Brittnau und auf dem Klavier begleitet von Dirigent Stephan Nützi.

Grillen und Sorgen mussten danach auch dem Wohlgefühl ausbreitenden Block aus Heimatliedern weichen. Da fühlte sich nicht nur der Männerchor zu Hause, der seit April 2018 unter der Leitung von Regula Zimmerli steht, sondern auch das Publikum wurde von heimatlichen Gefühlen befallen. Einer, der solche wecken konnte, war der Aargauer Komponist Ernst Broechin. Von ihm war zu Beginn «Heimat» zu hören, das ein stilles Dörflein am grünen Hügel besingt, was ja gut zu Brittnau passt, wenn nicht gerade Fasnacht herrscht. Nochmals von einem stillen Dörflein, diesmal im grünen Tal, spricht Hans Ackermann in «Mein Dörflein», diesmal mit einem schwungvollen Dreivierteltakt versehen.

Mit «dong, dong, dong» leitete der Männerchor das «Ave Maria der Berge» (Otto Groll) ein. Auf das Signal «Ja höret» glänzten Sacha Barbarino und Marco Lerch mit Soloeinlagen, was dem Publikum spontane «Bravo» entlockte. Mit «Du frogsch mi wär i bi», eines der schönsten und unvergänglichsten Schweizer Volkslieder, schloss der Männerchor seine Heimatreise ab und zeigte damit, dass er auch anspruchsvolle Stimmführungen makellos beherrscht.

Nun hob auch der azb-Chor zu einer musikalischen Schweizerreise ab, in drei Landessprachen und ohne Noten, geleitet vom sicht- und hörbaren Drang, das Beste zu geben und Freude am Singen zu zeigen. Es war ein Streifzug zum Schacher-Seppli, den zwöi Liebe im Aargäu, vo Luzern gege Weggis zue, is luschtige Berner Oberland, zum luege vo de Berge is Tal, zum Besuch vom Vieux Chalet und öffnete den Zugang in das Tessin mit «Aprite le porte».

Nun stellte sich der Männerchor als Chamäleon im Chorgesang vor. Das begann mit «Freude am Leben» (Otto Groll), wo sich rasend schnelle Passagen mit lyrischen Partien abwechseln, er schwärmte in den höchsten Tönen und reinsten Akkorden in «Lueg emol so nes schöns Panorama» (ChueLee), liess mit hörbarem Vergnügen den «Siloballe-Blues» schwingen (Dölf Mettler) und empörte sich analog Polo Hofer heftig über «Bin i gopfriedstutz en Kiosk; oder bin ich öppe-n-e Bank; oder gsehn i us wie-n-es Hotel oder wie-n-e Kasseschrank?» und wurde dabei mit lautem Jubel vom Publikum unterstützt, worin auch die Klavierbegleitung von Stephan Nützi eingeschlossen war. Dieser machte nun mit dem azb-Chor wieder einen Schwenk in die gemütliche Zeit, wo noch das Guggerzytli (Paul Weber) verkündete, welche Stunde geschlagen hat.

Sicher in Ton und Takt
Der azb-Chor hatte von Anfang an durch sein freudiges und frisches Singen die Sympathie des Publikums errungen. Den absoluten Höhepunkt erreichte er mit «Gemsjäger» (Ruedi Rymann), wo Heinz Fischler den Solopart übernahm und ihn bescheiden im Auftritt, aber sicher in Ton und Takt mit sonorer Stimme ausschmückte. Er wurde mit «da capo» belohnt. Wenn dieser Hörgenuss einer Klassierung bedarf, so geschah dies im abschliessenden, gemeinsam vorgetragenen «So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergehn». Das war aber noch nicht alles. Dem Hörgenuss folgten noch kulinarische Köstlichkeiten der Trachtengruppe im Kirchgemeindehaus.

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