Der Jodlerklub Kölliken überraschte mit originellen Gästen und Solonummern

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Der Jodlerklub Kölliken auf der Bühne der Turnhalle Schlossrued. (Bilder: st.)
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Die Kinder stammen aus dem Wiggertal und haben sich zum Kinderjodlerchörli Vordemwald angeschlossen, Leitung Evi Graber und Helene Wagner.

Herbstlich-volkstümlich war die Dekoration in der voll besetzten Schlossrueder Turnhalle anlässlich des Jahreskonzertes des Jodlerklubs Kölliken. Die Dekorationverantwortlichen brachten die Spätherbst-Symbolik  fühlbar auf die Bühne, mit Ernteerzeugnissen, Blumen, Herbstlaub und riesigen Korbflaschen – ob gefüllt oder nicht, bleibt ein Rätsel. Bereits fünf Minuten vor dem offiziellen Beginn begrüssten die Goudbach-Giele aus Romoos die Gäste. Seit zehn Jahren musizieren Marcel Zemp und die beiden Brüder Koni und Dominik Roos gemeinsam, und sie bieten beschwingte, volkstümliche Unterhaltung – ausgezeichnet passend zu einem Jodlerabend im Ruedertal.

Ein bunter Strauss an Jodelliedern
Der Jodlerklub Kölliken – er steht seit Jahren unter der souveränen Leitung von Martin Flury – hat sich stimmlich sehr gut auf den Abend vorbereitet. Eröffneten wurde der Liederteil mit «Chum zu mir» von Franz Stadelmann. Das zweite Stück, der «Martinsjodel», ist für den Klub etwas Besonderes. Er wurde komponiert vom eigenen Dirigenten und war am zentralschweizerischen Jodlerfest in Schötz sehr erfolgreich. Nach einem lustigen Sketch trat der Jodlerklub vor der Pause noch einmal auf mit dem Lied «Thunersee» von Adolf Stähli.

Im zweiten Teil erklang aus den «klubeigenen» Kehlen «Bliib dir treu!», ebenfalls von Martin Flury, und «D’Sunne» von Willy Felder. Mit «Bärg-Erinnerige» von Ernst Sommer war das Klubpensum bereits erfüllt.

Jodelnde Kinder aus dem Wiggertal
Mit brausendem Applaus wurde das Kinderjodelchörli Vordemwald mit Kindern aus dem Wiggertal begrüsst. Geleitet werden sie von Evi Graber und Helene Wagner, der Solojodlerin aus den eigenen Reihen. 2014 wurde mit einigen Kindern zum ersten Mal geprobt. Inzwischen kam eine ordentliche Anzahl zusammen. Alle zwei bis drei Wochen wird geprobt, und regelmässige Auftritte sind für die Kids sehr wichtig. An den Proben und Auftritten immer mit grosser Geduld dabei ist Hans Bühler mit seinem Akkordeon.

In Schlossrued sang der etwas reduzierte Chor – in Vordemwald fand gleichzeitig der Turnerabend statt – «Läbeslauf» von Röbi Küttel und «Chumm doch i d’Bärge», ein Herbstlied von Ruedi Bieri. Als Zugabe erklang das «Frühlingskonzert». Auch im zweiten Teil traten die Kinder auf mit dem «Nidwaldner Tanzliedli» von Fritz Leuthold und «Fröi di!» von Fritz Hofer. Das «Vorewaud-Lied», die leicht abgewandelte Form eines bekannten Stückes, sangen die Kinder noch einmal aus voller Kehle, bevor sie sich zur Ruedi Bieri-Komposition «Dini Seel e chli la bambälä la» zum Männerchor gesellten.  Dann wurden die Kinder in den späten Abend entlassen – mit einem kleinen «Bhaltis».

Erfolgreiche Soli
Selbstverständlich fehlten an diesem Abend auch die Solistinnen nicht. Im ersten Teil holten sich Regula Kiechle und Helene Wagner Lorbeeren mit «Meiteli chomm!» von Robert Fellmann. Mit diesem Lied erreichten die beiden Jodlerinnen in Schötz ein «sehr gut», begleitet werden sie von Martin Flury. Es folgte «E sunnige Morge» von Ernst Sommer.

Nach der Pause erfolgte schon bald der Soloauftritt von Regula Kiechle mit dem entzückenden «Guggernäschtli» von Emil Grolimund. Auch dieses Lied sang sie in Schötz erfolgreich. Der «Fräkmündjodel» von Tony Zibung war eine ausgezeichnete Gelegenheit, dass die modulationsfähige, klare Stimme von Regula Kiechle so richtig zur Geltung gebracht werden konnte. Es folgte ein weiteres Jodellied mit ihrem Markenzeichen, einem eindringliche, weithallenden Juz am Ende. Auch die beiden anderen Solojodlerinnen, Cathérine und Helene, boten zwei Solonummern dar mit «Worum ned au du?» von Josef Lustenberger und «Mis Bärgheimetli» von Ernst Sommer. Auch sie werden begleitet von Martin Flury. Dem Wunsch des Publikums kamen die beiden nach mit «Mi Wäut».

Schliesslich erlebten die Gäste an diesem Abend eine weitere Überraschung: Helene Wagner trat mit ihrer ältesten Jodelschülerin in einem Solo auf, begleitet von Hans Bühler. Dies dürfte eine eindrückliche Demonstration dafür sein, dass die Gründung und Begleitung eines Kinderchors auch im Jodelgesang eines Tages reichlich Früchte tragen kann.

Mit dem Schluss des offiziellen Teils war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Nach der Verabschiedung der talentierten Kinder holte der Dirigent alle anwesenden Jodlerinnen und Jodler aus dem Saal auf die Bühne. Gemeinsam brachte der inzwischen riesig grosse Chor den «Steimanndli-Juiz» von André von Moos dar – und «wöu das so ärdeschön isch gsi», wurde gleich noch ein Lied drangehängt, das offenbar alle ausgezeichnet beherrschten – auswendig notabene! Die Goudbach-Giele und die Jodler sorgten weiterhin für volkstümliche Stimmung bei Speis’ und Trank und geselligem Beisammensein.

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Die jüngste Solistin des Abends wurde von Helene Wagner (li.) vorgestellt. Es ist die älteste Schülerin ihres Kinderjodlerchörlis.
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Selbst die Kleinsten sind diszipliniert dabei.
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Martin Flury (Mitte) komponiert den hier gesungenen „Martinsjodel“.
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