Elegant und rockig will Debora Hartmann die WM-Juroren überzeugen

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Mit dem Sieg bei den Schweizer Meisterschaften qualifizierte sich Debora Hartmann (rechts) mit ihrer Tanzgruppe für die WM. (Bild: zvg)

Ab nächsten Dienstag mausert sich Riesa wieder für fünf Tage zum Stepptanz-Mekka. Bereits zum 21. Mal werden in der ostdeutschen Stadt die Weltmeisterschaften ausgetragen. Auch für Debora Hartmann gehört die Reise nach Riesa beinahe schon zur Tradition. Vor fünf Jahren nahm die Wikonerin erstmals an der WM teil und wiederholte seither die Qualifikation mehrmals. «Es ist immer wieder ein grossartiges Erlebnis, an der WM dabei zu sein», freut sich Debora Hartmann. Langeweile taucht also trotz Wettkampfroutine keine auf. «Jede Teilnahme ist anders», sagt sie.

Das trifft heuer umso mehr zu, weil die 14-jährige Bezirksschülerin mit ihren vier Kolleginnen der Unterentfelder Tanzschule «House of Dance» altersbedingt erstmals in der Kategorie Junioren antreten wird. Entsprechend schwierig gestalte sich eine präzise Zielvorgabe. «Es wäre toll, möglichst weit nach vorne zu kommen und dabei viel Spass zu haben», sagt Hartmann. Ihre bisherigen Besuche in Riesa betrachtet sie als persönlichen Vorteil, kann sie sich doch dank den gemachten Erfahrungen besser auf den Auftritt vorbereiten. «Ich weiss mittlerweile, wie ein WM-Tag abläuft», so Hartmann.

Zwei- statt einmal Training
Auch in körperlicher Hinsicht ist die Luzernerin für die WM bestens gewappnet. Wie vor den Schweizer Meisterschaften, an welchen sich Debora Hartmann mit ihrer Gruppe dank des Titelgewinns das WM-Ticket gelöst hat, standen pro Woche nicht wie üblich eine, sondern zwei 90-minütige Trainingseinheiten auf dem Programm. Nebst Grundschritten und Technik wurde an diesen Abenden vor allem an der Vorführung gefeilt. «Wir haben unser Stück mehrmals getanzt und analysierten danach, was wir noch besser machen können», erzählt Hartmann. Das spielte sich jeweils vor den Augen von Mutter Sibylle ab. Die erprobte Stepptänzerin betreut die Gruppe als Trainerin und reist ebenfalls nach Riesa.

Die intensiven Übungsphasen betrachtet Debora Hartmann denn auch als Schlüssel zum Erfolg. «Es braucht ein regelmässiges Training. Man muss dranbleiben und darf nie aufgeben», sagt sie. Was danach möglich ist, bewies die junge Tänzerin bei der WM 2015: Mit ihrer damaligen Gruppe «Mignon Taps» schaffte es Hartmann bis in den Final und schliesslich auf Platz fünf.

Vieles muss stimmen
Das WM-Abenteuer beginnt für Debora Hartmann nächsten Dienstag mit einer achtstündigen Zugreise. Tags darauf steht am Nachmittag der Viertelfinal an, mit etwas Glück folgen am Donnerstag (Halbfinal) und Freitag (Final) zwei weitere Einsätze. Am Donnerstag ist zudem der Wettkampf mit dem Schweizer Stepptanz-Nationalteam geplant.

Für die WM-Darbietung haben Hartmann und ihre Kolleginnen zwei Lieder zusammengeschnitten – eines kommt fein daher, das andere härter. «Zum ersten Stück tanzen wir elegant, zum zweiten rockig», erklärt der Teenager. Mit diesem Rezept wollen sie die siebenköpfige Jury überzeugen, die ihr Augenmerk auf mehrere Punkte richtet. So werden nebst der Synchronität auch Lautstärke, Ausdruck und Kleidung bewertet. «Eine gute Stepptänzerin sollte die Schritte sauber ausführen und mit den Armen elegante Bewegungen vollführen können», sagt Debora Hartmann, die auch bei ihren eigenen Fähigkeiten noch Potenzial ausgemacht hat. «Ich könnte meine Füsse und Arme noch schneller und klarer bewegen. Und in Sachen Technik hat man nie ausgelernt», sagt sie.

Ungebrochene Faszination
Unabhängig davon, wie die WM enden wird, ist schon jetzt klar: Debora Hartmanns Faszination für den Stepptanz wird nach der kommenden Woche ungebrochen sein. «Es macht mega viel Spass. Ich kann immer etwas Neues lernen und mit meinen Kolleginnen gemeinsam Ziele erreichen», sagt Hartmann, die durch ihre Mutter und einen Workshop zum Stepptanz gefunden hat.

Welchen Weg ihre Karriere mit den mit Metallplatten versehenen Tanzschuhen nehmen soll, lässt sie offen. «Ich würde gerne weitermachen und irgendwann vom Stepptanz leben können», sagt Debora Hartmann, die ab nächstem Sommer die Kantonsschule besuchen will. «Vorerst geniesst aber meine Ausbildung Vorrang.»

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