Auch das gibt's: Diese gefährliche Kreuzung ist «zu übersichtlich» – Kanton lässt Hecke pflanzen

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Die Kreuzung in Zeiningen ist gefährlich, weil sie allzu übersichtlich ist (Screenshot Tele M1)

Es klingt im ersten Moment absurd: Eine Hecke soll die Sicht verdecken und damit dafür sorgen, dass es auf einer Kreuzung zu weniger Unfällen kommt. Genau das aber ist eine der Massnahmen, die der Kanton für die Kreuzung Juchgasse/Hauptstrasse auf der Zeiningerhöhe präsentiert.

Die Kreuzung ist schon seit längerem als Unfallschwerpunkt bekannt. Eine Auswertung von Mitteilungen der Kantonspolizei hat Anfang Jahr gezeigt, dass es auf dem Streckenabschnitt in den vergangenen drei Jahren zu mindestens fünf Unfällen mit Verletzten kam. Die Kreuzung ist auch in der Statistik des Bundesamts für Strassen (Astra) als Unfallschwerpunkt aufgelistet. Deshalb hat der Kanton im Sommer ein unabhängiges Gutachten zur Unfallverhinderung erstellen lassen – und ergreift nun Massnahmen.

Fokus auf nahe Fahrzeuge
Das Gutachten kommt demnach zum Schluss, dass «die überblickbare Strecke in Richtung Mumpf sehr gross ist». Lenker, die auf die Hauptstrasse einbiegen wollen, würden deshalb zu weit in die Ferne blicken und Fahrzeuge übersehen, die sich schon näher befinden. Hier kommt nun die Hecke ins Spiel: Sie soll nämlich die Sicht in die Ferne verhindern. «Damit fokussieren die Fahrzeuglenkenden auf den näheren Bereich der Kreuzung und übersehen die dort befindlichen Fahrzeuge nicht mehr», schreibt der Kanton. Die Hecke entlang der Juchgasse wird in den kommenden Tagen gepflanzt.

 

Bereits umgesetzt ist eine weitere Massnahme. Im Rahmen der Sanierung der Juchgasse wurde die Einmündung in die Hauptstrasse verschmälert. So soll verhindert werden, dass einbiegende und querende Fahrzeuge nebeneinander einspuren und sich gegenseitig das Sichtfeld einschränken. Zudem sollen im kommenden Frühling die Markierungen auf der Hauptstrasse angepasst werden: Die Geradeausspuren werden dabei verschmälert und der Mittelbereich breiter markiert. «Dadurch kann zukünftig ein Personenwagen in der Strassenmitte anhalten und die Strasse in zwei Etappen queren», heisst es in der Mitteilung. Der Kanton ist überzeugt, dass diese Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Das Unfallgeschehen am Ort werde allerdings weiter beobachtet.

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