«Moosputzete» zum Schutz der Natur

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Zehn Gruppen schwärmten vor wenigen Tagen kurz nach acht Uhr aus, um im Uffiker-Buchsermoos an der alljährlichen Moosputzete Hand anzulegen. zvg

In warme Kleider gehüllt, auf den Schultern Pickel, Schaufeln und Heckenscheren: Zehn Gruppen schwärmten vor wenigen Tagen kurz nach acht Uhr aus, um im Uffiker-Buchsermoos an der alljährlichen Moosputzete Hand anzulegen. Steinhaufen mussten neu geschichtet werden, damit sie dem Wiesel Schutz bieten, Weiden wurden geschnitten, damit sie den Hürnbach nicht verwachsen und das gemähte Schilf wurde zu Streuehaufen aufgetürmt, wo Ringelnattern ihre Eier ablegen können.

Diese Pflegearbeiten sind unverzichtbar und eine zentrale Säule im fragilen Gebäude der Luzerner Naturwerte, schreibt die Naturschutzorganisation BirdLife Luzern in einer Mitteilung.

Eine mehrjährige Untersuchung in Schutzgebieten von Pro Natura Luzern zeige: 84 Prozent der Libellen-, 83 Prozent der Amphibien- und 58 Prozent der Reptilienarten, die im Kanton Luzern heimisch sind, konnten in Schutzgebieten nachgewiesen werden. Durch die langjährige Pflege entstünden wahre Refugien für Tiere und Pflanzen.

Artenvielfalt steht unter Druck
Über 4000 Freiwillige beteiligen sich jährlich im Kanton Luzern an der Naturpflege. Ob in Feuchtgebieten, artenreichen Wiesen, entlang von Bächen und Teichen oder in Hecken. Die Bedrohung der farbig blühenden und herrlich duftenden Wiesen, verspielt durch die Landschaft schlängelnden Wiesenbäche oder artenreiche Strauchgruppen sei ungehalten gross, schreibt BirdLife. Immer wieder verschwänden kleine und grosse Naturperlen.

Spätherbst und Winter seien Hochsaison für Pflegeeinsätze. Die Samen hätten sich verbreitet und die Pflanzen könnten geschnitten oder gemäht werden. Viele Tiere verkröchen sich in Verstecke, wo sie nicht frieren, oder ziehen in wärmere Gegenden. Eingriffe störten in dieser Jahreszeit kaum.

1000 neue Nistkästen bis 2023
Eine Arbeit, die mit vielen Überraschungen verbunden ist und deshalb alljährlich Gross und Klein fasziniert, ist das Reinigen von Nistkästen, schreibt BirdLife weiter. Weil alte Bäume mit Baumhöhlen und Ritzen fast überall fehlten, seien die Nistkästen nicht nur für Vögel ein willkommenes Zuhause. So entdeckte das Nistkastenputz-Team an der «Moosputzete» mehrere Wespen- und Hornissennester. In einem Nistkasten hatte sich sogar eine Haselmaus eingerichtet.

2018 hängten die Sektionen von BirdLife Luzern im Rahmen des Projekts «Blühen & Zwitschern in Dorf & Stadt» im ganzen Kanton über 300 Nistkästen auf. Dem Mangel an nötigen Nistplätzen für Vögel, Insekten und anderen Baumbewohnern soll damit Abhilfe geschaffen werden. Ziel sei, in vier Jahren 1000 neue Nisthilfen aufzuhängen. (pd/blt)

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