Wendeschlaufe gesucht: Der Bus soll öfter ins Dorf fahren

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Der Gemeinderat sucht zurzeit nach einem geeigneten Standort für eine Bus-Wendeschlaufe in Altishofen. (Bild: NIKLAUS WAECHTER)

Ins Dorf Altishofen fahren zurzeit nur wenige Postautos – morgens vier und abends drei. Tagsüber gibt es im Zentrum keine Busverbindung. Gerade für Menschen, die nicht «gut zu Fuss» sind, stellt das ein Problem dar. Der Gemeinderat weibelte bei der PostAuto Schweiz AG jüngst für bessere Bus-Verbindungen, wie Stefan Meier, zuständig für Bau und Infrastruktur, an der Gemeindeversammlung am Mittwochabend kundtat. Er erhielt von der PostAuto AG die mündliche Zusage, dass mehr Bus-Verbindungen im Dorf möglich wären – sofern sich im Dorf eine bessere Wendestelle anbiete. Der Gemeinderat ist deshalb zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Ziemlich klar ist, dass eine solche Wendestelle wohl baulicher Massnahmen bedarf. Für die Umsetzung hat der Gemeinderat 600 000 Franken in der Investitionsrechnung eingestellt. Es gebe aber noch kein offizielles Projekt, so Meier. Dieses möchte er an der Gemeindeversammlung im nächsten Frühling vorstellen und damit auch die Ausgabenkompetenz einholen. Meier betonte: «Wenn wir keine Lösung finden, werden wir früher oder später vom öffentlichen Verkehr abgehängt.» Die Wendeschlaufe ist der Löwenanteil der Investitionsrechnung. Insgesamt beläuft sich diese auf 1,15 Millionen Franken.

Minus von einer halben Million

Das Altishofer Budget 2019 mit dem neuen Rechnungsmodell HRM2 schliesst mit einem Minus von einer halben Million. Dazu sagte Gemeinderat Josef Szalai, verantwortlich für die Finanzen: «Wir geben zu viel Geld aus, aber das haben wir gewusst. Das tut aber nicht so weh, denn wir haben genug Eigenkapital.» Aktuell beträgt das Eigenkapital 5,94 Millionen Franken. Die Ausgaben belaufen sich auf 10,28 Millionen Franken. Der Aufgabenbereich mit den höchsten Ausgaben ist Bildung, Sport und Kultur. Das Globalbudget weist dort ein Minus von 3,23 Millionen Franken aus. Auf der Einnahmenseite rechnet Altishofen mit einem Globalbudget von 5,75 Millionen Franken. 4,9 Millionen resultieren durch Steuereinnahmen bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 1,8 Einheiten. Die 31 Altishoferinnen und Altishofer an der Gemeindeversammlung genehmigten einstimmig das Budget und den Steuerfuss. Beim zweiten Traktandum stimmten die Anwesenden über die Zusammenlegung der Musikschulen Nebikon-Altishofen und Dagmersellen ab. Gemeinderat Simon Schwizer sagte, dass man mit der Zusammenlegung eine aktive Rolle einnehme. Der Kanton wolle künftig sowieso die Zahl der Musikschulen auf die Hälfte reduzieren. Mit der Fusion wäre die Musikschule Wiggertal-Hürntal eine der grössten im Kanton und somit auch attraktiver für Schülerinnen und Schüler sowie für Arbeitnehmer. Die beiden Musikschulen hätten zudem jetzt schon ähnliche Strukturen. Das Traktandum war unumstritten und wurde in der Folge ebenfalls einstimmig angenommen.

Anpassungen in Eigenregie

Beim dritten Traktandum stellte Gemeinderat Stefan Meier die vorgeschlagene Änderung des Kanalisationsreglements vor. Die Gemeinde plant die Betriebsgebühr zur Deckung der Kanalisationskosten von 1,05 auf 1,3 Franken pro Kubikmeter bezogenen Wassers (exkl. Mehrwertsteuer) zu erhöhen. Eine Anpassung erfolgte bereits vor zehn Jahren an der Gemeindeversammlung. Mit der Änderung des Reglements soll der Gemeinderat per sofort selbst die Kompetenz erhalten, die Gebühr anzupassen. Folglich könnte die Gemeindeversammlung künftig nur noch via Budget-Abstimmung Einfluss nehmen. Dieses Reglement werde auch nach der Fusion mit Ebersecken für den Ortsteil Altishofen Bestand haben, sagte Gemeindepräsident Urs Kaufmann. Zumindest bis die fusionierte Gemeinde ein neues Reglement ausarbeiten wird. Die Gemeindeversammlung sagte anschliessend auch zu diesem Traktandum einstimmig Ja, und somit ging auch die letzte Budget-Versammlung der fusionierenden Gemeinde Altishofen zu Ende.

Beschlüsse

Budget 2019 mit Steuerfuss von 1,8 Einheiten: einstimmig Ja

Zusammenlegung der Musikschulen Nebikon-Altishofen und Dagmersellen: einstimmig Ja

Änderung des Kanalisationsreglements: einstimmig Ja

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