Abstimmung: Pfaffnauer Pflegeheim bleibt weiterhin in St. Urban

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Das bisherige Pflegeheim Murhof in St. Urban wird rückgebaut. Daneben entsteht ein Neubau.

Die Gemeinde Pfaffnau wird ihr neues Pflegeheim in St. Urban bauen. Das hat das Stimmvolk gestern entschieden. Und zwar deutlich: 77,3 Prozent sprachen sich für den bisherigen Standort des Pflegeheims Murhof in St. Urban aus. Der «alte Murhof» wird dabei rückgebaut, daneben entsteht ein Neubau. Mit dieser Deutlichkeit hat auch der Gemeindepräsident Thomas Grüter nicht gerechnet. «Wir sind erfreut und froh, dass das Resultat so klar ist», sagt Grüter stellvertretend für den Gemeinderat und die zuständigen Arbeitsgruppen. Der Gemeinderat hat sich schon im Sommer 2017 für die Beibehaltung des Standorts ausgesprochen.

Der Gemeinderat beschäftigt sich seit Jahren mit dem in die Jahre gekommenen Pflegeheim. Arbeitsgruppen prüften Standorte und evaluierten Vor- und Nachteile. Der Gemeinderat favorisierte schliesslich den bisherigen Standort des Alters- und Pflegeheims Murhof in St. Urban. Er befand, dass die ruhige Lage des Murhofs für das Wohlbefinden der Betagten geeigneter sei als der belebte Dorfkern. Zudem sei das Bauvorhaben am bestehenden Standort einfacher zu realisieren, da das Grundstück in St. Urban bereits der Gemeinde gehöre. Für den Neubau in Pfaffnau hätte die Gemeinde zusätzlich Land erwerben müssen. Zudem wären Umzonungen nötig gewesen.

Nicht alle Einwohnerinnen und Einwohner waren mit dem Vorschlag des Gemeinderats zufrieden. Viele Pfaffnauer hätten das Pflegeheim lieber auf Pfaffnauer Boden gesehen. Zumindest wollten sie, dass das Stimmvolk das letzte Wort hat. Vor einem Jahr reichte deshalb das Initiativkomitee «Pro Standortwahl Alterszentrum Gemeinde Pfaffnau» eine Gemeindeinitiative ein. Das Komitee bevorzugte den Standort an der Dorfstrasse in Pfaffnau – auf der Parzelle zwischen der Garage Stalder und dem Atelier Büttiker. Weitere Vorschläge waren der Standort Parkweiher und das Gebiet der Müli- und Sagenmatte. Sie argumentierten beispielsweise, dass ein Neubau in Pfaffnau mit dem öffentlichen Verkehr besser erreichbar wäre.

Der Gemeindepräsident war bis zur Abstimmung ziemlich unsicher über deren Ausgang – schliesslich ist die Bevölkerungszahl von Pfaffnau mehr als doppelt so gross wie jene St. Urbans. Vor zwei Wochen lud der Gemeinderat noch einmal zu einer Orientierungsversammlung, an der die verschiedenen Varianten diskutiert wurden.

Nun geht es zur Detailplanung des Pflegeheimneubaus in Pfaffnau. «Wir wollen jetzt vorwärtsmachen. Die Erstellung des Planungskredits innert Jahresfrist sollte drinliegen», sagt Grüter. Unklar ist beispielsweise nach wie vor, wie die Trägerschaft genau aussehen wird. Das Pflegeheim mit 58 möglichen Pflegeplätzen soll aber in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Die Investitionskosten von 22,5 Millionen Franken sollen folglich nicht die Gemeindekasse belasten. Der Neubau im Dorfkern von Pfaffnau wäre 2,7 Millionen Franken teurer gekommen.

Aber auch in Pfaffnau will der Gemeinderat nicht untätig bleiben: Dort geht es mit der Planung des Dorfkerns, um betreute Wohnungen und um einen potenziellen Neubau des Gemeindehauses. Dieses sei stark renovationsbedürftig, ein Umbau käme entsprechend teuer. Zurzeit klärt der Gemeinderat die Kosten für einen Neubau ab.

Weiter wählten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde ein Ersatzmitglied für die Rechnungskommission – oder eben nicht:Das Absolute Mehr von 103 Stimmen erreichte niemand. Der zweite Wahlgang findet am 6. Januar 2019 statt.

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