Villmergen; Neue Brauerei und Wirtshaus der Erusbach & Paul AG bald fertig

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Braumeister Otto Sorg im neuen Brauhaus, das bereits vor drei Wochen in Betrieb genommen werden konnte. © Toni Widmer
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Im «Wirtshaus zur Brauerei» wird wie fast überall im neuen Gebäude noch fleissig gearbeitet. © Toni Widmer

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann es für die Erusbach & Paul AG in Villmergen wohl kaum geben: Am 21. Dezember können sie das neue, fertige Brauereigebäude am Mattenweg übernehmen. «Die Freude ist natürlich riesig», sagt Braumeister und Firmen-Mitgründer Otto Sorg. Mitte Januar werde dann auch das neue Wirtshaus zur Brauerei eröffnet und dann gehe es am neuen Standort erst richtig los.

Bier wird in Villmergen seit mittlerweile 18 Jahren gebrau. Aus den Anfängen der Brauerei Sorg & Schädeli ist 2004 die Erusbacher & Paul AG entstanden. Der Absatzschwerpunkt liegt in den Kantonen Zürich und Aargau, aber auch in Städten wie Bern und Genf ist die Nachfrage nach dem Villmerger Gerstensaft steigend.

9,5 Mio. Franken investiert

Mit der Investition von rund 9,5 Mio. Franken in eine neue Brauerei mit angegliederter Wirtschaft und Biergarten kann das Unternehmen nicht nur seine Produktion massiv steigern und die Betriebsabläufe verbessern. Der Brauerei, die jährlich gegen 6000 Hektoliter Bier produziert und auch im laufenden Jahr mit einer Wachstumsrate «im unteren zweistelligen Bereich» rechnet, eröffnen sich völlig neue Perspektiven. «Künftig können wir nicht nur Führungen anbieten und zeigen, wie wir unser Bier brauen. Man kann es in der neuen Wirtschaft oder im Biergarten auch gleich im Offenausschank probieren», erklärten die Brauer bei der Projektvorstellung im Februar 2017.

Umgesetzt worden ist das Vorhaben in Rekordzeit. Am 25. Oktober 2017 wurde zum Spatenstich geladen, 13 Monate später hat man das erweiterte Sudwerk am neuen Standort in Betrieb genommen. «Vor fünf Wochen haben wir in der ehemaligen Färberei Stäger zum letzten Mal gebraut. Dann wurden die Anlagen abmontiert, am neuen Ort wieder aufgebaut und ergänzt. Vor drei Wochen konnten wir hier mit Brauen beginnen. Es war eine Stabsübung, die uns und alle beteiligten Handwerker bis zum Äussersten gefordert und verschiedene Wochenendeinsätze nötig gemacht hat», blickt Sorg zurück.

Endspurt im Gang

Es ist noch nicht weniger hektisch in der neuen Brauerei. Zwar wird schon Bier gebraut und auch die Gär- und Lagertanks sind schon montiert. Die Abfüllanlage steht allerdings noch nicht. «Wir haben heute am alten Standort die letzten Flaschen abgefüllt und dann sofort mit der Demontage begonnen. In den nächsten Tagen wird die Abfüllanlage am neuen Standort eingerichtet und mit den neuen Teilen ergänzt, die soeben mit zwei Lastwagen angeliefert worden sind», erklärte Otto Sorg am vergangenen Freitag. In zwei Wochen müsse die neue Abfüllanlage laufen, dann sei der Biervorrat aufgebraucht.

Bis die Brauerei in drei Wochen den Bauherren übergeben werden kann, ist noch ein grosser Effort nötig: «Zurzeit sind täglich 30 bis 40 Handwerker im Haus, die überall im Endspurt sind», sagt Sorg. Das Gebäude stehe und das Sudhaus auch, aber noch müssten die Elektro- und Sanitärinstallationen fertiggestellt werden, die Bodenbeläge, und auch verschiedene Malerarbeiten seien noch zu erledigen. «Es werden noch einmal hektische Wochen, aber ich bin überzeugt, dass wir auch das schaffen, wie wir in den letzten Monaten viel geschafft haben, was eigentlich gar nicht oder kaum möglich gewesen ist», schmunzelt Sorg.

Alt und neu kombiniert

Am alten Standort waren zwar der Platz beschränkt und die Arbeitsabläufe teilweise abenteuerlich. In die technischen Anlagen hat das Unternehmen in der Vergangenheit aber laufend investiert. So konnten diese denn auch zu einem grossen Teil am neuen Ort wieder eingesetzt werden: «Wir haben alte und neue Anlagen kombiniert und verfügen jetzt über eine moderne Brauerei mit grosszügig dimensionierten Räumlichkeiten, die einen effizienten Betriebsablauf ermöglichen», sagt Otto Sorg. Künftig könnten pro Tag vier statt wie bisher zwei Sude gebraut werden, das neue Kochsystem für das Aufbereiten der Würze sei deutlich energieeffizienter und die neue, teilautomatisierte Steuerung erspare viel Arbeit. «Wir sind bei gleichem Personalbestand künftig in jeder Beziehung deutlich leistungsfähiger», hält Sorg fest.

Wirtschaft als Highlight

Das ganz grosse Highlight für die Brauer ist das neue Restaurant. Otto Sorg will dazu noch nicht allzu viel sagen. «Es wird ein supergeiles Wirtshaus mit supercoolem Bier und dem besten Essen weit und breit. Alles Weitere an der Eröffnung», sagt er mit leuchtenden Augen. Mit dem «Wirtshaus zur Brauerei» steigt auch der Personalbestand des Unternehmens. Zu den 7 Mitarbeitenden in der Produktion kommen – inklusive Aushilfen – neu rund 10 Mitarbeitende im Gastrobereich.

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