Franke zahlt der Gemeinde Oftringen das Trottoir der Floragut-Strasse

Franke_Oftringen.jpg
Der Bachweg wird zum Veloweg, entlang der Floragut-Strasse gibt es ein Trottoir. swisstopo

Entlang der Floragut-Strasse soll ein Trottoir realisiert werden. Bereits im November vor zwei Jahren war dieses Thema der Gemeindeversammlung – das Projekt wurde aber zurückgewiesen. Nun steht das Projekt an der Gemeindeversammlung vom 29. November (19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle) wieder zur Diskussion. Vor zwei Jahren waren die Stimmbürger der Meinung, dass die Artemis Immobilien AG, das Unternehmen ist Teil der Franke-Gruppe, mit 210 000 Franken zu wenig an die Erschliessungskosten zahlt. Artemis ist Bauherrin der an der Floragut-Strasse liegenden Wohnüberbauung im Gebiet Eichmatt.

Trottoir gegen Veloweg

Im Februar 2017, drei Monate nach der Ablehnung des Projektes durch die Stimmbürger, pochte die Artemis auf die Realisierung des Trottoirs und bot an, die Kosten zinslos vorzuschiessen. Der Gemeinderat Oftringen nahm Verhandlungen auf – als Ergebnis schiesst Artemis nicht nur die Kosten des Trottoirs vor, sie verzichtet auch auf die Rückerstattung. Im Gegenzug muss die Gemeinde Oftringen auf eigene Kosten eine Fuss- und Velowegverbindung entlang des Bachweges realisieren. Das dafür nötige Land stellt die Franke Holding AG kostenlos zur Verfügung. Die voraussichtlichen Erschliessungskosten für die Floragut-Strasse betragen brutto 1,168 Millionen Franken. 30 Tage nachdem die Gemeindeversammlung den Kredit bewilligt hat, wird Artemis das Geld im Sinne einer Pauschalabgeltung überweisen.

Der Bau des Trottoirs entlang der Floragut-Strasse erfolgt in drei Etappen. Die erste, rund 150 Meter lange Etappe zwischen Baslerstrasse und Querstrasse Floragut soll im nächsten Jahr realisiert werden. Die nächsten beiden Etappen (Querstrasse Floragut bis Eichmattstrasse bzw. Eichmattstrasse bis Brücke Dorfbach) werden bis 2020 umgesetzt. Der für die erste Etappe benötigte Landerwerb wird solidarisch auf beide Strassenseiten verteilt. Gleichzeitig zum Trottoirbau ersetzt die EW Oftringen AG in allen drei Bauetappen die Strassenbeleuchtung mit moderner LED-Technologie. In den ersten beiden Etappen werden zusätzlich die Wasserleitungen ersetzt und vergrössert sowie die Hydranten erneuert.

810 000 Franken für Veloweg

Der Ausbau des Bachwegs zu einem Rad- und Gehweg kostet 810 000 Franken. Heute ist der Weg teilweise nur 1,2 Meter breit und auf der Südseite befindet sich ein Zaun, der den Weg vom Gelände der Franke Holding AG abtrennt. Über diesen Weg soll der Bahnhof Aarburg-Oftringen vom Gebiet Dorf/Wolfbach/Schwarzhaar her besser erschlossen werden.

Neu wird der Bachweg durchgehend 3,5 Meter breit. Gleichzeitig mit dem Ausbau des Wegs erneuert die Gemeinde auch die Wasserleitung aus dem Jahr 1950 und aktualisiert die Strassenbeleuchtung. Das für den Ausbau des Bachwegs benötigte Land stellt die Franke Holding AG kostenlos zur Verfügung.

Der Velo- und Gehweg auf dem Bachweg ist nicht Teil des Investitionsplans, weil das Projekt in Zusammenhang mit dem Trottoir entlang der Floragut-Strasse neu entwickelt wurde: Nur wenn der Bachweg zu einem vollwertigen Veloweg ausgebaut wird, übernimmt die Artemis Immobilien AG die Kosten für den Bau des Trottoirs. Artemis erhofft sich so, dass die Floragut-Strasse vom Veloverkehr entlastet wird. Der Ausbau des Bachwegs zum Veloweg wurde beim Agglomerationsprogramm 2. Generation angemeldet. Daher rechnet der Gemeinderat mit Subventionen in der Höhe von 35 Prozent der Baukosten (rund 234 500 Franken).

Plus von 289 800 Franken

Mit dem Kanalisations-Entlastungskanal Tychbodenstrasse-Neue Wiggertalstrasse und dem Entlastungskanal Bündtenstrasse bis Hauptsammelkanal beim Regenbecken Aeschwuhr stehen an der Gemeindeversammlung zwei weitere Infrastruktur-Kredite zur Diskussion. Der Bau des ersten Kanals kostet 1,14 Millionen Franken, der zweite Kanal 3,17 Millionen Franken. Ausserdem entscheiden die Stimmbürger über das Budget fürs Jahr 2019. Es rechnet mit einem Steuerfuss von 113 Prozent und einem Ertragsüberschuss von 289 800 Franken. Das operative Ergebnis schliesst mit 30 000 Franken im Plus. Das Budget 2019 geht von einem Finanzierungsüberschuss von 1,75 Millionen Franken aus. Die Prognosen seien im Budget 2019 eher optimistisch veranschlagt, schreibt der für die Finanzen zuständige Gemeinderat Markus Steiner in der Traktandenbroschüre. «Sowohl auf der Ausgaben- wie auch auf der Einnahmeseite ist das Budget ausgereizt und die Wahrscheinlichkeit daher hoch, dass das tatsächliche Ergebnis schlechter ausfällt als prognostiziert.» Weil in der Vergangenheit aber drei von vier Rechnungsabschlüssen besser ausgefallen sind als veranschlagt, erachtet der Gemeinderat diese Budgetierung als vertretbar.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Haushälterin, Mitarbeiter,
Suter Samuel
Mithilfe im Pferdestall, Mitarbeiter,
Bachmann Bauunternehmung AG
junger Maurer, 4814 Bottenwil, Mitarbeiter, Bottenwil
Allenspach Medical AG
Social Media & Online Marketing Manager, 4710 Balsthal, Mitarbeiter, Balsthal
Zweckverband ARA Falkenstein
Klärwärter/in, 4702 Oensingen, Mitarbeiter, Oensingen
Zaugg AG Rohrbach
Bauschreiner, 4938 Rohrbach, Mitarbeiter, Rohrbach
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Partner