Die Sozialhilfequote im Aargau steigt erneut – Aarburg ist wieder Schlusslicht

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Die Sozialhilfequote im Kanton Aargau ist im vergangenen Jahr gegenüber 2016 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent leicht angestiegen. Damit liegt der Kanton Aargau aber immer noch deutlich unter der gesamtschweizerischen Quote, die 2016 3,3 Prozent betragen hatte.

Die höchste Sozialhilfequote weist im Aargau mit 6,1 Prozent (zuletzt 5,2 Prozent) Aarburg aus, gefolgt von Spreitenbach mit 5,3 Prozent (5,4 Prozent). Damit haben die beiden Gemeinden die Rote Laterne getauscht. Auf Rang drei liegt Rümikon mit 5,2 Prozent (3,8 Prozent)

15'000 Personen verteilt auf 9364 Dossiers bezogen 2017 im Kanton Aargau Sozialhilfe. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 3,0 Prozent bei den Dossiers und von 3,3 Prozent bei den unterstützten Personen, wie das aargauische Departement Finanzen und Ressourcen am Montag mitteilte.

Die Entwicklung passe zum Trend, der sich bei Betrachtung eines längeren Zeitraums zeige, heisst es in der Mitteilung des Departements weiter. Die Zahl der unterstützten Personen nahm im Kanton Aargau seit 2008 um 4082 zu, was einer Steigerung von 37,4 Prozent entspricht. Die Zahl der Dossiers stieg im selben Zeitraum um 3101 oder 49,5 Prozent.

Dieser Anstieg wird zum Teil mit dem Bevölkerungswachstum erklärt, das seit 2008 plus 81'900 Personen oder 14,1 Prozent betrug. Die Sozialhilfequote, also der Anteil der Sozialhilfebeziehenden an der Gesamtbevölkerung des Vorjahres, stieg im selben Zeitraum von 1,9 Prozent auf 2,3 Prozent.

Kinder und Jugendliche bildeten letztes Jahr mit Abstand die grösste Altersgruppe unter den Sozialhilfebeziehenden - fast jede dritte unterstützte Person war 2017 minderjährig. Bei dieser Gruppe lag mit 3,7 Prozent auch die Sozialhilfequote am höchsten.

Die Sozialhilfequote ist in den vergangenen zehn Jahren bei allen Altersgruppen angestiegen, ausser bei den ältesten Sozialhilfebeziehenden, den Personen über 65 Jahren. Obwohl die Zahl der Seniorinnen und Senioren in diesem Zeitraum um 30,6 Prozent zunahm, sank die Sozialhilfequote in diesem Bevölkerungssegment von 0,5 Prozent im Jahr 2008 auf 0,3 Prozent letztes Jahr. (sda/jk)

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