29 Mio.-Franken-Ausbau: Das Projekt liegt nun vor

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Neben der Tramstrasse liegt das alte Trassee der Wynental-Suhrental-Bahn. Wenn dieses dem Strassenraum zugeschlagen wird, passt eine Busspur rein. © Urs Helbling

Wenn in der Gemeinde Buchs demnächst nochmals über den künftigen Steuerfuss debattiert wird, spielen nicht nur Investitionen in die Schulbauten eine Rolle, sondern auch grosse Strassenbauprojekte. Eins davon ist der Ausbau des Knotens Bavaria und der Tramstrasse. Das Bauprojekt wurde unter Federführung des Kantons bearbeitet und liegt mittlerweile vor. Es fehlt noch die Zustimmung der Gemeindebehörden.

Im Frühling 2019 ist die öffentliche Anhörung im Rahmen des Kreditgenehmigungsverfahrens durch den Grossen Rat geplant. Im Herbst 2019 soll das Projekt dann offiziell öffentlich aufliegen (Baubewilligungsverfahren). Für Ende 2019 ist die Diskussion und Beschlussfassung über den Kredit im Grossen Rat vorgesehen. Dass Bewilligungs- und Kreditgenehmigungsverfahren gleichzeitig durchgeführt werden, ist eher unüblich - der Kanton erhofft sich dadurch einen Zeitgewinn.

Wer zahlt?
Das Ja vom Grossen Rat ist aufgrund der hohen Investitionssumme nötig. Derzeit geht man davon aus, dass das Gesamtprojekt 29 Millionen Franken kosten wird. Auf Stufe Vorprojekt mit grösserer Kostenungenauigkeit war jeweils die Rede gewesen von etwa 25 Mio. Franken. Ungefähr die Hälfte der Kosten zahlt der Kanton, den Rest übernehmen die Stadt Aarau sowie die Gemeinden Suhr und Buchs. Letztere hat im Investitionsplan knapp 3 Mio. Franken vorgemerkt. Aus dem Aggloprogramm «Aareland» des Bundes wird ein Beitrag von etwa 4,5 Mio. Franken erwartet – die Finanzierungsvereinbarung kann erst abgeschlossen werden, wenn die Baubewilligung vorliegt.

Wann wird denn nun gebaut? «Frühestens Ende 2020», sagt Projektleiter Markus Kissling. Unklar ist, wo der Bau beginnt. Es gibt vier verschiedene Bauperimeter, die zwar gleichzeitig aufgelegt, aber je nach Ergebnis der öffentlichen Auflage einzeln durch den Regierungsrat bewilligt werden. «Idealerweise können wir zuerst den Umbau der Buchserstrasse durchführen, wo der Nutzen am grössten ist», sagt Kissling. «Zweite Priorität hat der Umbau des Knotens Bavaria.»

Die zwei Abschnitte der Tramstrasse Richtung Suhr würden danach folgen – doch je nach Erfolg des Bewilligungsverfahrens kann der Bauablauf nochmals flexibel geändert werden. Mit anderen Worten: Gibt es gegen einen Bauabschnitt viele Einsprachen, die den Baustart verzögern, wird er wohl zeitlich zurückgestellt.

Mehrere Grossbauprojekte
Die Unklarheiten auf der Zeitachse sind eine Herausforderung für die Koordination mit anderen Bauprojekten. Vor allem mit dem Kantonsspital, das direkt beim Knoten Bavaria ein neues Labor sowie etwas weiter südlich das neue Hauptgebäude realisieren wird. Und sollte das Stadion im Torfeld Süd dereinst wirklich gebaut werden, hätte die Region auf rund einem Quadratkilometer drei Grossbaustellen. Mit den Stadion-Bauern sei man nicht in Kontakt, sagt Markus Kissling. «Ich gehe davon aus, dass der Baustellenverkehr via Industriestrasse abgewickelt wird.» Wohl aber bespricht man sich mit dem Kantonsspital Aarau.

Idealerweise würde die Umgestaltung des Knotens Bavaria zeitlich zwischen den Neubau des KSA-Laborgebäudes (Baubewilligungsverfahren läuft derzeit, Baustart für Anfang 2019 geplant) und den Neubau des Hauptgebäudes (Architekturwettbewerb läuft bis im Frühling, Bezug frühestens 2023) fallen. «Letztendlich können wir die Termine aber nur beschränkt beeinflussen», so Projektleiter Kissling.

Das Projekt Buchser-/Tramstrasse
Zwischen Gais-Kreisel und Bavaria entsteht ein Boulevard mit Mehrzweckstreifen in der Mitte (ähnlich wie bei der Aarauer Bahnhofstrasse). Stadteinwärts gibts ein überbreites Trottoir. Der Knoten Bavaria wird zu einem Kreisel. Die Tramstrasse erhält zwischen Bavaria und Einmündung Bühlstrasse eine Busspur stadteinwärts. Neue Ampeln und Linksabbiegespuren verbessern die Ein- und Ausfahrt von der Tramstrasse in die Südallee (Zufahrt Spital). Ab der Bühlstrasse entsteht in Richtung Suhr eine rund 300 Meter lange Spezial-Busspur, die in der Mitte der beiden Fahrbahnen liegt und vom Bus in beide Richtungen befahren werden kann. (NRO)

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