Aarburg sucht nicht mehr den Super-Gemeindeschreiber

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Stelle vakant: Die Gemeindeversammlung managte Interims-Gemeindeschreiber Dieter Vossen (rechts neben dem sprechenden Gemeindeammann Hans-Ueli Schär). JOW

Nach mehr als einem halben Jahr gibt der Aarburger Gemeinderat auf. So lange hat er nach einem neuen Gemeindeschreiber und Geschäftsleiter gesucht.

Vergeblich. So konnte laut Mitteilung der Gemeinde aufgrund der ersten Ausschreibungsrunde und eines umfangreichen Auswahlverfahrens «keine geeignete Person» gefunden werden.

Der Gemeinderat hat darum seine Strategie geändert. Er hat das Bewerbungsverfahren vorerst gestoppt und entschieden, die Funktionen von Geschäftsleiter rund Gemeindeschreiber zu trennen. Er schafft damit den 2009 eingeführten «Super-Gemeindeschreiber» wieder ab. In der Mitteilung gibt er als Grund an: Es kristallisiere sich immer mehr heraus, dass diese anspruchsvolle Funktion in Aarburg nicht mit einer Person besetzbar sei.

Neben hohen Anforderungen an das fachliche Können und juristische Wissen im Bereich des Gemeindeschreibers seien in einer Gemeinde mit über 8000 Einwohnern zunehmend weitere Qualitäten gefragt; konkret in den Bereichen Betriebswirtschaft, Informationstechnologie oder Personalführung.

Drei Gemeindeschreiber gingen

Darum entflechtet der Gemeinderat nun die Führung. Laut Gemeindeammann Hans-Ueli Schär hat unter anderem der beste Kandidat der Bewerbungsrunde den Gemeinderat auf die Idee gebracht: «Jener Kandidat, den wir favorisierten, wollte die Stelle doch nicht, weil es zu viele verschiedenen Loyalitäten gibt.» In der Funktion des Geschäftsleiter-Gemeindeschreibers sei man der Geschäftsleitung als deren Vorsitzender verpflichtet, als Gemeindeschreiber jedoch dem Gemeinderat und müsse ich auch gegenüber dem Präsidenten loyal verhalten. So richtig zum Fliegen kam das 2009 eingeführte Modell nie. Schon drei Gemeindeschreiber verliessen die Aarburger Verwaltung wegen Burnouts oder anderen Gründen nach wenigen Jahren.

Für die beiden neuen Funktionen braucht es aber nur eine neue Ausschreibung. Die Stellen des Gemeindeschreibers und seines Stellvertreters werden mit verwaltungsinternen Kandidaten besetzt, die sich bisher für die Chef-Stelle nicht beworben hatten.

Die entschlackte Stelle des Geschäftsleiters der Verwaltung wird nun nochmals ausgeschrieben. Bewerben kann man sich bis 15. Januar. Spätestens im April 2019 will der Gemeinderat die Arbeitsverträge unterschrieben haben. Die Trennung der Funktionen erfolgt laut dem Gemeinderat ohne Stellenaufstockung. Mit der Schaffung des neuen Verwaltungsmodells erhofft sich der Gemeinderat Ruhe und Stabilität in Führungs- und Projektaufgaben.

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