Eurobus hängt den Aargau ab: Einzige Fernbus-Haltestelle fällt weg

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Ein leerer Bus mit einem freundlichen Chauffeur fährt ab in Richtung Zürich und St. Gallen
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Fernbus Chauffeur Antonino Mascara © Wolfgang Wagmann

Zu wenig Passagiere, zu schlechte Lage: Eurobus schliesst nächsten Sonntag die Fernbus-Haltestelle in Baden. Sie liege ein bisschen versteckt, sagt Roger Müri, Leiter Fernbus bei Eurobus, zum "SRF-Regionaljournal". "Das hat die Nachfrage erschwert." Konkrete Zahlen nennt er nicht. Es sei aber vorgekommen, dass ganze Busse leer geblieben seien.

Baden war die einzige Aargauer Haltestelle im ersten Schweizer Fernbus-Netz. Die Busse hielten in der Brown Boveri Strasse auf dem Weg von Zürich zum Euro Airport in Basel. Die Auflösung ist Teil eines grösseren Umbaus im Streckennetz. Das Unternehmen streicht mehrere Haltestellen, darunter auch jene in Olten, Sursee und Füllinsdorf. Die Teilstrecken zwischen Chur und Zürich sowie zwischen Martigny und Sion fliegen ganz aus dem Angebot, dafür gibt es neu eine direkte Verbindung zwischen Zürich und Luzern. Zwischen Zürich, Bern und Fribourg wird die Frequenz erhöht. In der Nordwestschweiz bleiben somit die Haltestellen in Solothurn, Basel und am Euro Airport bestehen.

Eurobus nahm den Fernbus-Betrieb am 10. Juni auf. Das Aargauer Busunternehmen hält die Aktienmehrheit an der Firma Domo Swiss Express, die die Fernbus-Konzession vom Bundesrat im Februar erhalten hatte.

Ursprünglich nahm der Aargau in den Überlegungen von Eurobus einen grösseren Stellenwert ein. In Rothrist war ein grosses Umsteige-Terminal geplant, das alle drei Linien miteinander verbindet. Doch daraus wurde nichts: "Es ist unmöglich, dass alle Busse am Knotenpunkt Rothrist rechtzeitig eintreffen, damit problemlos umgestiegen und der Fahrplan eingehalten werden kann", sagte Müri im Juni. (mwa)

Seit dem letzten Sonntag ist zwar das Fernfahrten-Angebot von Eurobus/Flixbus in Solothurn angekommen – aber offenbar noch gar nicht bei den potenziellen Fahrgästen.

Ein kühler Wind treibt aus tiefen, grauen Wolkenbänken Nieselregen über die Zuchwilerstrasse. Kein Dächli über dem Kopf wie beim BSU schützt die Fahrgäste des Eurobusses, der hier viermal im Tag Halt macht. Wäre auch nicht nötig, denn jetzt, mit planmässiger Abfahrt um 10.05 Uhr, will niemand in Solothurn den Eurobus Richtung Zürich (Kloten) und mit Endhalt in St. Gallen besteigen.

Trotzdem öffnet uns Chauffeur Antonino Mascara freundlich die Tür. «Ja, leider leer», bestätigt er den fragenden Blick. «Das ist am Anfang immer so», weiss er von früheren Fernbus-Einsätzen her.

Ein Kollege, den er auf dem Rastplatz Pieterlen gekreuzt hat, habe jedoch einige Fahrgäste an Bord gehabt. «Ich hoffe, die Leute kommen noch – vielleicht vor allem am Wochenende.» Immerhin, an Pünktlichkeit hat es Mascara nicht fehlen lassen – fünf Minuten Verspätung sind für die lange Anreise von Genf her ein Pappenstiel.

Je zwei Abfahrten in Solothurn
Auch die Haltestelle liegt wenige Schritte von der Südseite des Hauptbahnhofs entfernt, dort wo die RBS-Züge einfahren, recht ideal. Der ursprünglich geplante Anbieter, Domo Reisen, jetzt ersetzt durch Eurobus und Flixbus, hatte um den Standort kämpfen müssen – ein erster Alternativvorschlag war von den Stadtbehörden damals noch abgelehnt worden.

Während andere der insgesamt drei neuen Schweizer Fernbus-Routen beim Anbieter schon zu Diskussionen Anlass geben, scheint die Jura-Südfuss-Route, welche die Ostschweiz mit der Romandie verbindet, eine logische zu sein – abgesehen vielleicht vom Verzicht auf den sogenannten «Hub» in Rothrist, wo ein Umstieg von der West-Ost- auf die Süd-Nord-Route und umgekehrt möglich gewesen wäre.

So gibt es aktuell in Solothurn die je zwei geplanten Abfahrten in Richtung Genf Flughafen und St. Gallen. Richtung Ostschweiz mit Halt in Zürich, am Flughafen Kloten und in Winterthur kann man an der Zuchwilerstrasse um 10.05 und 20.15 Uhr einsteigen. In die Gegenrichtung mit Endhalt in Genf Cointrin fahren die Fernbusse um 9.10 und 18.45 Uhr in Solothurn ab. Halt machen sie in Biel, Neuchâtel, Yverdon, Lausanne, Nyon und Genf.

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