Als zu jedem Aarburger Schützen noch ein Schnauz gehörte

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Eine historische Aufnahme der Schützen der Stadtschützengesellschaft mit Martini-Stutzer-Vetterli-Gewehren. Alle Schützen tragen einen Schnauz und Sonntagskleidung. ZVG

Vor gut 200 Jahren lag die Haupterwerbstätigkeit vieler Aarburger in der Flösserei und dem Handel. Begünstigt durch die Strömungsverhältnisse in der Aare-Woog, konnten Flösse und Schiffe im Schatten der Festung besonders einfach anlegen. Diese Festung war damals noch kein Jugendheim, sondern wurde als Arbeitsanstalt für Landstreicher benutzt. Diese, und noch mehr historische Fakten, aber auch Gegenwärtiges, kann dem Aarburger Neujahrsblatt 2019 entnommen werden. Dieses Jahr wird es ab dem 10. Dezember zum 58. Mal an alle Aarburger Haushalte verteilt. Einer dieser Artikel dreht sich um die Geschichte des Stadtschützenvereins.

Ordnung für das Schiesswesen

Im Jahr 1818 wurde die Stadtschützengesellschaft Aarburg gegründet. Damals wurde allerdings nicht von einer Vereinsgründung gesprochen, sondern davon, dem Schiesswesen eine Ordnung zu geben. 43 Gründungsmitglieder unterschrieben das elfseitige Dokument, welches in 40 Artikeln die Rechte und Pflichten der Schützen festhielt. Diese Schützenordnung wurde in das «Schützen Protokoll» eingefügt und liegt heute im Stadtarchiv. 1824 besuchte der Verein das allererste eidgenössische Schützenfest in Aarau und wurde dort Gründungsmitglied des eidgenössischen Schützenvereins. 1828 wurde die erste Vereinsfahne angeschafft und ab 1839 war der Verein auch Mitglied in der aargauischen Schützengesellschaft.

200 Jahre Stadtschützenverein

1871 gründete sich unter dem Namen Feldschützengesellschaft ein zweiter Verein in Aarburg, welcher sich bereits 1872 den Stadtschützen anschloss, da die Konkurrenz innerhalb des Städtchens kontraproduktiv war. Ab 1909 wurden Jungschützenkurse durchgeführt und 1917 erfolgte die Aufnahme in den Habsburgerschützenverband. Heute, rund 100 Jahre später, hat der

Verein sein 300-Meter-Schiessen eingestellt und der Schützenstand wird aktuell als regionale Schiessanlage genutzt. Vom einst grossen Verein sind noch knapp ein Dutzend Mitglieder übrig. Die noch aktiven Schützen schiessen alle in benachbarten Vereinen und pflegen im Namen der Stadtschützen nur noch das gesellschaftliche Vereinsleben, wie etwa die 200-Jahr-Feier vom 15. September 2018. Für dieses Fest hat Hans Schmid, langjähriges Mitglied der Stadtschützen Aarburg, die Geschichte des Vereins aufgearbeitet und als Rede an den Feierlichkeiten vorgetragen. Eine Fahnendelegation diverser Aarburger Vereine erwies dem alten Verein während der Feier die Ehre.

Spannende Lektüre garantiert

Weitere Themen versprechen laut dem Redaktionsteam des Neujahrsblattes eine spannende Lektüre. So werden unter anderem die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kläranlage Aarburg erläutert, der 100-jährige Ruderclub Aarburg wird vorgestellt, die ehemalige Gemeindehebamme Martha Wullschleger-Lüthi und der ehemalige Redaktor des Neujahrsblatts Adolf Merz werden porträtiert und auch die hohen Geburtstage, mit den Jahrgängen 1919 bis 1939, sind aufgeführt. Abschliessend findet sich ein bebilderter Rückblick vom Oktober 2017 bis September 2018.

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