«Wicki sagt, was wir alle denken – Sie sind nutzlose Scheisse»: Gabriela Suter macht Hassmail publik

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Gabriela Suter (Archivbild AZ)

Sie erreicht auch die Aargauer SP-Parteipräsidentin Gabriela Suter, die den Gemeindeschreiber aus Boswil harsch kritisiert und dessen Rücktritt gefordert hatte. Das wiederum provozierte Hassschreiber im Internet. Gabriela Suter machte am Wochenende ein Mail auf Facebook öffentlich, in dem sie aufs Übelste beschimpft wird. Unter anderem schreibt der Absender: «Daniel Wicki sagt, was wir alle denken! Sie, Frau Suter sind nutzlose Scheisse.»

SP-Präsidentin Gabriela Suter folgt nun dem Rat von Jolanda Spiess-Hegglin vom Verein «Netzcourage», der sich für Opfer von Internethetzern einsetzt. Spiess-Hegglin überzeugte Suter, Strafanzeige einzureichen. «Damit möchte ich deutlich machen, dass man solche Beschimpfungen nicht ohne Konsequenzen machen kann», sagt Suter zur AZ. Ob der echte Absender hinter dem Fakenamen ermittelt werden könne, sei noch nicht klar.

Es sei nicht das erste Mal, dass sie ein unfreundliches Mail bekomme: «Aber dass jemand in solcher widerwärtiger Art und Weise seine Unzufriedenheit ausdrückt, ist zum Glück selten.»
Weil sich der Gemeindeschreiber Daniel Wicki mittlerweile für seine Äusserungen entschuldigt hat, hat sich der Präsident der SVP Aargau, Thomas Burgherr, auch in die Onlinediskussion auf Gabriela Suters Seite eingeschaltet: «An der Hetze gegen einen Menschen, der einen Fehler gemacht und sich dafür entschuldigt hat, beteiligt sich die SVP und ich nicht», kommentiert Burgherr den Facebook-Post.

Es sei ein grosser Fehler, zu schreiben, dass man Menschen erschiessen soll, sagt Thomas Burgherr gegenüber der AZ: «Aber Daniel Wickis Entschuldigung klang für mich aufrichtig. Deshalb finde ich es falsch, dass man bei dieser Hetze mitmacht.» Auf Anfrage kritisiert Burgherr, dass sich die Parteien im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen profilieren wollten, indem sie gegen den Gemeindeschreiber schiessen würden.

Im Gegensatz zur SP-Präsidentin hätte Burgherr das Mail, das sie erhalten hat, nicht veröffentlicht: «Politiker, vor allem Parteipräsidenten, bekommen öfters Mails mit deutlichen Worten. Ich brauche das nicht zu veröffentlichen, um es zu verarbeiten.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
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