Kleine Fenstergalerie: «Eine Idee zum Nachahmen»

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An der Langnauerstrasse 1 in Brittnau herrscht Durchgangsverkehr. Nur wenige Spaziergänger verirren sich in diese Gegend. Die meisten halten sich im Dorfkern auf. Dabei gibt es bei dem 200 Jahre alten Bauernhaus durchaus Sehenswürdigkeiten. Hier befindet sich die vielleicht kleinste Kunstgalerie der Welt. Umgeben von den alten Gemäuern seines Bauernhauses hat der Brittnauer Hans-Jürgen Gerhardt seine Fenstergalerie installiert. Dort stellt der pensionierte Kunstlehrer in loser Abfolge Werke vergessener oder unbekannter Künstler aus. So findet man in der Fenstergalerie Bilder, Schmuck oder kleine Skulpturen. Momentan stellt Hanna Zurbrügg ihren Glasperlen-Schmuck aus. Im November 2008 hat sie einen Glashandwerk-Einsteigerkurs besucht. «Seither verbringe ich unzählige Stunden an meinen Propangasbrennern, denn das Arbeiten mit Glas in der 1000 bis 1200 Grad heissen Flamme fasziniert mich stets aufs Neue», sagt die Brittnauerin. Es sei eine Tätigkeit, wo sie in die Ruhe eintauchen und abschalten könne. «Trotzdem muss ich konzentriert bleiben. Gerade diese Woche habe ich mich an vier Fingern verbrannt.»

Das Rohmaterial, eine Glasstange, wird in der Flamme geschmolzen und das zäh fliessende Glas auf einen Edelstahldorn gewickelt. Unter ständigem Drehen wird die Perle geschmolzen und bearbeitet. «Jede Perle wird einzeln und mit viel Liebe und Herzblut gefertigt», sagt Hanna Zurbrügg. Noch bis Ende Januar stellt sie ihren Schmuck in der Galerie aus. Abends wird sie mit einer Lichterkette beleuchtet. «Ich bin begeistert von der Idee von Hans-Jürgen Gerhardt», sagt Hanna Zurbrügg. «Es gibt viele Fenster, aus denen eine Fenstergalerie entstehen könnte. Es ist eine Idee zum Nachahmen.» Hans-Jürgen Gerhardt sucht immer nach Künstlern, die ihre Werke in der wohl kleinsten Galerie der Welt ausstellen möchten. «Es wäre schön, wenn sich noch ein paar Künstler finden würden», so Zurbrügg. «Und ich wünsche mir, dass mehr Menschen zur Fenstergalerie spazieren und die Kunst bestaunen. Handgefertigtes lebt und hat eine eigene Seele. In der heutigen Zeit von Online-Handel und Massenware ist Handwerk besonders wichtig.»

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