Verstärkungen aus dem Ausland (2/4): So läufts beim SC Langenthal

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«Ein Ausländer hat ein Image. Er scort oft, ist ein Leader und prägt das Spiel», sagt Marc Eichmann, Sportchef des SC Langenthal. (Bild: pd)

Im Eishockey sind Ausländer in den besten Schweizer Ligen so gut wie unverzichtbar. Das gilt auch für den SC Langenthal. In der aktuellen Situation in der Swiss League könnte es sich der SCL kaum leisten, auf die Qualitäten ausländischer Spieler zu verzichten. «Ein Ausländer hat ein Image. Er scort oft, ist ein Leader und prägt das Spiel», erklärt Sportchef Marc Eichmann.

Ob die Liga auch ohne ausländische Spieler funktionieren würde, bezweifelt der ehemalige Spitzentorhüter. «Diese 22 Plätze in den 11 Teams könnten kaum von Schweizer Spielern eingenommen werden, ohne dass die Liga massiv an Qualität einbüssen würde.» Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich aber, dass es auch für den SCL nicht einfach ist, diese Plätze zu besetzen. Kim Karlsson ist ein Flop und Brent Kelly kommt nach goldenen Jahren gemeinsam mit dem nun verletzten Jeff Campbell erstmals nicht auf sein gewohntes Punktelevel.

Bis zu 160 000 Franken
Dass die Oberaargauer im nächsten Jahr auch noch zwei neue Ausländer suchen müssen, lässt den Arbeitsberg von Sportchef Eichmann wachsen. «Wir konzentrieren uns vorerst auf die laufende Saison», sagt er, auch wenn er bereits jetzt weiss, wonach er für nächste Saison sucht. «Wir wollen einen Spieler, der als Center eingesetzt werden kann und der uns sportlich weiterhelfen kann. Da gehören auch Scorerqualitäten dazu.» Ein solcher Akteur kostet zwischen 120 000 und 160 000 Franken pro Saison, in diesem Nettovertrag sind aber unter anderem zur Verfügung gestellte Wohnungen und Autos sowie die Übernahme der Quellensteuer eingerechnet.

«In den letzten Jahren waren wir mit Jeff Campbell und Brent Kelly verwöhnt», stellt Eichmann klar, ein ähnlich starkes Duo könne man in Zukunft nicht erwarten. «Ausser es kostet Geld, welches wir nicht haben oder wir landen einen Lottosechser.»

Marc Eichmann verlässt sich indes auf sein Netzwerk. Zu jedem Spieler, den er transferieren will, führt er Hintergrund-Checks durch und fragt ehemalige Mitspieler, Trainer oder Bekannte aus dem Eishockeybusiness. Denn gerade in dieser wichtigen Position muss alles – mitsamt Charakter, Punkteschnitt und Erfahrung – stimmen. Wer Meister werden will braucht neben einem guten Torhüter und guten Schweizer Spielern ein treffsicheres und gefährliches Ausländerduo.

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