Mütter- und Väterberatung: Neue Eltern-App in 12 Sprachen

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Susanne Breitenstein (l.), Leiterin der Mütter- und Väterberatung, weist eine junge Mutter mit ihrem elf Monate alten Kind in die Nutzung der App «parentu» ein. (Awe)

Die Mütter- und Väterberatungsstellen beraten Eltern von Kindern bis fünf Jahren kostenlos. Die geistige und körperliche Entwicklung wird über den Besuchszeitraum grafisch durch das Protokollieren von Gewicht und Körpergrösse dokumentiert. Zudem werden individuelle Erziehungsratschläge erteilt. Die Beratungsmöglichkeit nach Voranmeldung wird von Eltern, die in den Mitgliedsgemeinden des Regionalverbands zofingenregio Aarburg, Attelwil (ab Januar Ortsteil der Gemeinde Reitnau), Bottenwil, Brittnau, Kölliken, Murgental, Oftringen, Reitnau, Rothrist, Safenwil, Strengelbach, Uerkheim, Vordemwald, Wiliberg und Zofingen wohnhaft sind, rege genutzt.

Seit gut einem Jahr ergänzt die App «parentu» die Vor-Ort-Beratung. «parentu» informiert Eltern mit Kindern von Geburt an bis zum Alter von 16 Jahren in zwölf Sprachen. Die App versendet Informationen und Anregungen zur Erziehung und kindlichen Entwicklung via Push-Nachrichten direkt auf das Smartphone. Eltern müssen nicht zeitraubend nach Informationen suchen, sie werden ihnen via «parentu» automatisch zugesandt. Aktuell stehen über 150 verschiedene Inhalte zu Gesundheit, Sprache, Erziehung und Bildung in zwölf Sprachen zur Verfügung, laufend werden es mehr. Die Inhalte werden von anerkannten Expertengruppen und Fachorganisationen ausgewählt und geprüft. Sie konzentrieren sich jeweils auf ein spezifisches Thema mit leicht verständlichen Texten, bereichert mit Bildern, Kurzvideos und Audiodateien. Neben Erziehungsfragen, Bildungs- und Gesundheitsthemen wird auf spezielle Angebote und dedizierte Veranstaltungen hingewiesen.

Getragen wird der Online-Service von Stiftungen, Unternehmen, Gemeinden, Bund und Kantonen. Ein Jahr nach dem Start der Einführungsphase fällt die Bilanz positiv aus. Die App «parentu» stösst auf grosses Interesse bei Eltern, Fachpersonen und Gemeinden. Susanne Breitenstein, Teamleiterin der Mütter- und Väterberatung zofingenregio, schildert ihre ersten Erfahrungen mit dem neuen Online-Medium.

Welche Akzeptanz hat «parentu» bisher erfahren?

Susanne Breitenstein: Die Nutzer finden die Informationen übersichtlich und klar beschrieben, für Kleinkinder werden Informationen monatlich aktualisiert und versendet, für ältere Kinder in zeitlich grösseren Abständen.

Welche Erfahrungen haben Mütter und Väter mit der App gemacht?

Es haben sich bereits mehrere Mütter bei mir gemeldet, die durch die App auf Anlässe und Gesprächsgruppen aufmerksam wurden.

Wie gross ist die Bereitschaft von Müttern oder Vätern, sich während eines Beratungstermins über die App orientieren zu lassen und sie zu installieren?

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Interesse alters- und bildungsabhängig ist. Ich gebe regelmässig Broschüren ab und weise Mütter und Väter darauf hin, wo sie die App herunterladen können. In Einzelfällen helfe ich auch bei der Installation.

In welcher Form wird «parentu» weiterentwickelt?

Wichtig erscheint mir, dass Inhalte laufend ergänzt und erneuert werden. Auch öffentliche Stellen und Gemeinden sind aufgerufen, Veranstaltungen für die Zielgruppen zu platzieren.

Die App kann unter www.parentu.ch heruntergeladen werden. 

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