Aarburgs Bezirksschüler sollen wohl bald in Oftringen büffeln

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Ab 2022 gehen im Paradiesli wohl keine Bezirksschüler mehr ein und aus. egu

Die Tage der Bezirksschule Aarburg scheinen gezählt. Im Jahr 2022 wird sie wohl eingestellt. Grund dafür ist die Reform «Stärkung der Volksschule», welche das Aargauer Stimmvolk 2012 angenommen hat. Mit der Reform wird die Dauer der Oberstufe von vier auf drei Jahre verkürzt und für die Schulstandorte neue Mindestgrössen vorgegeben.

Ab dem Schuljahr 2022/2023 müssen laut einer Mitteilung der Gemeinde Aarburg alle Bezirksschulen im Kanton sechs Abteilungen – oder zwei Abteilungen pro Jahrgang – ausweisen, damit der Standort erhalten werden kann. Dabei muss eine Mindestschülerzahl von 18 pro Klasse eingehalten werden.

Gemeinderat und Schulpflege sehen mit diesen Vorgaben schwarz für die Bezirksschule: «Die Schule Aarburg wird trotz Bevölkerungswachstum und zunehmender Schülerzahl die Anforderungen des Kantons nicht erfüllen können, um weiterhin eine eigene Bezirksschule betreiben zu können», schreiben Schulpflegepräsidentin Rita Annaheim und Gemeindeammann Hans-Ueli Schär in der gemeinsamen Mitteilung. Dies würden die Zahlen der letzten zehn Jahre belegen. In der Regel habe Aarburg pro Jahrgang Klassen mit 18 bis 28 Bezirksschülerinnen und -schülern geführt. Dabei war in den letzten Jahren die Tendenz sinkend.

«Auch positive Hochrechnungen bis zum Ende der Übergangsfrist 2022/2023 zeigen, dass die geforderte Mindestzahl von 36 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang bis zu diesem Zeitpunkt nicht erreicht werden kann», schreiben Schär und Annaheim weiter. Es müssten pro Jahrgang zwischen 36 und 51 Prozent der 6.-Klässler den Übertritt in die Bezirksschule schaffen, was unrealistisch sei. Die Schulführung prüfe darum unter Beizug des Gemeinderates mögliche Lösungen. Die wahrscheinlichste Option ist, die Aarburger Bezirksschüler nach Oftringen zu schicken. Es seien noch im Dezember erste Gespräche mit der Nachbargemeinde geplant. Für Oftringen spricht laut Schär die direkte ÖV-Verbindung. Zudem arbeite man schon in anderen Bereichen gut zusammen.

Ob und zu welchem Zeitpunkt ein Wechsel des Bezirksschulstandortes stattfinden werde, ist laut Mitteilung noch offen. Ein rasches Handeln werde aber notwendig sein, damit die mögliche Partnergemeinde Planungssicherheit habe. Deshalb sei es wichtig, den Prozess einer Überführung in eine andere Gemeinde sorgfältig und gemeinsam mit dieser zu planen.

«Der voraussichtliche Verlust der Bezirksschule wird für die Schule und die Gemeinde Aarburg einen emotionalen und schweren Abschied bedeuten», so Annaheim und Schär. Die Vorgabe des Kantons müsse jedoch zwingend bis Ende Schuljahr 2021/2022 erfüllt werden.

Oftringen ist laut der zuständigen Gemeinderätin Ruth Stauch «bereit und interessiert, mit Aarburg die Übernahme der Bezirksschüler zu diskutieren». Schon diese Woche finde eine erste gemeinsame Sitzung statt.

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