Schwierige, aber erfolgreiche Hirschjagd

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Gemäss eidgenössischer Jagdstatistik verzehnfachte sich der geschätzte Rotwildbestand im Kanton Luzern in den vergangenen rund 20 Jahren von gut 30 auf heute mindestens 350 Tiere. SK
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Die Hirsche erobern ihren Lebensraum im Voralpengebiet zurück und breiten sich in Richtung Mittelland aus. Um den Bestand in den bereits besiedelten Regionen zu halten, wurde für die Luzerner Jagd 2018 ein Mindestabschussziel von 150 Stück Rotwild festgelegt. Dies entspricht rund einem Drittel des geschätzten Frühjahrsbestands. Nach Abschluss der Hirschjagd sind 155 Tiere erlegt worden, wie die Abteilung Natur, Jagd und Fischerei in einer Mitteilung schreibt. Dies obwohl die Bedingungen alles andere als optimal waren. Die anspruchsvolle Rotwildjagd wurde 2018 durch die niederschlagsarme Witterung im Sommer und Herbst zusätzlich erschwert. «Durch die Trockenheit war das Nahrungsangebot spärlicher als üblich. Die Aufenthaltsorte und die Bewegungsmuster der Tiere waren eher untypisch. Die Hirsche waren weniger aktiv, weniger sichtbar und damit schlechter bejagbar», sagt Peter Ulmann, Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Luzern. Die Hirschjagd im Kanton dauerte vom 2. August bis zum 15. Dezember. Mit den 155 erlegten Hirschen steht die Luzerner Jagd mit ihrer Bilanz vergleichsweise gut da. Im Gegensatz zu anderen Kantonen braucht es im Winter keine Nach- oder Sonderjagden. Weniger gut erreicht wurde die Zielsetzung in Bezug auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. 67 der erlegten Hirsche waren weiblich, deren 88 männlich. Für ein ausgeglichenes Resultat hätten im Wildraum Schrattenfluh-Beichlen mehr weibliche Tiere erlegt werden müssen.

Rotwildbestand wächst
Gemäss eidgenössischer Jagdstatistik verzehnfachte sich der geschätzte Rotwildbestand im Kanton Luzern in den vergangenen rund 20 Jahren von gut 30 auf heute mindestens 350 Tiere. Die Hirschpopulation nahm im gesamten Voralpengebiet der Kantone Nidwalden, Obwalden, Bern und Luzern massiv zu. Dieser Anstieg geht auf die Wiederbesiedlung jener Lebensräume zurück, in denen das Rotwild während rund einem Jahrhundert ausgerottet war. Im Kanton Luzern haben Hirsche die Pilatuskette und viele Regionen des Entlebuchs zurückerobert und breiten sich weiter in Richtung Mittelland aus. Der Bestand im Kanton Luzern wächst durch diese Ausbreitung von Jahr zu Jahr. Rotwild kann in geeigneten Habitaten hohe jährliche Zuwachsraten von gut 30 Prozent des Frühjahrsbestandes erreichen, wie der Kanton weiter mitteilt.

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