Küttigen: Absage für Franziska Roth: Gemeinderat lehnt Asyl-Grossunterkunft ab

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Vorschlag Hüslimatt, Küttigen, Aabach/Bibersteinerstrasse, Parzelle 7444. (Bild: Stefania Telesca)

Anfang November 2018 wurde der Gemeinderat Küttigen von Regierungsrätin Franziska Roth, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales, darüber informiert, dass ein Grundstück im Gebiet Ritzer zu einem von acht möglichen Standorten für die Realisierung einer möglichen regionalen Grossunterkunft (150 bis 300 Plätze) für die Betreuung von Asylsuchenden evaluiert wurde.

Im Rahmen der vertieften Prüfung und Auseinandersetzung mit dieser Thematik fand auch ein Treffen des Gesamtgemeinderates mit Frau Regierungsrätin Roth sowie Vertretern der kantonalen Verwaltung statt. Dazu sagte Gemeindeammann Tobias Leuthard im AZ-Interview: «Das Gespräch war offen und konstruktiv: Wir konnten unsere Bedenken eingeben, Frau Roth und ihre Mitarbeiter haben versucht, sie zu zerstreuen – etwa mit Hinweis auf Frick oder Unterentfelden, wo es trotz grosser Asylunterkunft relativ wenige Probleme gibt.»

 

Mittlerweile hat sich der Gemeinderat noch einmal mit dem kantonalen Anliegen auseinandergesetzt. Und entschieden, einen ablehnenden Bescheid über die Aare zu schicken.

«Aus Sicht des Gemeinderates ist die Realisierung einer Asylgrossunterkunft am Standort Ritzer aufgrund nicht realistisch», teilt der Gemeinderat mit. Er führt dazu folgende Gründe auf:

  • «Das Gebiet Ritzer ist für die Gemeinde Küttigen aufgrund verschiedener kommunaler und privater Bauvorhaben ein zentrales Entwicklungsgebiet und der evaluierte Standort ist mit den kommunalen, raumplanerischen Überlegungen nicht vereinbar.»
    «Die unmittelbare Nähe von Sport- und Freizeitanlagen (Fussballplätze und Schwimmbad) bergen ein gewisses Mass an Konfliktpotential; im Weiteren sieht der Gemeinderat in dieser Nähe ein Ausschlusskriterium wie dies bezüglich Schulstandorten im Kriterienkatalog des Regierungsrates festhalten ist.»
  • «Die Lage in unmittelbarer Nähe zu einer stark befahrenen Strasse sowie zur Aare bergen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential. Zudem könnte die Nähe zum Bahnhof Aarau dazu beitragen, dass sich die Situation am Bahnhof weiter negativ entwickelt.»

Weiter schreibt der Gemeinderat, er habe Regierungsrätin Roth mitgeteilt, dass er das Anliegen zurückweise.

Bereits im Vorfeld hatten sich einzelne Küttiger zustimmend, aber auch ablehnend gegenüber den kantonalen Plänen geäussert. SVP-Grossrat Daniel Wehrli schrieb etwa im "Küttiger Anzeiger": «Der Standort Ritzer als Asyl-Grossunterkunft sollte vom Gemeinderat klar abgelehnt werden, ansonsten riskiert er ein Planungs-Chaos im Bereich Fussball, Jugendarbeit und Freizeitsport.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Zuzug

B. Kerzenmacher
schrieb am 09.01.2019 21:34
Milos Zeman, Präsident der Tschechischen Republik klärt auf:
"Falls Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Angelschein bestraft werden, jedoch nicht für illegalen Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben Sie das volle Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert"
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