Der Weihnachtswunsch des VBC Oftringen ist klar

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Oftringens Michèle Bolliger (links) und Vanessa Benz übernahmen gegen Münsingen Verantwortung. (Bild: gam)

Ohne in Bedrängnis zu geraten, gewinnt Münsingen die ersten beiden Sätze gegen Oftringen. Das Spiel gestaltet sich so, wie die Vorzeichen es erwarten liessen. Es stehen sich zwei Teams gegenüber, deren Saison sich bislang diametral unterscheidet. Da ist der Leader aus dem Bernischen, der in elf Partien nur einmal mit 2:3 verlor und ans Siegen gewöhnt ist. «Die Aufstiegsspiele sind unser Ziel», sagt denn auch Trainer Frédéric Hänni. Und da ist Oftringen, das in elf Matchs bisher nur einen Sieg realisierte. Clever und mit geringer Eigenfehlerquote agiert zu Beginn der Gast, in der Annahme unsicher und im Angriff zu harmlos der Gastgeber.

Schaut man aber etwas genauer hin, zeigt sich, dass Münsingen nicht so souverän auftrat, wie ein Tabellenführer wohl könnte. Den 4:6-Rückstand im zweiten Durchgang wendeten die Bernerinnen zwar mit vier Zählern in Folge in eine 8:6-Führung, doch ab 8:8 zog Oftringen auf 12:8 davon. Als sich die Gäste bei 15:13 wieder in Front sahen, meinte Angreiferin Saskia Lerf: «Jetz ‹heimer› sie.» Vorerst mochte dies stimmen, gewann Münsingen den zweiten Satz mit 25:17. Danach bot Oftringen dem Leader aber mehr Paroli, als dieser gehofft hatte. «Wir zeigten, wo unsere Möglichkeiten liegen», kommentierte VBCO-Trainer Marcel Murri jene Phase, in der seinem Team vieles gelang und die ihm die Gewissheit gibt: «Die Mannschaft ist als Gesamtes gewachsen, Automatismen greifen besser und die individuellen Fortschritte sind sichtbar.» Bis 15:15 war der dritte Abschnitt ausgeglichen. Ein Blockpunkt zum 19:18 brachte die Oftringerinnen auf die Erfolgsstrasse. Mit starken Services und endlich effektiver Verteidigung von Münsingens Aussenangriffen stellten sie auf 21:19 und retteten den Vorsprung mit 25:21 ins Ziel.

Konstanz und Dynamik fehlen

«Um erfolgreicher zu sein, müssten wir konstanter spielen», weiss aber auch Marcel Murri. Und so war nach dem Aufbäumen im dritten Satz die Luft bereits wieder draussen. Servicefehler, Smashs ins Out, Stellungsfehler in der Verteidigung – die Fehlerquote stieg. Mit 25:14 brachte Münsingen, das nun wieder auf seine Stammkräfte setzte und sich auf die Soutienaufgaben beann, den elften Sieg im zwölften Spiel ins Trockene. In einem Match, der punkto Dynamik und Spektakel, Druck und Variantenreichtum im Angriff selten 1.-Liga-würdig war, sicherte sich Münsingen den Jahreswechsel auf

Platz 1. Oftringen muss sich mit Rang neun begnügen. «Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir die Qualifikation auf dem drittletzten Platz abschliessen können», betont Marcel Murri. Und hat deshalb in Bezug auf sein Team einen «sonnenklaren» Weihnachtswunsch: «Ich wünsche mir an jenen Tagen, an denen wir gegen Solothurn und Lalden im Direktduell um Platz 8 antreten, eine gute Form für alle, damit zwei Siege gelingen.» Mit einem Grinsen fügt der Trainer an: «Darf ich noch einen zweiten Wunsch anbringen?» – Klar: «Ein dritter Sieg in den verbleibenden Partien, gegen welchen Gegner auch immer, wäre schön.»

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