Thurgau entwickelt sich für den EHC Olten zum Angstgegner

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Geschlagen: Thurgau zeigte sich von seiner effizienten Seite, während der EHCO kein Rezept fand. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Zweiter gegen Siebter, EHC Olten gegen HC Thurgau – es könnte eine realistische Affiche sein in den rund sieben Wochen beginnenden Playoffs. Wir erinnern uns: In der vergangenen Saison hatte Olten die Knacknuss Thurgau im Playoff-Viertelfinal nach sechs Spielen niedergekämpft. Doch in dieser Spielzeit bekundet der EHCO seine Mühe mit den Ostschweizern: Drei Direktduelle, zwei magere Pünktchen. Der EHC Olten, Ausgabe 18/19, hat ganz offensichtlich einen Angstgegner: Thurgau.

Dieses Bild manifestierte Olten auch gestern in der Güttingersreuti. Zwar waren die Gäste auch dieses Mal grösstenteils die tonangebende Mannschaft, doch es fehlte unter dem Strich an der Durchschlagskraft. Und so beendet der EHCO das Jahr 2018 mit einer 2:5-Niederlage. «Wir fanden kein Rezept, hatten nie einen Spielfluss, fanden kaum den Weg hinten raus in die Offensive und hatten viele Fehl- und Holperpässe», erklärte Diego Schwarzenbach.

Der grösste Unterschied lässt sich schon nur aus den Details der ersten Spielhälfte herauslesen. Bis zur 30. Minute hatten die Schiedsrichter je zwei kleine Strafen ausgesprochen. Während der EHC Olten in den Überzahlsituationen erschreckend ideenlos agierte und torlos daraus ging, verwertete Thurgau seine beiden Chancen eiskalt. Davon wurden die sonst technisch deutlich unterlegenen Thurgauer regelrecht beflügelt und wurden mit einem Stochertor zum 3:0 belohnt (26.).

Es fehlte dem EHC Olten aber nicht nur an der Effizienz im Powerplay. Die sonst offensive Wucht wurde von den Thurgauern eindrücklich gebändigt. «Wir kamen in die Zone rein und anstatt den Schuss aufs Tor zu suchen, spielten wir immer wieder noch einen Pass in die Mitte, worauf der Gegner eine Antwort hatte», so Schwarzenbach. Der Thaler hatte sich im Spiel zumindest einmal zu Herzen genommen, dies zu unterlassen und war prompt auf einen Pass von Ulmer erfolgreich (31.).

Doch die Aufholjagd wurde im letzten Drittel jäh gestoppt. Nach nur 27 Sekunden stellte Kenny Ryan, der an drei von fünf Thurgau-Toren beteiligt war, die Dreitore-Führung wieder her.

Schliesslich zeigte EHCO-Verteidiger Tim Grossniklaus mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie seinen Teamkollegen vor, wie es gehen würde (43.). Doch der Treffer zum 2:4 war letztlich nicht mehr als Resultatkosmetik. Auch, weil die Powermäuse sich wiederum mit Strafen ausbremsten und sogar in doppelter Unterzahl gegen weitere Gegentore wehren mussten. «So wollten wir das Jahr sicher nicht beenden. Wir haben nun noch 15 Spiele vor uns, in denen es um jeden Punkt geht. Wir brauchen nun eine Playoff-Mentalität», sagte Trainer Chris Bartolone.

Am Mittwoch greift Olten mit dem Auswärtsspiel bei den Ticino Rockets wieder ins Spielgeschehen ein. Und es geht Schlag auf Schlag: Innerhalb von sieben Tagen bestreiten die Powermäuse vier Spiele – darunter drei Topspiele.

 

 

Langenthal erfüllt im Tessin die Pflicht 

Ist der HC Biasca ein Aufbaugegner? Diese Frage stellte sich vor der gestrigen Partie zwischen den Ticino Rockets und dem SC Langenthal. Die Oberaargauer setzten sich letztlich tatsächlich mit 6:2 durch, was aber vor allem daran lag, dass das Schlusslicht aus dem Tessin viel zu schwach war, um den zu Beginn mangelhaften Auftritt der Gästen auszunutzen.

Und dennoch: Die Angelegenheit hätte auch ins Auge gehen können. Einerseits gehörte die erste Chance den Rockets – Loic Vedova nutzte das schwache Stellungsspiel der Langenthaler – und ausserdem lagen die Gastgeber zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. Nach einem Andersons-Tor zum 1:0 in der 2. Minute scheiterten Yves Müller und Kim Karlsson zu zweit und gaben derart viel Eis preis, dass Vedova im zweiten Alleingang doch noch zu seinem Treffer kam. Moor sorgte dann für die Führung, drei Minuten danach.

Langenthal reagierte im Mitteldrittel und erzielte drei Tore, welche die Wende brachten. «Zuerst wollten wir nur nicht verlieren», kommentierte Sterchi. Deutliche, laute Worte hätten sie schliesslich auf die Siegesstrasse zurückgeführt. Zuerst ging Mathieu Maret sträflich vergessen, von Vincento Küng mit einem Querpass bedient (23.) stand er urplötzlich vor dem leeren Tor. Simon Sterchi lenkte dann in Überzahl einen Dal-Pian-Schuss ab (33.) und Stefan Rüegsegger erhöhte mit einem wahrlich haltbaren Schuss 67 Sekunden später auf 4:2. Dank den Toren von Robin Leblanc (49.) und Joël Scheidegger (51.) verbesserte der SCL das Resultat letztlich auf 6:2. «Die Art und Weise ist fast egal – wichtig war heute Abend nur der Sieg», erklärte Sterchi. Ob Biasca seinem Ruf als Aufbaugegner gerecht wird, zeigt sich dann aber erst morgen, wenn die Langenthaler gegen die EVZ Academy zu Hause zum nächsten Pflichtsieg kommen sollten. (ryl)

 

 

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