Die einen feiern still, die anderen lassen die Korken knallen

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Was das neue Jahr wohl bringt? Bleigiessen und die Deutung der Figuren ist zum Jahreswechsel beliebt. Bild: Shutterstock

Jolanda Henzmann (62), Mühlethal: «Wir feiern Silvester in Adelboden auf den Skiern und mit Apéro, bis die Sonne untergeht. Danach kochen und essen wir mit Freunden und unseren erwachsenen Kindern Znacht. Am Cheminée tauschen wir uns über das Vergangene aus und denken über das Neue nach. Auf dem Dorfplatz stossen wir an.»

René Gangwisch (72), Rothrist: «Mit Bekannten oder auch schon alleine haben meine Frau und ich in einem Hotel gefeiert. Jubel, Trubel, Heiterkeit ist nicht das, was wir suchen. Wir schätzen in den Stunden des zu Ende gehenden Jahres angeregte Gespräche und die besinnlichen Momente für eine Rückschau und einen Ausblick.»

Brigitte Koch-Flückiger (60), Brittnau: «Seit zwanzig Jahren feiern wir mit Freunden. Jeweils eine Familie organisiert den Anlass, kreiert Spiele und macht ein Wissensquiz gespickt mit Erinnerungen. Die Feier starten wir draussen und beschliessen sie am Feuer, indem wir Altes symbolisch verbrennen.»

Yenny Ciniselli (36), Kölliken: «Bei uns in Venezuela gibt es traditionellerweise viel zu essen: Spezialbrot, danach Kartoffel-Karotten-Salat mit Poulet und anschliessend Beinschinken. Wir essen erst kurz vor 24 Uhr, denn wenn um Mitternacht viel Essen auf dem Tisch steht, wird das auch im neuen Jahr so sein.»

Heidi Basler (65), Oftringen: «Silvester feiere ich nicht mehr, weil es der Todestag meiner Mutter ist. Einen speziellen Brauch für den Neujahrsbeginn habe ich so wenig wie Vorsätze. Für meine Lieben und mich wünsche ich mir gute Gesundheit und für jeden Tag kleine Freuden.»

Dominic Frei (50), Zofingen: «Im Kreis der Familie und mit ein paar Freunden geniessen wir es gemütlich daheim zu feiern. Dazu gehört ein feines Essen und dass wir vor Mitternacht beim Geläut der Kirchenglocken das vergangene Jahr Revue passieren lassen und mit Prosecco aufs neue anstossen.»

David Steffen alias Dave Bright (22), Rothrist: «Ich war mal auf einer Riesenparty, das ist nicht mein Ding. Viel lieber feiere ich mit Freunden bei jemandem daheim. Jeder bringt was fürs Buffet und ein Spiel mit. Um Mitternacht überlege ich, was im neuen Jahr ansteht. 2019 will ich eine EP mit sechs Songs produzieren.»

Christine Lerch (58), Rothrist: «Feuerwerk, Festivitäten und Rummel brauchen wir nicht. Mein Partner und ich feiern in der Vulkaneifel, in einem Blockhaus am Waldrand. Wir kochen und geniessen den Abend in einer ruhigen und gemütlichen Atmosphäre und stossen draussen bei der Feuerschale an.»

Misch Wildi (45), Brittnau: «Silvester hat nicht so eine grosse Bedeutung für mich. Gerne feiern wir unkompliziert mit Freunden beispielsweise mit Schneeschuhlaufen und Suppenessen. Uns ist das gemütliche Zusammensein wichtig. Angestossen wird im Freien und dabei gehört das Läuten der Kirchenglocken dazu.»

Simon Graf (43), Safenwil: «Wir feiern immer ein bisschen anders, aber immer mit Freunden und Bekannten. Dazu gehört ein Essen sowie um 24 Uhr der Neujahrs-Countdown. Früher reisten wir nach Basel, um das offizielle Feuerwerk zu sehen. Ich wünsche mir, dass der christliche Glaube wieder wichtiger wird in unserem Land. »

Brigitte Bühler (40), Aarburg: «Für mich ist Silvester eigentlich ein Abend wie jeder andere. Doch meinen beiden Kindern zuliebe gehört eine Tischbombe wie das Bleigiessen dazu. Auf einen Zettel schreiben wir auf, was nicht so rund gelaufen ist, und verbrennen ihn im alten Jahr mit der Hoffnung auf gesunde und gute 365 Tage.»

Bernhard Hähni (75), Safenwil: «Altersbedingt verändern sich die Feiergewohnheiten. Die Zeiten, als wir das neue Jahr im Familienkreis begrüssten, gehören leider der Vergangenheit an. Mittlerweile verbringen meine Frau und ich den Silvesterabend sehr unterschiedlich. Jubel und Trubel muss aber nicht sein, wir schätzen es still und stilvoll.»

Ruzhdi Kinolli (23), Murgenthal: «Im Kosovo wird an Silvester viel gekocht und gegessen, gesungen und getanzt. Man beschenkt sich und spendet etwas Geld an ärmere Leute. Auf Wunsch meiner Grosseltern fliege ich diesen Silvester mit Verwandten nach Istanbul, wo meine Vorfahren herstammen. Wir machen eine Kreuzfahrt auf dem Bosporus.»

Evelyne Rieder (35), Strengelbach: «Wir feiern daheim mit Familie und Freunden. Wie an jedem Silvester werden wir uns nach dem Apéro wieder ‹Dinner for One› ansehen – das gehört für uns einfach dazu. Seit ein paar Jahren machen wir auch Bleigiessen. Sonst gibt es bei uns aber keine besonderen Rituale oder Traditionen.» 

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