Neujahrskonzert im Stadtsaal: Trübes Wetter weicht strahlendem Hoch

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Akkordeon Brittnau, das Streichorchester argovia philharmonic und die Solisten Sira Eigenmann (Violine) und Srdjan Vukasinovic (Akkordeon) begeisterten am Neujahrskonzert im Stadtsaal. Foto: Kurt Buchmüller

Musikalisch am Neujahrskonzert im Stadtsaal beteiligt waren das Streichorchester argovia philharmonic, die Solisten Sira Eigenmann (Violine) und Srdjan Vukasinovic (Akkordeon) sowie Akkordeon Brittnau. Mit Letzteren ist kulturell eine Fusion gelungen, die auf politischer Ebene gescheitert ist. Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger begrüsste das Publikum mit dem ABC der guten Vorsätze von A bis Z: Für alle gelte der Wunsch nach Zusammenhalt. O stehe für Optimismus, man soll an ein halb volles statt halb leeres Glas denken, N betone Nachhaltigkeit, also den Nachkommen keine Defizite zu hinterlassen. Und U beinhalte das Wichtigste: das Umsetzen der Vorsätze.

Akkordeon-Orchester zu Beginn

Am Anfang gehörte die Bühne Akkordeon Brittnau unter der Leitung von Julien Tudisco. Mit «Adventure» (Markus Götz) wurde ein Abstecher in fabelhafte Musik gemacht, wo ein Abenteurer mit einem feierlichen Festmarsch Einzug hält und danach in konfliktreiche Situationen gerät, die das Orchester in allen Aspekten vermittelte. Rhythmisch drängend, geladen mit spannungsvollen Partien, punktgenau akzentuiert. Ein dynamisch ausgeklügeltes Chaos wechselt mit lyrischen Einlagen ab. Im «Allegro dramatico» erhält das Stück einen grandiosen Abschluss. Ebenso aufschlussreich war «City Moments» (Hans Guen-ther Koelz). Am Morgen kehren die letzten Nachtschwärmer heim, die Stadt belebt sich zunehmend, was in die hektische «Rush Hour» mündet. Allmählich kehrt Ruhe ein, im Citypark spielen Kinder und aus einem Café klingt Jazzmusik. In der U-Bahnstation rollen die Züge an und ab, niemand hat in der Hektik Zeit, den Strassenmusikanten zuzuhören. All dies stellte Akkordeon Brittnau authentisch dar. Die Hörgeschichte endete in einem Night-Club; eine Solistin steht allein im Rampenlicht. Das war der Moment, wo Sira Eigenmann (Violine) und Srdjan Vukasinovic (Akkordeon) in Aktion traten. Schon in «Schön Rosmarin» (Fritz Kreisler) wurde deutlich, welche Virtuosität hier Einzug hält. In der Folge wurde das Paar zum Liebling des Publikums.

Ein Höhepunkt jagt den nächsten

Nach der Pause brachte das Streichorchester argovia philharmonic das Konzert in d-Moll (BWV 1043) von Johann Sebastian Bach zum Erklingen, Glanz und Gloria des Barock, unerschöpfliche Klangpracht und fliessende Bewegung einbringend. Unverhofft fügte sich am Schluss Sira Eigenmann hinzu und gab sich als «Vreneli ab em Guggisberg» zu erkennen. Das war der Beginn einer ganzen Serie von Musik, die höchste Virtuosität mit Fantasie in der Interpretation vereinigte. Das begann mit «Dans 2» von Srdjan Vukasinovic, worin die ganze Leidenschaft und Lebensfreude slawischer Musik zur Entfaltung kam. Von da war es nicht weit zu den «Zigeunerweisen» von Pablo de Sarasate. Es war nicht eine konventionelle Auslegung, sondern eine individuelle, ganz auf die Soloinstrumente Violine und Akkorden sowie das Streichorchester zugeschnitten. Das Publikum wurde sich bewusst, dass hier Besonderes geschah, und brach in Jubel aus. Weitere Vorträge dieser Art folgten, manchmal mit den Füssen auf den Boden stampfend das Temperament entladend. Das «UK Medley» (United Kingdom) war mit einer Blütenlese von Folklore versehen. Srdjan Vukasinovic gelang es, auf dem Akkordeon täuschend ähnlich den schottischen Dudelsack nachzuahmen. Zum Abschluss trat auch noch Akkordeon Brittnau hinzu. Man war sich völlig einig, was zu einem «Michael-Jackson-Medley» gehört und wie es auszusehen hat. Das hörte sich so gut an, dass es appetitanregend war. Der «Second Waltz» von Dmitri Shostakovich als Zugabe trug dem Rechnung und legte den Weg frei zu den Genüssen des Apéros der Stadt Zofingen.

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