Unihockey Mittelland: Der doppelte Flury und Goalie Schönbucher

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Loks Jens-Jörn Sommerhalder zwischen den beiden Mittelländern Raphael Hasler (rechts) und Sven Hunziker. (Bild: Otto Lüscher)

13 Sekunden vor dem Ende konnte Unihockey Mittelland endlich aufatmen. Marvin Richner kam an den Ball und hatte keine Mühe, das verwaiste Tor der Gäste zum 3:1 zu treffen. Bis dahin war es ein Spiel auf Messers Schneide. Die Gastgeber lagen seit der 14. Minute in Führung, mussten sich vor allem in den Schlussminuten aber mit Händen und Füssen gegen den Ausgleich wehren. «Dafür, dass wir ein paar gewichtige Absenzen zu verkraften hatten, haben wir in der Defense extrem gut gearbeitet», freute sich UM-Trainer Björn Karlen über den Erfolg gegen den Tabellennachbarn, «wir haben gewusst, dass sie viel schiessen werden und mussten deshalb hinten viel arbeiten.»

Ein Duell auf Augenhöhe

Mit vorbildlichem Einsatz und einem hervorragenden Goalie verdienten sich die Einheimischen letztlich die drei Punkte, obwohl es auch hätte anders ausgehen können. «Zum Schluss war es ein Abnützungskampf, der auf beide Seiten hätte kippen können», musste auch Karlen zugeben, «Marc Schönbucher hat im Tor aber eine Topleistung gezeigt. Wir sind sehr froh, dass wir ein so starkes Goalieduo haben. Das macht auch das Defensivspiel viel einfacher.»

Die ersten Minuten des Derbys hatten noch den Gästen gehört. Und so hätte Lok nach 90 Sekunden in Führung gehen müssen. Allmählich wagten sich in der Folge auch die Einheimischen nach vorne und nach gut vier Minuten scheiterte Marius Flury nur ganz knapp an der Latte. Diese Aktion sorgte für Aufwind und fünf Minuten später bot sich UM eine aussichtsreiche 2:1-Situation. Doch es dauerte noch einmal sechs Minuten, ehe die Mittelländer erstmals jubeln konnten. Marius Flury versuchte es aus halblinker Position mit einem Volley und das Spielgerät flog genau in den Winkel.

Lok Reinach reagierte nur Sekunden später mit einem Pfostenschuss auf den Rückstand. Das nächste Erfolgserlebnis feierten aber erneut die Gastgeber. In der 18. Minute eroberte Timon Tschanz einen Ball von den sich im Spielaufbau befindenden Gästen, lancierte Marius Flury und der hatte alleine vor dem Tor keine Mühe, zum 2:0 einzuschieben. «Im ersten Drittel waren wir sicher effizienter als Lok», sagte Björn Karlen, «im zweiten Abschnitt hatten sie dann mehr vom Spiel, aber wir die klareren Torchancen.» Dennoch sorgten die Reinacher in der 23. Minute für den Anschlusstreffer. Zuerst stand dem Glück die Latte im Weg, ehe Andreas Frey mit einem satten Schuss zum 1:2 traf.

Die vielbeinige UM-Abwehr

Es folgte eine Phase, in der beide Teams wenig Zwingendes zustande brachten. Sowohl die Mittellländer als auch Lok konnten mehrmals in Überzahl agieren, doch das Powerplay erwies sich meist als sehr harmlos. Eine Ausnahme bildete die 43. Minute, in der der Gast auf den Ausgleich drückte, aber immer wieder an der vielbeinigen UM-Abwehr hängen blieb.

Mit dem Sieg machte Mittelland in der Tabelle zwei Plätze gut. «Das Optimalziel bis zum Ende der Qualifikation wäre Rang vier, aber das wird schwierig zu erreichen sein», so der Trainer des Ranglistenfünften Mittelland, «je weiter vorne du letztlich stehst, umso besser ist es aber für den Kopf.» 

 

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