Hilfsbrücke, Abriss, Neubau – beim «Pont Neuf» geht es nach dem Maienzug los

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An der Optik des «Pont Neuf» scheiden sich nach wie vor die Geister. Das Projekt ist jedoch längst rechtskräftig bewilligt. © zvg
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Der Brückenkopf des «Pont Neuf» (zVg)

Am Freitag, 5. Juli, ist Maienzug. Und dann, ab dem darauffolgenden Montag, wenn sich die Strassen Aaraus sommerferienbedingt merklich leeren, gehts am Aareufer so richtig los: Die vorbereitenden Bauarbeiten für den «Pont Neuf» starten. Und zwar mit der Einrichtung des Installationsplatzes beim «Aarepark». Als Erstes wird die Hilfsbrücke gebaut. Diese wird während des Neubaus der Aarebrücke sämtlichen Verkehr aufnehmen.

Der Zeitpunkt für den Baustart ist nicht etwa wegen der Sommerferien oder wegen des absehbaren Niedrigwassers so gewählt – massgebend sei die Fischschonzeit gewesen, sagt Roberto Scappaticci, stellvertretender Sektionsleiter Brücken und Tunnel beim Kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Für die rund 125 Meter lange Hilfsbrücke, die einige Meter flussabwärts der heutigen Brücke zu liegen kommt, werden Pfeiler in den Aaregrund gerammt. Sie müssen mindestens zwölf Meter auseinanderliegen, damit die Pontoniere noch durchfahren können. Darauf kommt die Brückenplatte, wahrscheinlich eine Stahl-Beton-Verbundlösung. Etwa Ende Oktober soll die Hilfsbrücke dann in Betrieb genommen werden können. Von November bis Februar 2020 wird die alte Brücke abgerissen. Danach beginnt der Aufbau des «Pont Neuf», der etwa 15 Monate dauern soll.

Damit dieser ungefähre Zeitplan eingehalten werden kann, braucht es noch eine Genehmigung des Bundes. Das hängt damit zusammen, dass der Bund für den «Pont Neuf» Geld aus dem Agglomerationsprogramm «AareLand» gesprochen hat. Diese rund 3,26 Mio. Franken werden die Rechnung von Stadt und Kanton entlasten, die das voraussichtlich 33 Mio. Franken teure Brückenprojekt finanzieren müssen.

Das Problem: Der Beitrag ist an die Bedingung geknüpft, dass die Bauarbeiten erst starten, wenn die Leistungsvereinbarung mit Bern unterzeichnet ist. Deshalb braucht der Kanton eine Spezialerlaubnis, um mit den Arbeiten schon beginnen zu können. Länger zuwarten will man nicht; schon 2017 war der Baustart für den Pont Neuf vorgesehen. Einsprachen verzögerten das Projekt jedoch.

Submission folgt bald

Hinderlich für den Zeitplan könnten allenfalls noch langwierige Submissionsbeschwerdeverfahren werden. Denn die Submissionsverfahren sind noch nicht über die Bühne gegangen, sie starten demnächst. Beim Kanton hat man beschlossen, nicht ein einziges Unternehmen zu suchen, das das Gesamtprojekt «Pont Neuf» von A bis Z realisiert.

Stattdessen setzt man auf drei Unternehmen, je eins für die Hilfsbrücke, für den Abriss der alten Brücke und dann für den Neubau des eigentlichen Pont Neuf. «Wir erhoffen uns dadurch einen etwas grösseren Anbietermarkt und entsprechend bessere Preise», sagt Roberto Scappaticci.

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