Assistent übernimmt: Flavio Catricalà neuer Trainer des SC Zofingen

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Vom Assistenten zum Cheftrainer: Beim SC Zofingen leitet Flavio Catricalà neu die Geschicke an der Seitenlinie. (Bild: Otto Lüscher)

Nur eine Woche nach dem Jahreswechsel rollt beim SC Zofingen der Ball bereits wieder. Seit letzten Montag bereitet sich das Fanionteam der Thutstädter auf das Frühjahrspensum in der 1.-Liga-Gruppe 2 vor. Bei der ersten Übungseinheit des Tabellenneunten waren mehrheitlich vertraute, aber auch das eine oder andere neue Gesicht auszumachen. Neu zum SC Zofingen gestossen ist Eddy Luongo: Der Flügelläufer spielte seit vergangenen Februar beim FC Baden in der 1. Liga und soll nun den Aufsteiger in der Offensive verstärken.

Der 21-jährige Luongo ist bisher der einzige Zuzug, den die Zofinger in der kurzen spiel- und trainingsfreien Pause getätigt haben. Zwar werden derzeit einige Akteure getestet, noch ist aber nichts spruchreif. Klar ist einzig, dass der SC Zofingen nach Ersatz für die Abgänge der Stürmer Oliver Jonjic und Martin Valovcan sowie Innenverteidiger Dawid Skrzypczak sucht. Jonjic wechselte zum Meisterschaftskonkurrenten FC Schötz, Valovcan wird im Februar erstmals Vater und kümmert sich um seine Familie, während Skrzypczak eine Stelle als Assistenzarzt antritt und deshalb eine fussballerische Pause einlegt. «Ich will mit einem 18- oder 19-Mann-Kader in die Rückrunde starten. Wir haben viele gute junge Fussballer, die auch Spielzeit erhalten sollen. Deshalb macht eine Aufblähung der Mannschaft keinen Sinn», sagt Flavio Catricalà.

Vertrag läuft vorerst bis Sommer
Der 41-jährige Oftringer ist das alte und zugleich neue Gesicht an der Seitenlinie des SC Zofingen. Nachdem der Klub den bis Mitte November befristeten Vertrag mit Trainer Nicola Nocita nicht verlängert hatte, übertrug er die Leitung dem bisherigen Assistenten Flavio Catricalà. Weil der Geschäftsinhaber im Frühling im Rahmen seiner Ausbildung zum A-Trainerdiplom eine Prüfung nachholen muss, ist die Zusammenarbeit vorerst bis zum Ende der Rückrunde fixiert worden. Anschliessend wird die Situation neu beurteilt. «Ich habe mehr Verantwortung und darf strategisch wirken, zum Beispiel führe ich jetzt Matchbesprechungen selber durch. Ich habe das nicht gesucht, aber die Situation mit Nicola hat sich so ergeben», sagt Flavio Catricalà zu seiner Beförderung.

Angst vor der neuen Aufgabe habe er keine. Einerseits, weil er bereits in Dulliken und Olten diesselbe Funktion ausübte. Andererseits, weil die Mannschaft ihn kenne und gut harmoniere. «Mein Umgang mit den Spielern ändert sich nicht. Ich werde weiterhin gerecht und ehrlich zu ihnen sein», so Catricalà, dessen Assistenzcoach in den nächsten Tagen präsentiert werden soll.

Bis zum ersten Pflichtspiel am 2. März zuhause gegen Zug trimmt Flavio Catricalà seine Akteure vorerst drei- bis viermal pro Woche im Ausdauerbereich, ab Februar will er den Fokus auf die taktischen Elemente legen. «Das ist in letzter Zeit etwas auf der Strecke geblieben», sagt Catricalà. Auf ein Trainingslager verzichtet der neue SCZ-Übungsleiter wegen der vielen jungen Studenten und Lehrlinge in seiner Mannschaft. «Neben finanziellen und organisatorischen Gründen ist in Zofingen mit dem Kunstrasen und der Rundbahn eine derart gute Infrastruktur vorhanden, dass man für die Vorbereitung nicht unbedingt ins Ausland reisen muss», erklärt Catricalà.

Mehr Ruhe gewünscht
Nach dem turbulenten Abschluss des vergangenen Jahres nimmt der SC Zofingen die nächsten Tage und Monate mit Zuversicht in Angriff. Auch Klubpräsident Hansjörg Ryter ist froh, dass der Meisterschaftsbetrieb bald fortgesetzt wird. «2018 war ein intensives Jahr mit dem Aufstieg und dem Fuss fassen in der 1. Liga», blickt er zurück. Mit der Promotion seien die Anforderungen sowohl für Verein als auch Spieler gestiegen. «Trainerstab und Trainings müssen genügen, die Spieler sollten immer anwesend sein und bereitwillig einen hohen Aufwand auf sich nehmen und der Verband gibt höhere Auflagen vor», führt Ryter aus. Deshalb hofft der Safenwiler auf mehr Ruhe. «Ich wünsche mir für 2019 in jeglicher Hinsicht etwas weniger Druck», sagt er.

Umbruch beim FC Oftringen, viele Verletzte in Schötz
Auch der Meisterschaftskonkurrent des SC Zofingen, der FC Schötz, blieb in Sachen Transfers nicht untätig. Die Mannschaft von Trainer Andi Grüter hat fünf Spieler verpflichtet, darunter mit Oliver Jonjic den zweitbesten SCZ-Torjäger (5 Treffer) der Vorrunde. Grüter reagiert damit auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Labinot Aziri (Kreuzbandriss), Manuel Zobrist (Knie, Sprunggelenk) und Till Fischer (Kreuzbandanriss). Das Trio fällt die gesamte Rückrunde aus. Einen Umbruch gab es derweil beim FC Oftringen: Gleich neun Spieler haben den Zweitligisten verlassen, vier sind bisher dazugestossen. Gemäss Trainer Giuseppe Aversa laufen mit drei Spielern Gespräche über eine mögliches Engagement. Fünf FCO-Akteure – Nikos Giannoudis, Francesco Pichierri, Tiago Fernandes Dioinisio, Raffaele Babele und Torhüter Kay Trost – haben sich dem Liga-Mistreiter FC Rothrist angeschlossen. «Damit sind wir in der Breite gewachsen, da hatten wir in der Vorrunde unsere Probleme», freut sich Co-Trainer Oscar Muino. Deutlich ruhiger verlief die Winterpause bisher beim FC Kölliken: Mit Rafael Da Costa hat nur ein Spieler den Zweitliga-Leader verlassen, Zuzüge seien laut Trainer Marco Wüst keine geplant. Noch unverändert präsentiert sich das Kader des SC Schöftland. Sportchef Reto Dambach verrät aber, dass sich der Tabellensiebte der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 bis zum Rückrundenstart verstärken wird. 

Die Transfers in der Winterpause 2018/19
SC Zofingen (1. Liga). 
Zuzüge: Eddy Luongo (Baden). – Abgänge: Nicola Nocita (Trainer, Vertrag nicht verlängert), Oliver Jonjic (Schötz), Martin Valovcan (zurück in die Slowakei), Dawid Skrzypczak (Pause).

FC Schötz (1. Liga). Zuzüge: Emanuel Pinto (Sursee), Dario Kurmann (Leihe, Kriens), Oliver Jonjic (Zofingen), Matthias Erni (Eschenbach), Ndue Daka (Willisau). – Abgänge: Zenger (unbekannt).

SC Schöftland (2. Liga inter). Zuzüge: keine. – Abgänge: keine.

FC Kölliken (2. LIga AFV). Zuzüge: keine. – Abgänge: Rafael Da Costa (Aarau 1902 II).

FC Rothrist (2. Liga AFV). Zuzüge: Kay Trost, Nikos Giannoudis, Tiago Fernandes Dionisio, Raffaele Babele, Francesco Pichierri (alle Oftringen). – Abgänge: Michel Lässer (Langenthal), Ali Dibrani (Aarburg).

FC Oftringen (2. Liga AFV). Zuzüge: Murat Kücüker, Luka Petrovic (beide Olten), Zelimir-Jeki Skopljak (reaktiviert), Denis Durakovic (Suhr). – Abgänge: Nikos Giannoudis, Francesco Pichierri, Kay Trost, Tiago Fernandes Dioinisio, Raffaele Babele (alle Rothrist), Kevin Moreira Ribeiro (Desportivo Portugues Aarburg), Alessandro Titone (Aarburg), Roy Peter, Marc Sommer (beide unbekannt).

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