100 Tage Haft für betrunkenen Autofahrer ohne Führerausweis

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Rund 1,7 Promille Alkohol hat der Mann intus, der an einem Abend im Juli 2017 mit dem Auto in der Region unterwegs ist. Der Betrunkene, der keinen Führerausweis besitzt, fährt zu einem Restaurant-Parkplatz. Dort gerät er wenig später mit mehreren Beizenbesuchern aneinander. Als daraufhin die Polizei beim Restaurant eintrifft, geht er auf die Beamten los. Er beschimpft sie als «Pisser» und «Schwuchteln». Einem der Polizisten droht er mit der Faust und sagt, er werde ihm «eins in die Fresse schlagen». Einen weiteren Polizisten packt er am Kragen. Er wird auf den Polizeiposten in Aarau gebracht, wo er mehreren Beamten Kopfnüsse androht. So steht es im Strafbefehl, den die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm gegen den 31-jährigen Mann erlassen hat. Ihm werden Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorgeworfen sowie mehrfache Beschimpfung, Fahren in fahrunfähigem Zustand und Führen eines Motorfahrzeuges ohne erforderlichen Führerausweis.

Nummernschilder entwendet

Der Mann war am besagten Juli-Abend nicht zum ersten Mal betrunken und ohne Fahrausweis unterwegs: Zwei Wochen vor dem Vorfall auf dem Parkplatz ging er der Polizei ins Netz, als er mit einem Alkoholwert von 0,28 mg/l durch ein Quartier steuerte. Und es blieb auch nicht das letzte Vergehen: Einen Monat später, an einem Morgen im August 2017, fuhr er ein Auto mit gestohlenen Nummernschildern. Er hatte sich die Schilder vorgängig an einem anderen Fahrzeug beschafft. Das Auto war zum Tatzeitpunkt zudem nicht haftpflichtversichert. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn darum auch des Führens eines Motorfahrzeuges ohne Versicherungsschutz, des Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder, der missbräuchlichen Verwendung von Kontrollschildern und deren widerrechtlicher Aneignung.

Der Beschuldigte hatte im Dezember 2017 Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben. Am Dienstag hätte er die Vorwürfe vor dem Bezirksgericht Zofingen anfechten können. Weil er aber nicht zur Verhandlung erschien und auch kein Attest vorgelegt hatte, gilt die Einsprache als zurückgezogen. Der Mann wird damit zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 100 Tagen, einer unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 80 Franken und einer Busse von 600 Franken verurteilt.

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