Der VBC Oftringen wahrt mit dem 3:0 gegen Solothurn die Chancen auf den Ligaerhalt

team.jpg
Im 13. Spiel gelang Oftringen der zweite Vollerfolg. (Bild: gam)

«Keine Experimente», sagte sich Marcel Murri. Der Trainer des VBC Oftringen verzichtete auch beim Stand von 17:3 im dritten Durchgang und bei einer 2:0-Satzführung auf Auswechslungen: «Die Mannschaft ist homogen und die Trainingsleistungen sind ausgeglichen, ich hatte also eine starke Ersatzbank. Trotzdem liess ich jene auf dem Feld, die die ersten beiden Durchgänge gewonnen haben.» Jene fünf Akteurinnen, die nicht zum Einsatz kamen, würden seinen Entscheid nachvollziehen können, so der Coach, weil es einen Sieg absetzte, umso mehr.

Es war am Samstag erst das zweite Mal im 13. Spiel, dass die Oftringerinnen nicht als Verliererinnen vom Feld mussten. Mit dem Vollerfolg reduzierte der VBCO den auf ihm lastenden Druck im Kampf um den Ligaerhalt. Mit einer Niederlage gegen den Tabellenletzten Solothurn wäre der Zug abgefahren und der direkte Abstieg fast besiegelt gewesen. Die weiteren drei Zähler auf dem Konto verbessern nun aber die Aussichten, zumindest den achten Rang und somit wie Ende letzter Saison die Barrage erreichen zu können.

Gegen Lalden brauchts drei Zähler

Dazu wird es aber gegen das aktuell achtplatziete Lalden einen Sieg brauchen, einen deutlichen. Die Walliserinnen nahmen Uni Bern am Samstag zwei Sätze ab. Für das wohl finale Duell am 9. Februar nehmen die Oftringerinnen aus dem Match gegen Solothurn einiges mit. Die Steigerung, die sie im Vergleich zum Hinspiel Anfang November durchgemacht haben, ist sichtbar. Damals waren die Gäste nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kim Gloor von der Rolle und verloren 1:3. Am Samstag zwang eine Fussverletzung von Manuela Meier im zweiten Satz Marcel Murri zu Umstellungen, doch diesmal liessen sich die Aargauerinnen nicht aus dem Konzept bringen. «Das zeugt von Reife», betont der Trainer, der sich zudem freute, wie «konstant und effizient» seine Equipe in der Schlussphase auftrat.

Wie in vielen Partien zuvor kippte bei Solothurn mit 0:2 Sätzen hinten ein Schalter, den weder eine Spielerin, noch das Trainerduo umlegen konnte. Nichts ging mehr. Lobs in die Ecken, Finten in die Feldmitte, starke Services – die Oftringerinnen bewiesen Köpfchen und verteilten die Bälle wie im Training in die «Löcher». Bei 25:5 pfiff der Schiedsrichter die Partie ab, in der er viele technische Fehler ahnden musste. Die Solothurnerinnen bremsten ihre Kombinationen mit Netzberührungen und unsauberen Pässen und im zweiten Satz kam eine falsch notierte Aufstellung hinzu. Fehlerhaft agierten beide Mannschaften zu Beginn von der Grundlinie aus und schenkten einander mit missglückten Services gegenseitig Punkte.

Es fehlt an Power im Angriff

Die lange Dauer der Ballwechsel zeigte, dass es den beiden Tabellenletzten an Durchschlagskraft fehlt. Selten knallte ein Smash sehenswert zu Boden, Blockabpraller waren Mangelware. Für das 8:7, die erste Führung Oftringens im Startsatz nach 0:4-Rückstand, brauchten die Einheimischen sechs Angriffe, wobei es nicht an Variantenreichtum fehlte. Letztlich war das 25:19 im ersten Abschnitt ebenso ungefährdet wie das 25:18 im zweiten. In jenem hatten sich die Gastgeberinnen immer mal wieder von einer Finte überraschen lassen, ehe sie sich steigerten und agiler wurden. Vor allem über die Aussenposition nutzten sie zudem den inexistenten Solothurner Block und bejubelten am Ende das wichtige 3:0.

Volleyball
1. Liga Frauen, Gruppe B: Grenchen - Muri Bern 1:3. Franches-Montagnes II - Münchenbuchsee 3:1. Köniz II - Münsingen 3:0. Uni Bern - Lalden 3:2. Oftringen - Solothurn 3:0. – Rangliste: 1. Muri Bern 13/33. 2. Münsingen 13/31. 3. Franches-Montagnes II 13/26. 5. Münchenbuchsee 13/25. 4. Grenchen 13/23. 6. Köniz II 13/21. 7. Uni Bern 13/19. 8. Lalden 13/8. 9. Oftringen 13/6. 10. Solothurn 13/3.

Oftringen – Solothurn 3:0
MZH. – 50 Zuschauer. – SR: Luder/Humm. – Sätze: 25:19 (22 Minuten), 25:18 (22), 25:5 (18). – Spieldauer: 68 Minuten.
Oftringen: Dürig, S. Benz, V. Benz, Bolliger, Zihlmann-Weber, Meier, Leitner, Rössler, Burger, Lazarevic, Gloor, Weingard, Maia.
Solothurn: Bobst, Schädler, Fehr, Perovic, Bur, Karaca, Klausener, Antinora, Heim, Kropf, De La Cruz.
Bemerkungen: Verwarnung gegen Oftringen bei 10:11 im zweiten Satz wegen Verzögerung.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regioreisen
Winterlicher Blick aus dem Führerstand
Partner