Die Integrationsgruppe Espera gewinnt den Kulturbatzen

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Gemeinderat Markus Riedweg übergibt die Auszeichnung an die Gruppe Espera mit Präsidentin Katharina Jost. heidi bono

Die Integrationsgruppe Espera durfte am Sonntag den diesjährigen Kulturbatzen, eine Auszeichnung der Gemeinde, in Empfang nehmen. Eindrücklich an der Feier war vor allem der Aufmarsch der ganzen Gruppe auf der Bühne bei der Übergabe der Auszeichnung – mit der Kamera praktisch nicht erfassbar.

Zum Einstieg in ihrer Begrüssung sagte Gaby Zust, Präsidentin der Kulturkommission, dass man Kultur nicht einfach loslassen könne, wenn man ein Land verlasse. «Kultur ist Heimat, sie gibt Wärme und Sicherheit.» Auch die Menschen aus dem Ausland wollten ihre Kultur behalten. Hier gelte es, sich gegenseitig zu respektieren und voneinander zu lernen. Die Gruppe Espera helfe in Dagmersellen beim gegenseitigen Verständnis für unterschiedliche Kulturen. «Das ist einer der Gründe, warum die Gruppe den Kulturbatzen 2018 bekommt.» Judith Fölmli, Präsidentin der Bildungskommission, gab in ihrer Laudatio einen interessanten Einblick zur Integrationsgruppe Espera und zum Begriff Integration. Auf Anregung des damaligen Pfarreirates wurde sie 2002 gegründet. Der von den katholischen Kirchgemeinden Uffikon/Buchs und Dagmersellen sowie politischen Gemeinde getragenen Gruppe gehören momentan Menschen aus Italien, Portugal, Kosovo, Serbien, Brasilien an.

Teilen, Verbinden, Einbeziehen ...

Weiter führte die Referentin aus, Integration bedeute: Teilen, Verbinden, Einbeziehen, Eingliederung, Vervollständigung. Anschliessend erwähnte sie die Aktivitäten der Gruppe, wie etwa das erstmals durch geführte «Fest der Völker» im November 2003. Dieses Fest gebe Gelegenheit, neue Menschen, neue Sprachen und neues Brauchtum kennen zu lernen. Der einheimischen Bevölkerung gebe es aber auch Gelegenheit Sitten und Tradition zu zeigen und zu erklären. Mit dem «Café International» sei ein Treffpunkt für Frauen eingerichtet worden und dank «Spiel ohne Grenzen» habe man für die jungen Männer, die 2015 in der Asylunterkunft für ein Jahr Aufnahme gefunden hatten, einen geschätzten Einsatz geleistet. Das Angebot, sich mit der schweizerischen Lebensweise auseinanderzusetzen, werde indes auch auf politischer Ebene geboten. Ganz wichtig sei natürlich das Erlernen der Sprache. «Gute Deutschkenntnisse sind eine unabdingbare Voraussetzung für die berufliche und soziale Integration», führte Judith Fölmli weiter aus. In Dagmersellen würden Deutschkurse angeboten, die Espera übernehme hierfür die Organisation der Infrastruktur. Mit ihrem Abschlusssatz: «Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.»

Auf der Bühne

Der Gemeinderat Markus Riedweg übergab den Kulturbatzen anschliessend auf der Bühne der Präsidentin Katharina Jost. Dies im Beisein der kompletten Espera-Gruppe, da jedes Mitglied daraufhin einen Dank in «seiner» Muttersprache aussprach. Danach hielten sie alle zusammen Buchstaben in die Höhe, die aneinandergereiht, das Thema des Abends ergaben: Integration.

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