Kulturraum Hirzenberg 2019: Groovende Klassik und neue Klänge

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Klangvolle Namen kommen nach Zofingen: das Mondrian Ensemble ...
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... die hochgelobte Viola-Spielerin Isabella Villanueva

Beats, Grooves und Ländlerriffs unterfeuert von herzhaften Juchzern und Jodlern: Akkordeonist Marcel Oetiker, Bassist Pirmin Huber und Jodler Bernhard Betschart schaffen mit ihrer prickelnd superben Volksmusik spielend den Spagat zwischen Klangexperiment und mitreissender Tradition. Das Eröffnungskonzert vom Freitag im Zofinger Palass steht sinnbildlich für das, was den Verein Kulturraum Hirzenberg ausmacht. Die Konzertreihe beschert nicht nur neue Klangerlebnisse und mutige Kammermusik, sie erreicht auch das Herz.

Temperamentvolle Solistin

Dass die Zofingerinnen und Zofinger weder ins KKL nach Luzern noch in die Tonhalle Zürich pilgern müssen, ist ein nicht ganz unwesentliches Verdienst der umtriebigen Yolanda Senn Ammann. Fachlich kann sich die Präsidentin des Kulturraumes Hirzenberg voll und ganz auf ihren Mann, den renommierten Komponisten Dieter Ammann abstützen. Der Verein bringt dank guter Beziehungspflege seit Jahren klangvolle Namen nach Zofingen. Wo diese oft zur Hochform auflaufen. Zumindest gilt dies für das international renommierte Ensemble für Neue Musik Zürich, das Aufträge an innovative Komponisten vergibt und deren Werke zur Uraufführung bringt. «Diese Musiker sagen immer wieder, sie würden am liebsten bei uns spielen», sagt Yolanda Senn Ammann und nennt auch den Grund: «In Zofingen sei das Publikum wie nirgends sonst bereit, sich auf neue Klänge einzulassen.»

Wenn auch der Kalender 2019 mit neun Konzerten etwas weniger dicht ist als in den Vorjahren, bekommen die seit Jahren bestens verwöhnten Zofinger Ohren auch 2019 viel Gehaltvolles zu hören. Am 31. März spielt die für ihren wunderbar tiefen und vollen Klang hochgelobte Viola-Spielerin Isabella Villanueva aus Spanien im Palass auf. Zusammen mit dem Pianisten François Dumont stellt sie ihr preisgekröntes Album «Bohèmes» mit Stücken von Franz Liszt, Bohuslav Martinu, Georges Enesco und anderen vor. Das Publikum erwarten dunkle Klänge voller Leidenschaft.

Am Sonntag, 14. April, lädt das Ensemble für Neue Musik Zürich zur exquisiten Uraufführung zweier neu komponierter Sextette von Cécile Marti und Katharina Rosenberger und schmeckt diese mit dem «Enga» von Martin Jaggi ab.

Zum Sonntag, 2. Juni, lotet das mit vier herausragenden Amazonen der Violine gesegnete Mondrian Ensemble mit «Transfigurationen» die Klangräume zwischen neuester Musik und klassischer Romantik aus. Zu hören sind vielversprechende Werke des Jungkomponisten Thomas Wally und Erich Wolfgang Korngold.

Kürzeres Hirzenberg-Festival

Im August ruft das Hirzenberg-Festival zur 17. Auflage mit Konzertprogramm im Stadtsaal und Garten. Das saisonale Highlight dauert für einmal zwei statt drei Tage. «Wir konzentrieren unser knapp bemessenes Budget auf uneingeschränkte Qualität», erklärt Yolanda Senn Ammann. Den Auftakt macht mit ihren bezaubernden Tönen am Freitag, 6. August, die expressive Stargeigerin Franziska Hölscher. Noch ist offen, wer sie begleitet und welche Stücke von ihr zu hören sein werden. Sie ersetzt den ursprünglich angekündigten russischen Teufelsgeiger Ilya Gringotts. Dieser fällt aufgrund einer Terminkollision aus. Am Sonntag, 17. August, erwecken das Vokalensemble der Basler Madrigalisten die Sehnsuchtsromantik von Abschied und Aufbruch Joseph von Eichendorffs mit dem Programm «Schläft ein Lied in allen Dingen» zum Leben. Bei der Präzision der Madrigalisten zu Medelssohn Bartholdy, Schumann, Strauss und anderen weitet sich das Herz.

Das Herbstkonzert zum Donnerstag, 17. Oktober, mit dem Manchester Collective mit Abel Selecoe bietet ganz jungen, ehrgeizigen Musikern eine Bühne. Das Programm dieser Trouvaille ist noch nicht definiert. Einen klaren Strich kennt hingegen das Konzert des Ensemble van der Waals vom Sonntag, 1. Dezember. Das Programm mit Kompositionen des für die lebendige Adaption klassischer Musik verdienstvollen Cellisten und Komponisten Thomas Demenga ist in Klänge von Luigi Boccherini und Anton von Webern eingebettet. Auch diese Klassik rockt. Oder wie es Yolanda Senn Ammann formuliert: «Wir haben Qualität im Überfluss. Entweder es reisst einen mit oder man kann sich wunderbar entspannen.»

Freitag, 18. Januar, 20.15 Uhr: Konzert mit dem Marcel Oetiker-Trio im Palass.

Informationen zum Jahresprogramm: www.hirzenberg.ch

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... und das Marcel-Oetiker-Trio (auf dem Bild fehlt Jodler Bernhard Betschart). HO
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