Zwei Inlinehockey-Urgesteine wollen mehr Zeit für die «richtige» Familie

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Fabrizio Montesi (links, nach dem verlorenen Schweizer-Cup-Final 2018) und Diego Moor treten kürzer. (Bilder: mwy)

«Die Familie ist für mich das Wichtigste», nennt Fabrizio Montesi einen der Hauptgründe für seinen Rücktritt aus Rothrists Fanionteam, «und die Familie kam zuletzt zu kurz.» Dreimal Training und die Spiele am Wochenende banden vor allem in den Sommermonaten viel der Freizeit des 36-jährigen Sanitärinstallateurs, der vor zehn Monaten zum zweiten Mal Vater wurde. So reifte in der vergangenen Saison die Überzeugung, nach 25 Jahren bei den Rothrister Inlinehockeyanern vorerst einen Schlussstrich zu ziehen. «Ausserdem hatte ich auch mit Hüftproblemen zu kämpfen», erklärt der Verteidiger.

Selbstverständlich hätte er sich gewünscht, die Karriere mit einem Erfolgserlebnis in der Meisterschaft oder im Schweizer Cup abschliessen zu können, aber in der Nationalliga A war in den Playoff-Viertelfinals Schluss und im Cupfinal unterlag der IHCR dem Team aus Rossemaison nach Verlängerung. «Ich hatte mir damals schon Gedanken über meine Zukunft gemacht», sagt Fabrizio Montesi, «und hätte deshalb gerne noch einen weiteren Schweizer-Cup-Titel gefeiert.» Zweimal ist ihm das mit Rothrist gelungen.

Zu den Höhepunkten zählt er ausserdem die beiden Aufstiege in die höchste Spielklasse und «viele weitere schöne Dinge, die ich erleben durfte. Das Eindrücklichste war aber der Zusammenhalt im Team. Wir waren immer wie eine Familie.»

Titel, Kollegialität - und lange Anfahrtswege
In dieselbe Richtung gehen die Aussagen von Diego Moor, der nach knapp zehn Jahren IHC Rothrist seinen Helm nimmt. «Selbstverständlich erinnert man sich vor allem an die gewonnenen Titel zurück», erklärt der 32-jährige Verteidiger, der auch bei den Black Panthers Zofingen aktiv war, «aber es bleibt ebenso die hervorragende Kollegialität.» Das führte sogar dazu, dass der Spengler mit eigenem Geschäft trotz Umzug nach Davos den Rothristern sechs Jahre lang treu blieb. Am Training nahm er selbstredend nicht immer teil, sondern nur, wenn er in der Nähe war oder wenn Trainingslager auf dem Programm standen.

Aber an die Partien reiste er meistens, obwohl er jeweils eine zweieinhalbstündige Anfahrt und eine ebenso lange Rückfahrt in Kauf nehmen musste. «Der Aufwand war gross», sagt der zweifache Familienvater, «die Zeit ist jetzt gekommen, um sportlich kürzerzutreten und sich vermehrt der Familie zu widmen.»

Verbunden mit dem IHC Rothrist wird aber auch er bleiben, zumindest psychisch. «Es haben sich in all den Jahren viele Freundschaften entwickelt», erzählt Diego Moor, «und vielleicht ergibt es sich einmal, dass ich an einem Plauschturnier dabei sein kann.» Bei Fabrizio Montesi geht es noch weiter. Nach einer Pause kann er sich vorstellen, dass er sich vielleicht irgendwann der zweiten Mannschaft (NLB) anschliesst oder einen Posten in der Juniorenbewegung übernimmt.

Meistertitel ist möglich
Bis dahin drücken beide langjährigen Teamstützen dem Verein die Daumen. Beide konnten mit den Rothristern nie einen NLA-Titel feiern oder bis in den Playoff-Final vorstossen, trauen es ihrem Klub aber zu. «Der IHC Rothrist bemüht sich sehr darum, dass es einmal so weit kommt», sagt Diego Moor, «und plötzlich kann es schnell gehen.»

Fabrizio Montesi ist sich sogar sicher: «Ich glaube definitiv daran und denke, dass es nicht mehr so lange geht. In den letzten beiden Jahren wurde sehr professionell gearbeitet und das wird sich in Zukunft auszahlen.»

Drei Abgänge und drei Zuzüge
Das Kader der NLA-Mannschaft des IHC Rothrist präsentiert sich für die im März beginnende Saison 2019 in der gleichen Grösse wie im vergangenen Jahr. Neben den langjährigen Stammspielern Fabrizio Montesi und Diego Moor (beide Verteidiger) gab auch Goalie Simon Lange seinen Rücktritt bekannt. Ersetzt werden diese drei Akteure durch drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Linus Werren, Jannis Lüthi (beide Feldspieler) und Goalie Christian Häfliger stossen von Wiggertal United zur equipe von Trainer Stefan Siegrist. Noch offen ist die Personalie Michel Zwahlen. Für den torgefährlichen Stürmer, der vor der letzten Spielzeit zu den Aargauern gewechselt war, gibt es noch zwei mögliche Szenarien. Entweder er bleibt beim IHCR oder er wechselt zu einem Eishockeyverein in der MySports-League (dritthöchste Liga).

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