Der EHC Olten leistet sich eine Dummheit zu viel

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Die Ajoie-Cracks Nicolas Thibaudeau (l.) und Jordane Hauert nehmen Oltens Bryce Gervais in den Schwitzkasten. (Bild: Freshfocus)

Wenn sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen, dann entscheiden oft Details über Sieg und Niederlage. Das war auch im Duell zwischen dem EHC Olten und dem HC Ajoie der Fall. Die beiden Spitzenteams lieferten sich bis weit ins letzte Drittel hinein einen Abnützungskampf. Den frühen Führungstreffer der Jurassier durch Casserini, der nach 62 Sekunden einen Konter erfolgreich abschloss, egalisierte Jewgeni Schirjajew mit seinem 23. Saisontreffer. Der Center der ersten Oltner Sturmlinie feierte seine Vertragsverlängerung (siehe Kontext) damit auf die bestmögliche Art und Weise.

Leider blieb aus Sicht des EHC Olten das Tor von Schirjajew das einzige Erfolgserlebnis des Abends. Es war nicht so, dass es der Mannschaft von Headcoach Chris Bartolone an Chancen gemangelt hätte. Im Gegenteil. Aber es war letztlich eines dieser Spiele, in denen der Puck einfach nicht ins gegnerische Tor wollte. Die Ablenker schrammten oft haarscharf am Pfosten vorbei. Oder Ajoie-Goalie Dominic Nyffeler, der einen sehr guten Tag einzog, konnte sich den Puck irgendwie krallen.

Genau dann, wenn in der Offensive das Glück fehlt und man sich jedes Erfolgserlebnis förmlich erkrampfen muss, dann mag es – gerade gegen einen Gegner wie Ajoie – keine Dummheiten verleiden. Womit wir wieder bei den am Anfang erwähnten Details angelangt wären. Es lief die 44. Minute, als sich EHCO-Stürmer Martin Ulmer in der offensiven Zone ein völlig überflüssiges, ja geradezu dummes Stockfoul leistete und auf die Strafbank wanderte. 15 Sekunden später zappelte der Puck im Netz des Oltner Tors. Hazen hatte die Scheibe irgendwie über die Linie gewürgt. Der EHCO lag wieder im Hintertreffen.

Ulmers Foul war an diesem Abend der knappen Entscheidungen die eine Dummheit zu viel. Der Österreicher büsste seinen Aussetzer für den Rest des Spiels mit der Verbannung auf die Ersatzbank. Oder wie es Chris Bartolone formulierte: «Es ist der 18. Januar. Jetzt kommt die Zeit, in welcher man Playoff-Eishockey spielen muss. Das heisst vor allem, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tun.» Der Oltner Trainer mochte trotz der Niederlage mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht gehen: «Es war eines dieser Spiele, in denen der Puck nicht für uns gelaufen ist.» Auf der anderen Seite erzwangen die wie immer unbequemen, aufsässigen und zähen Ajoulots die Entscheidung mit einem weiteren Abstaubertor durch Privet, ehe Frossard den zu hohen Sieg der Gäste mit einem Treffer ins leere Oltner Tor besiegelte.

Für den EHC Olten gilt es, das Spiel möglichst schnell abzuhaken. Bis auf Ulmers Aussetzer zur Unzeit hatten sie sich nur wenig vorzuwerfen. Am Sonntag (17.45) steht in Visp die nächste schwierige Prüfung auf dem Programm. Auch da gilt die Maxime: Dummheiten verboten.

 

 

Schirjajew und Schwarzenbach verlängern ihre Verträge

Der EHC Olten konnte vor Spielbeginn zwei wichtige Vertragsverlängerungen verkünden. Jewgeni Schirjajew, der seit Oktober 2017 in Olten spielt, hat sich mit dem EHCO auf eine Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2020 geeinigt. Der ukrainisch-schweizerische Doppelbürger hat sich in den letzten eineinhalb Jahren zu einem Schlüsselspieler entwickelt. Der Center ist mit bislang 23 erzielten Toren der derzeit zweitbeste Torschütze der Liga. Insgesamt 43 Punkte aus 36 Spielen bedeuten ausserdem den klar besten Wert eines Schweizer Spielers in der Swiss League.

Mit Diego Schwarzenbach verlängert ausserdem ein Spieler in Olten, der in der jüngeren Klubhistorie eine prägende Rolle gespielt hat. Der einstige EHCO-Junior spielt seit 2006 im Club und absolviert nun, nach einem einjährigen Abstecher nach La Chaux-de-Fonds, eine erfolgreiche zwölfte Saison beim EHCO. Er hat bisher 32 Punkte gesammelt und ist damit der viertbeste Schweizer Skorer der Liga. Der hat einen neuen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

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