Tierpflegerin Fabienne Josi: Traumjob auf dem Heitern

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Fabienne Josi füttert die Rothirsche auf dem Heitern mit trockenem Brot. Nur kurz schenken die Tiere dem Fremden mit der Kamera Beachtung. (Remo Wyss)
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Das trockene Brot schmeckt den Rothirschen ausgezeichnet.

Eine trockene Kälte liegt über dem Zofinger Heiternplatz. Von der Sonne sind nur erste Vorboten sichtbar und so erstaunt es nicht, dass der Boden noch frostig ist. Den Rothirschen im Tierpark spielt das keine Rolle. Gemächlich fressen sie aus den Trögen in ihrem Gehege und tragen ihr struppiges Winterfell zur Schau, ohne dabei ein Auge für die schöne Landschaft um sie herum zu haben. Ihre Pflegerin Fabienne Josi, die Tierwärterin der Stadt Zofingen, muss sich schon dicker einpacken. Seit frühmorgens ist sie bei ihren Tieren, schaut nach dem Rechten und füttert sie. Kaum betritt die Wildtierpflegerin das Gehege mit einem weissen Kessel in der Hand, umringen sie die Hirsche. Oder besser gesagt, die Hirsche umringen den Kessel mit trockenem Brot. «Nach anfänglicher Skepsis würden die Tiere wohl bei jedem Futter holen», sagt die 25-Jährige und lacht.

Gut gemeint, aber nutzlos

Das Brot kommt unter anderem von der Brotsammelstelle auf dem Heitern. «Dort darf gerne altes Brot deponiert werden», so Josi, «allerdings kommt es vor, dass dort auch Küchenabfälle hingelegt werden.» Diese Küchenabfälle können den Tieren nicht verfüttert werden. Auch sollten die Tiere nicht durch den Zaun hindurch gefüttert werden, wie Schilder an verschiedenen Stellen aufzeigen.

Seit etwas mehr als drei Jahren hegt und pflegt Josi die Tiere auf dem Heitern. «Ich habe hier meinen absoluten Traumjob gefunden», schwärmt die gelernte Wildtierpflegerin. «Besonders schön ist es, wenn wieder Jungtiere auf die Welt kommen.» Dem geht im Herbst aber die Brunftzeit voraus, in der vor dem grossen Hirsch besondere Vorsicht geboten ist. «Er ist in dieser Zeit etwas aggressiv.» Da könne es dann auch zu Angriffen auf andere Tiere kommen, besonders auf Junghirsche. Mit dem gebührenden Respekt und etwas mehr Vorsicht als sonst könne sie die Arbeit allerdings schon ausführen, so Josi.

Vielseitiges Aufgabengebiet

Zu ihren Aufgaben gehört nicht nur die Tierpflege. Sie ist auch für die WC-Anlagen auf dem Heitern und beim Trottenweiher sowie für die Voliere beim Trottenweiher und die Taubenschläge der Stadt Zofingen verantwortlich. «Ein grosser Teil meiner Arbeit sind Unterhaltsarbeiten», sagt Fabienne Josi. So muss sie auch Rasen mähen, Laub blasen oder Schnee schippen. Ansonsten unterscheide sich die Arbeit nicht in den verschiedenen Jahreszeiten. Dafür sind diese besonders für die Besucher interessant. «Die Landschaft und die Tiere sehen im Winter schon deutlich anders aus als im Sommer», so Josi. Auch wenn aktuell keine neuen Tiere geplant sind, können Besucher des Wildparkes dadurch immer etwas Neues entdecken. Aktuell leben im 1897 eröffneten Tierpark auf dem Zofinger Hausberg 42 Hirsche, 3 Wildschweine und einige Truten.

Tiergehege ist kein Abfallkübel

Bis jetzt blieb der Aufgabenbereich der 25-jährigen Fabienne Josi weitestgehend von Vandalismus verschont. «Im Sommer schmeissen jeweils einige Besucher Bierflaschen und Büchsen über den Zaun.» Im Sommer wurde auch die Voliere leicht beschädigt. «Von grösseren Schäden blieben wir glücklicherweise verschont.»

Mittlerweile haben die Hirsche das alte Brot genüsslich gefressen und knabbern suchend an ihrer Pflegerin, welche sich lachend in Sicherheit bringt.

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