Wie und wo wird man 111 Jahre alt?

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Zu Beginn des Jahres wurde eine Reitnauerin 111 Jahre alt und somit älterste Schweizerin. Was können wir tun, um überdurchschnittlich alt zu werden? Für Leute, deren Alter noch weit entfernt von 80 Jahren ist, haben Präventivmediziner und Ernährungsberaterinnen eine ganze Palette an Tipps für ein gesundes Leben auf Lager. Spricht man aber mit einer fitten 90jährigen, einem fitten 90jährigen, hört man vom Glas Wein zum Essen, vom täglichen Stumpen – von Lebensfreude eben.

Ohne Mahnfinger – rein basierend auf Zahlenmaterial – hat sich das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Bern des Themas angenommen. In der Tiefe sind die Resultate bis auf die Gemeindeebene, für Städte mit grossen Wohnbauten gar auf die einzelne Strasse hinunter aufgeschlüsselt.

Innerhalb einer Region wie Zofingen sind die Differenzen nicht gross – deshalb keine Tabelle. Nirgendwo aber im Bezirk stehen die Chancen auf ein langes Leben so gut wie in der Stadt Zofingen. 84,9 Jahre alt werden Frauen, 80,3 Jahre die Männer im Schnitt. Zum Vergleich: In Attelwil werden Frauen im Schnitt 78,9 und Männer 84,1 Jahre alt. Diese Gemeinde – heute ein Teil von Reitnau – war klein. Schon eine einzige früh verstorbene Frau dürfte die Statistik beeinflusst haben.

In einer Vielzahl kleiner Gemeinden ist dem nicht so. Dazu aus der Studie: Wer auf dem Land lebt, stirbt früher als ein Städter; ein Mann im Top-Kader lebt im Vergleich zu einem Arbeitslosen bis zu 13 Jahre länger, und ein verheirateter Mann kann mit 5,4 Lebensjahren mehr rechnen als ein Single. Bei den Frauen beträgt der Unterschied 4 Jahre. Zudem leben Katholiken etwas länger als Protestanten. Wer in einem Quartier mit Grünflächen, wenig Verkehrsbelastung und einer starken Gemeinschaft wohnt, lebt länger. «Für Menschen mit geringer Schulbildung und kleinem Einkommen sind Wohnungen in solchen Quartieren aber häufig nicht erschwinglich, und sie müssen auf weniger attraktive Wohnlagen ausweichen», heisst es in der Studie. Ein statistisches Highlight aus der Auswertung von 1,5 Millionen Datensätzen ist diese Feststellung: Die Bewohner der oberen Stockwerke eines Hauses leben im Schnitt länger als ihre Nachbarn im Parterre. Menschen im untersten Stock haben ein statistisch erhärtetes höheres Risiko, an Herzkreislauf- oder Lungenerkrankungen zu sterben als ihre Nachbarn, die im vierten Stock wohnen. Beide Todesursachen sind mit gesundheitsrelevantem Verhalten wie Rauchen, Ernährung und Bewegung verbunden. Vermutet wird, dass die Unterschiede im Sterberisiko mit den Einkommen (oben die teurere Wohnung mir Fernblick) der Bewohnerinnen und Bewohner der verschiedenen Stockwerke erklärt werden könnten. Die Verfasser schliessen aber auch nicht aus, dass das Leben in einem höheren Stock mehr Bewegung bringt. «Wer regelmässig die Treppen zu seiner Wohnung erklimmt, macht etwas für seine Gesundheit.» Allerdings dürfte da doch meistens der Lift zum Einsatz kommen.

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