Wo Igel Igor Spaziergängern erklärt, wie Landwirte arbeiten

Beim Posten zur Tierhaltung werden die Spaziergänger lernen, von wo welches Fleischstück herkommt. Das Bild stammt vom Parcours 2016 in Lenzburg. ZVG
Ein Posten informiert darüber, wann welches Obst Saison hat. ZVG
Der Rundgang startet und endet beim Pflegeheim Sennhof in Vordemwald. swisstopo

Wie sehen Dinkelkörner aus? Wie viel Milch produziert eine Kuh pro Tag? Was ist der Unterschied zwischen grünem und weissem Spargel? Diese und andere Fragen werden auf dem «Buurelandweg» des Bauernverbands Aargau beantwortet. Der mobile Erlebnispfad, der aus Info-Tafeln und Spielen aufgebaut ist, gastierte bereits in Möhlin und Lenzburg. Dieses Jahr möchte der Verband die Posten in Brittnau und Vordemwald aufstellen. Der «Buurelandweg» soll am 26. April eröffnet werden und bis im Oktober bestehen bleiben.

Druck auf Landwirte steigt

Ziel des Projektes ist es, der Gesellschaft die Verdienste der Landwirtschaft näherzubringen und sie zu rücksichtsvollerem Verhalten in der Kulturlandschaft anzuregen. «Dies ist insbesondere im Kanton Aargau wichtig, wo mit dem prognostizierten starken Bevölkerungswachstum und zunehmender Urbanisierung der Druck auf die Landwirtschaft steigt», sagt Fredi Siegrist, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit beim Aargauischen Bauernverband. Mit dem Erlebnispfad möchte der Verband den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren fördern, die im ländlichen Raum aufeinandertreffen.

Der Rundgang startet beim Pflegeheim Sennhof und führt dem Erlenmoos entlang hinunter ins Cholholz, wo der Weg über Böglihof und Wilihof zurück Richtung Pflegeheim führt. Die zehn Posten entlang des Weges informieren zum Beispiel über Tierhaltung, Waldwirtschaft oder Littering. Der Erlebnispfad soll auch Familien mit Kindern ansprechen. Dabei hilft der Igel Igor, das Maskottchen des «Buurelandwegs». Die Zeichenfigur ist auf allen Info-Tafeln vertreten und hält dort Zahlen und Fakten über die schweizerische Landwirtschaft bereit. Einige der Posten sind speziell auf die Region zugeschnitten. So können die Spaziergänger beim Hühnerhof der Familie Kupferschmid Fragen über Geflügel beantworten oder beim Biotop des Böglihofs etwas über die Bedeutung der Biodiversität lernen. «Wir freuen uns sehr, dass alle ‹betroffenen› Landwirte und Grundeigentümer unser Projekt mit Freude unterstützen und uns sogar beim Auf- und Abbau helfen», sagt Fredi Siegrist. Einwände gegen den Erlebnispfad seien der Projektleitung keine bekannt. Derzeit liegt das Baugesuch auf der Gemeinde Brittnau auf.

Urprodukte kennenlernen

Die Vorbereitungen für den Rundgang hat der Zofinger Landwirt Fabian Grossenbacher koordiniert. Er hat sich auch die Route für die Posten ausgedacht. «Das Projekt zeigt, wie vielfältig die Landwirtschaft ist – mit ihren produktiven wie auch extensiv genutzten Flächen», sagt er. Der Erlebnispfad zeige, wie die Urprodukte für Lebensmittel entstehen und welche Bedeutung der Boden für die Ernährung der Menschheit hat. Es sei wichtig, der Bevölkerung die Landwirtschaft näherzubringen, erklärt Fabian Grossenbacher seine Motivation für das Projekt. «Ein Grossteil weiss nicht mehr, wo unsere Lebensmittel produziert werden.»

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