Im Verdichtungsprozess: Gesamtrevision der Ortsplanung

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In sechs Tagen stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen ab. Parallel dazu laufen in Luzerner Gemeinden zurzeit Ortsplanungsrevisionen – so auch in Dagmersellen. Eine Annahme der Initiative hätte grundsätzlich erst auf eine nächste Revision Einfluss, sagt Dagmersellens Gemeindepräsident Philipp Bucher auf Anfrage dieser Zeitung.

Welche Auswirkungen die Initiative für eine Gemeinde wie Dagmersellen hätte, ist anhand der Vorlage und aus heutiger Sicht schwer zu beantworten. Laut Initiativtext soll die Gesamtfläche der Bauzonen auf unbefristete Zeit eingefroren werden. Neueinzonungen kann die Gemeinde Dagmersellen allerdings bereits heute nicht mehr bedingungslos tätigen, obschon das nicht

unbefristet gilt. Gemäss kantonalem Richtplan ist Dagmersellen eine Kompensationsgemeinde – Neueinzonungen müssten also durch Aus- oder Umzonungen ausgeglichen werden. Die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Uffikon und Buchs sollte das Bevölkerungswachstum der nächsten Jahre ferner durch Baulandreserven und Nachverdichtung bestehender Bauten auffangen können. FDP-Kantonsrat Philipp Bucher kann diese Stossrichtung gut nachvollziehen: «Wir können nicht alles zubauen, das liegt auch in unserem Interesse.» Die Zersiedelungsinitiative sei ihm aber zu radikal. «Damit wäre die Entwicklung einer Gemeinde schlichtweg blockiert.»

Öffentliche Auflage im Herbst

Von Ende Oktober bis Mitte Dezember 2018 führte Dagmersellen ein Mitwirkungsverfahren zur Ortsplanungsrevision durch. «Wir haben dabei einige Eingaben erhalten», so Bucher. Die Gesamtrevision sieht punktuell Verdichtungen vor. So soll es künftig möglich und nötig sein, voluminöser zu bauen. Geplant ist dabei eine Vergrösserung der Überbauungsziffer. Gebäudeflächen sollen im Verhältnis zur Grundstückfläche grösser werden, statt Geschosszahlen wären künftig zudem die Maximalhöhen und die Zahl der Wohnungen massgebend. Das schaffe bei gleichen Höhen wie bisher neue Freiheiten in der Anordnung der Geschosse.

Zurzeit nimmt der Gemeinderat Stellung zu den während des Mitwirkungsverfahrens eingegangenen Eingaben. Des Weiteren liegt das Projekt aktuell beim Kanton zur Vorprüfung. Gemäss Fahrplan sollte dieses im Herbst auf Gemeindeebene öffentlich aufgelegt werden können.

«Chilefeld»

Gemeinde kauft Grundstück

Der Gemeinderat hat das Grundstück Nr. 309 auf dem «Chilefeld» in Dagmersellen für 6,7 Millionen Franken erworben. Die noch unbebaute Parzelle nördlich der katholischen Kirche ist rund 10 900 Quadratmeter gross und bildet einen Schwerpunkt in der laufenden Ortsplanung, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit dem Kauf durch die Gemeinde würde diese Landfläche der Spekulation entzogen und dem Finanzvermögen der Gemeinde zugeführt. Die bestehenden Gebäulichkeiten würden in den nächsten Jahren weiter bewohnt. (pd/red)

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