Gnadenfrist für den «Himmel»: Die Confiserie ist sicher noch eine Woche offen

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Am Sonntag waren die Vitrinen im Laden am Bahnhofplatz wieder gut gefüllt mit Torten, Butterzöpfen und Patisserie. © Andreas Fahrländer

Es war eine Hiobsbotschaft für die ganze Stadt und die Region Baden: Am letzten Mittwoch wurde bekannt, dass die Confiserie Himmel mit ihren drei Filialen – dem Stammhaus am Badener Bahnhofplatz, dem «Delise» im Langhaus und dem «Bijou» an der Landstrasse in Wettingen Konkurs anmelden müssen.

Ein Konkurs würde bedeuten, dass die rund 170 Jahre alte Confiserie für immer aus dem Stadtbild verschwinden könnte. Nun gibt es aber offenbar doch noch einmal eine Verschnaufpause, wie die AZ am Sonntag erfahren hat: «Bis zum 10. Februar haben wir wie gewohnt geöffnet», sagte eine «Himmel»-Mitarbeiterin am Sonntag auf Anfrage. «Wie es dann weitergeht, weiss von uns niemand.» Die Gnadenfrist gelte auch für das «Delise» und das «Bijou».

Warten auf Insolvenzverwalter

Besonders schwierig ist die Situation für die Angestellten. Am Freitag bekamen sie den Bescheid, dass sie nicht zwingend zur Arbeit kommen müssten. Wie letzte Woche auch bekannt wurde, warten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Januar-Lohn. Schon in den Monaten zuvor habe es immer wieder Verzögerungen bei den Lohnzahlungen gegeben. Viele Angestellte kamen am Freitag aber pflichtbewusst wie immer zur Arbeit – und arbeiteten wie unter einem Damoklesschwert. Eine Mitarbeiterin am Bahnhofplatz sagte, man warte eigentlich nur noch auf den Insolvenzverwalter.

Ob der Laden und das Café am Samstag noch geöffnet hätten, könne man nicht sagen, hiess es noch am Freitagnachmittag. Am Samstag hatten dann aber alle drei Filialen wie gewohnt geöffnet – das Stammhaus auch wie üblich am Sonntag. Das Café am Bahnhofplatz war sehr gut besucht, die Vitrinen im Laden waren wieder prall gefüllt mit Torten, Patisserie, Gipfeli, und Sonntagszöpfen.

Dies, nachdem der Bestand im Laden am Freitag fast restlos ausverkauft worden war. Dass der «Himmel» tatsächlich für immer geschlossen wird, ist für viele Badenerinnen und Badener unvorstellbar: Das Geschäft gibt es, seit der Zuckerbäcker Hermann Himmel um 1850 aus Tübingen nach Baden kam. Seit 1895 ist der «Himmel» an seinem jetzigen Standort am Bahnhofplatz.

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