Kein Wechsel: Stefan Maierhofer bleibt vorerst beim FC Aarau

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Wechsel geplatzt: Stefan Maierhofer bleibt vorerst beim FC Aarau. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Am Samstagabend platzt der Traum von Stefan Maierhofer: Statt ihn für die Vertragsunterschrift aufzubieten, sagen die Araber dem Österreicher ab. Sie hätten sich für den anderen Kandidaten, den Brasilianer, entschieden. «Mir lag ein unterschriftreifes Angebot vor, das dann zurückgezogen wurde. Natürlich habe ich mir etwas anderes erhofft, aber das ist jetzt abgehakt. Ab Montag bereite ich mich mit meinen Teamkollegen vom FC Aarau auf das Spiel am Wochenende in Rapperswil-Jona vor», sagt Maierhofer.

Der 36-jährige Stürmer ist nicht weniger cool und wortreich als sonst, als wir ihn am Sonntag am Telefon erreichen. «Ich bin gerade am Wäschewaschen, nachher schaue ich mir die Super Bowl an.» Falls da doch Frust über den gescheiterten Wechsel ist, überspielt er ihn gekonnt.

Keine Ressentiments
Rückblick: Am Freitagvormittag, wenige Stunden vor dem Rückrundenstart des FC Aarau gegen den FC Wil, macht die Aargauer Zeitung publik, dass Stefan Maierhofer nicht wie geplant in der Startelf steht. Grund: Ein hoch dotiertes Vertragsangebot aus Saudi-Arabien, das ihm seit Donnerstag vorliegt und über das er Trainer Patrick Rahmen und Sportchef Sandro Burki informiert hat. Später im Stadion Brügglifeld war offensichtlich: Innerlich hatten sich die Verantwortlichen und die Mannschaft mit dem Verlust des siebenfachen Torschützen bereits abgefunden. So auch die Fans.

Doch von Ressentiments gegenüber Maierhofer, der die Partie auf der Tribüne verfolgte, keine Spur: Zwar war da Bedauern über die grosse Lücke, die der «Major» sportlich und menschlich hinterlassen hätte. Gleichzeitig gönnte man ihm die Aussicht, kurz vor dem Karriereende nochmals sehr viel Geld zu verdienen. Der ewige Dank, den FC Aarau im Spätherbst mit sieben Toren aus dem Tabellenkeller geschossen zu haben, war ihm eh gewiss – ganz egal, wie lange er noch bleibt.

Auf dem falschen Fuss erwischt hätte ein Abgang des besten Stürmers den FC Aarau nicht. Die ungewisse Zukunft des Österreichers war einer der Hauptgründe für die Vertragsverlängerung mit Goran Karanovic. Entsprechend relaxed blieben Rahmen und Burki, als Maierhofer in einem AZ-Interview offen und ehrlich sagte, dass er nicht garantieren könne, seinen bis Ende Saison laufenden Vertrag zu erfüllen: «Ich möchte nicht versprechen, in einem Monat noch hier zu sein, und dann kommt ein Angebot, das ich finanziell nicht ausschlagen kann.»

Nur optisch gefehlt
Apropos Ehrlichkeit: Ein anderer in seiner Situation hätte das Interesse aus Saudi-Arabien bis zur Vertragsunterschrift geheimgehalten und sich vor der Partie gegen den FC Wil mit einer Magenverstimmung abgemeldet. Nicht Stefan Maierhofer: Nach Erhalt des Angebots erzählte er Trainer und Sportchef davon und nahm so in Kauf, dass die Geschichte wenige Stunden vor Spielbeginn publik wurde. Mehr noch: Im schlimmsten Fall hätte der Schock die Teamkollegen negativ beeinflusst.

Dem war nicht so – «Leuchtturm» Maierhofer fehlte auf dem Platz optisch, aber nicht sportlich. Er sagt: «Die Jungs haben sich nichts anmerken lassen und das klasse gemacht, immer schön den Druck hochgehalten und dem Gegner keine Chance gelassen. Top! Nun freue ich mich, wieder selber mitzuspielen.»

Kommen andere Angebote?
Was bleibt hängen vom Hin und Her? Nichts, findet Sandro Burki: «Stefan hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Als FCA-Sportchef bin ich froh, dass es nun anders als erwartet herausgekommen ist und er uns erhalten bleibt. Wie wir alle wissen: Er ist ein wichtiger Spieler für uns.»

Bei aller Freude darüber, dass der «Major» den FC Aarau nicht in Richtung Saudi-Arabien verlässt: Die Transferfenster in anderen zahlungskräftigen Ligen, darunter China und Russland, sind weiterhin offen. Ein Angebot von dort würde sich Maierhofer wohl auch genauer anschauen.

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